Geisterfahrer-Unfall auf A70 bei Bamberg: Feuerwehr schildert schwierige Bergung
Autor: Isabel Schaffner, Stefan Schoder, Julia Gebhardt
Bamberg, Montag, 19. Oktober 2026
Bei einem Geisterfahrer-Unfall auf der A70 bei Bamberg wurden vier Menschen schwer verletzt. Ein 82-Jähriger war eingeklemmt und musste von der Feuerwehr aufwendig aus seinem Wagen befreit werden.
Update vom 19.10.2026, 12.30 Uhr: Geisterfahrer-Unfall auf A70 – Feuerwehr setzt hydraulisches Rettungsgerät ein
Ein 46-jähriger Mann aus dem Landkreis Bamberg fuhr am Freitagabend an der Anschlussstelle Viereth-Trunstadt in falscher Richtung auf die Autobahn auf. Er kollidierte mit einem Fahrschulauto, in dem sich nach Angaben der Polizei Oberfranken ein 19-jähriger Fahrschüler und seine 63 Jahre alte Lehrerin befanden. Der Feuerwehr Bamberg zufolge touchierte das Geisterfahrer-Auto auch einen Wagen, in dem ein 82-jähriger Fahrer saß. Dem Feuerwehrsprecher nach wurde der Senior in seinem Fahrzeug eingeklemmt.
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Die Einsatzkräfte mussten hydraulisches Rettungsgerät verwenden und eine Seite des Autos öffnen, um ihn zu befreien. Die anderen drei Personen konnte der Rettungsdienst eigenständig übernehmen. Zum Zustand der vier Schwerverletzten und zu etwaigen Vernehmungen hat die Polizei Oberfranken derzeit keine Kenntnis, wie ein Sprecher des Präsidiums am Montag (19. Oktober 2026) gegenüber inFranken.de erklärte.
Zunächst waren die Feuerwehren aus Hallstadt und Gundelsheim alarmiert worden, um eine technische Rettung und eine Vollsperrung der Autobahn durchzuführen, heißt es im Einsatzbericht. "Im Nachgang wurde die Ständige Wache der Feuerwehr Bamberg dazualarmiert, um das Trümmerfeld, das sich über die komplette Autobahnbreite auf rund 200 Metern erstreckte, zu bereinigen", ist weiter zu lesen. Die Kräfte sichteten zudem die Fahrzeuge und klemmten Batterien ab. "Die Feuerwehr Gundelsheim hielt die Fahrbahnsperrung über drei Stunden aufrecht, bis die Autobahnmeisterei die Fahrbahn bereinigt und freigegeben hatte", so die Feuerwehr Bamberg.
Update vom 17.10.2026, 7.45 Uhr: "Trümmerfeld auf mehreren hundert Metern": Polizei mit neuen Informationen
Zu dem schweren Unfall auf der A70, der sich am Freitagabend ereignet hat, sind von der Polizei inzwischen neue Informationen herausgegeben worden. Zunächst war nur bekannt gewesen, dass ein Geisterfahrer an der Anschlussstelle Viereth-Trunstadt in falscher Richtung auf die Autobahn aufgefahren und mit zwei entgegenkommenden Fahrzeugen kollidiert war.
Wie Udo Roppelt, der Dienststellenleiter der Verkehrspolizeiinspektion Bamberg, in einem Interview gegenüber News5 sagt, sei dies "schon nach wenigen 100 Metern" der Fall gewesen. Inzwischen gibt es auch genauere Informationen zu den Unfallopfern: "Eines der Fahrzeuge, die richtig gefahren sind, war ein Fahrschulwagen, besetzt mit einem Fahrschüler und einer Fahrlehrerin", so Roppelt. Er ergänzt, dass beide "auch mit schweren Verletzungen in ein Klinikum gebracht werden" mussten.
Aufgrund des heftigen Unfalls kam es ihm zufolge zu "einem größeren Trümmerfeld" auf der Autobahn, das sich "auf mehreren 100 Metern" erstreckte. Unter anderem sei "auch der Motorblock des Unfallverursachers herausgeschleudert und auf die Gegenfahrspur geschleudert" worden. Dadurch sei nicht nur die Autobahn in Fahrtrichtung Schweinfurt beeinträchtigt gewesen - auch die Autobahn in Richtung Bamberg "war komplett gesperrt", so Roppelt.
Die Verkehrspolizei Bamberg hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. In diesem Zusammenhang hätten die Beteiligten "aufgrund ihrer Verletzungen" aber noch nicht vernommen werden können. Dementsprechend könne die Polizei noch nichts dazu sagen.