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Bamberg: Anrufe sorgen für Verunsicherung - Polizei warnt eindringlich


Autor: Erik Jasper

Bamberg, Samstag, 06. Juni 2026

Im Raum Bamberg kommt es aktuell zu einer neuen Welle von Schockanrufen. Im Gespräch mit inFranken.de klärt die Polizei über die dreisten Methoden der Betrüger auf.


In den vergangenen Tagen wurde in lokalen Bamberger Facebook-Gruppen vermehrt über dubiose Anrufe berichtet, die bei den Betroffenen für Verunsicherung sorgen. Unbekannte geben sich gegenüber Anwohnern als Mitarbeiter der Kriminalpolizei aus, um sie mittels einer dreisten Masche zur Herausgabe von Geld und Wertsachen zu bewegen.

Gegenüber inFranken.de gab ein Sprecher der oberfränkischen Polizei am Mittwoch (3. Juni 2026) Auskunft zu den perfiden Tricks der Täter. Bei einem Schockanruf in Ahorntal im Landkreis Bayreuth gerieten die Betrüger mit ihrer Masche zuletzt an den falschen – und wurden auf spektakuläre Art und Weise ausgetrickst.

Beunruhigung im Raum Bamberg - Schockanrufe häufen sich

Die Polizeidienststellen und die Kriminalpolizei in Bamberg ermitteln derzeit tatsächlich in diversen Callcenter-Betrugsdelikten. Hinsichtlich der sich aktuell häufenden Meldungen im Bereich des Callcenterbetrugs kann laut dem Sprecher des Polizeipräsidiums festgestellt werden, dass die Fallzahlen "wiederkehrenden Wellenbewegungen unterliegen". Mutmaßlicher Grund hierfür sei die Vorgehensweise der Täter, welche meist speziell für diesen Zweck zusammengestellte regionale "Telefonbücher" mit potenziellen Opfern nutzen würden, die dann von den Betrügern abtelefoniert werden. Bei der telefonischen Kontaktaufnahme würden die Täter dann sukzessive emotionalen und psychischen Druck auf die zumeist älteren Angerufenen aufbauen.

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"Die Betrüger geben sich als Polizeibeamte, Unternehmensmitarbeiter oder Behördenvertreter aus, um ihre Opfer telefonisch zu täuschen und sensible Daten oder Geld zu erlangen. Besonders ältere Menschen werden durch geschickte Manipulationen massiv unter Druck gesetzt, sodass sie nicht selten ihr gesamtes Erspartes verlieren", so der Sprecher. Die am meisten angewandte Masche sei nach wie vor der sogenannte "Schockanruf", bei dem ein Unfall eines nahen Angehörigen vorgetäuscht wird, um anschließend eine Kaution für dessen Freilassung zu erwirken.

In den Diskussionen in den sozialen Netzwerken werden immer wieder auch konkrete Telefonnummern genannt, die wiederholt bei Betroffenen angerufen haben. Was zunächst wie eine heiße Spur aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen jedoch als von untergeordneter Bedeutung, denn zumeist, so erklärt der Sprecher der Polizei, sind diese Rufnummern "gespooft".

Schreckgespenst Callcenterbetrug - das empfiehlt die Polizei

"Beim sogenannten ‚Call-ID-Spoofing‘ täuschen die Täter mithilfe von Tools aus dem Internet seriöse Nummern wie die der Polizei oder des Providers vor, die dann auf dem Telefondisplay angezeigt werden". Es sei deshalb durchaus möglich, dass die Telefonnummer einer Person zugeordnet ist, die mit der Tat in keiner Verbindung steht.

Doch wie soll man reagieren, wenn man zum Ziel eines Schockanrufs wird? Die Polizei empfiehlt, bei Anrufen von unbekannten Nummern stets vorsichtig zu sein, keine persönlichen Daten preiszugeben und niemals Geld oder Wertgegenstände an Fremde zu übergeben. Im Zweifelsfall gilt: Sofort auflegen und selbstständig die Polizei unter 110 verständigen. Weitere Nachrichten aus Bamberg und Umgebung findest du in unserem Lokalressort.