Schritt für Schritt arbeitet die Gemeinde Bischberg sich in Sachen Wasserversorgung voran. In der vorherigen Sitzung hatte Hans-Jürgen Rost vom Wasserwirtschaftsamt Kronach den Bischbergern aufgezeigt, in welch begünstigter Situation sie sich mit dem Wasserpotenzial des Weipelsdorfer Waldes befinden. Dies vor dem Hintergrund, dass unsicher ist, wie es sich mit der bereits einige Male verlängerten wasserrechtlichen Genehmigung für die drei bestehenden Brunnen in der Nähe des Bischberger Ortsrandes nach dem Jahr 2017 verhält, wenn sie ausläuft.

Rost hatte nahegelegt, die Nutzung der Brunnen im Weipelsdorfer Wald näher in Betracht zu ziehen. Diese Empfehlung mündete nun in einem Vortrag von Fachleuten des Geo Teams Bayreuth. Nach ausgiebiger Diskussion hat das Gremium Nägel mit Köpfen gemacht und die Aufplanung von Grundwassererschließungsmaßnahmen im Weipelsdorfer Wald in Auftrag gegeben.

Bekanntlich, so wurde in der von Erstem Bürgermeister Johann Pfister (BI) geleiteten Sitzung einmal mehr rekapituliert, erfolgten im Weipelsdorfer Wald im Jahr 1985 diverse Probebohrungen mit insgesamt fünf Bohrpunkten. Am ergiebigsten war dabei mit einer Fördermenge von zwölf Litern pro Sekunde Brunnen Nummer 4, im Westen der Weipelsdorfer Ortsgrenze und am nähesten an diesem Gemeindeteil und im Wald gelegen.

Die anderen vier Probebrunnen befinden sich jeweils westlich davon.
Brunnen Nummer 4 soll nun 65 Meter tief gebohrt werden, das Wasser in einem Edelstahlrohr mit einem Durchmesser von 600 Millimeter hochgepumpt werden. Das heißt, es wird eine Pumpe benötigt, eine Steigleitung, ein Brunnenkopf. Es müssen Messstellen errichtet werden, Kamerabefahrungen sowie Pumpversuche stattfinden.

Bevor dieser Brunnen jedoch einmal der Gemeinde Wasser liefern darf, sind etliche Schritte noch vor der Erteilung der dafür nötigen (wasserrechtlichen) Erlaubnis erforderlich. Etwa ein bis zwei Jahre müssen an diesem Brunnen Vorarbeiten erfolgen, als Voraussetzung für die Beantragung des Verfahrens. Nach den Ausführungen Rosts in der vorherigen Sitzung ist man jedoch relativ optimistisch. Der Ausbau des Bohrpunktes Nummer 4 zum Brunnen mit all den vorgeschriebenen Maßnahmen, so rechneten die Referenten von Geo Team Bayreuth vor, wird rund 175 000 Euro kosten. Dafür wird auch eine beschränkte Ausschreibung erforderlich. Das Gremium beauftragte die Bayreuther Firma mit der Ausschreibung für Bohrung, Ausbau des Brunnens und der drei Grundwassermessstellen. Bei einer Gegenstimme.