Eine Abkürzung hatte am frühen Sonntagmorgen unangenehme Folgen für einen 26-jährigen Autofahrer im Kreis Bamberg. Der Fahrer eines Transporters wollte die Ortsverbindung zwischen Pommersfelden und Sambach nutzen. Dort stand die Straße jedoch wegen der lang anhaltenden Niederschläge rund 40 bis 50 Zentimeter unter Wasser. Dies berichten Zeugen vor Ort.

Diese Tatsache schien den Fahrer des Mercedes-Kleinbus allerdings nicht gestört zu haben. Er hoffte anscheinend, den Bereich trotzdem unbeschadet zu durchqueren. Jedoch misslang das nächtliche Vorhaben, den Weg abzukürzen. Der Kleinbus kam von der Straße ab und rutschte seitlich in den Straßengraben, wo er in Schräglage stehenblieb.

Aufmerksame Passanten entdeckten in der Nacht das Fahrzeug und alarmierten die Rettungskräfte. "Die Feuerwehr ist hier angefahren und hat eine Person auf dem Fahrersitz vorgefunden und aus dem Fahrzeug befreit.", berichtet Kreisbrandinspektor Friedrich Riemer.

Jedoch gab der 24-jährige Mann laut Angaben vor Ort an, nicht gefahren zu sein. Der eigentliche Autofahrer hätte vielmehr Hilfe holen wollen. Tatsächlich traf die Polizei unter der Adresse, die der Mann angegeben hatte, den 26-Jährigen an. Diese gab zu, den Kleinbus gefahren zu haben.

Die Polizeibeamten stellten Geruch nach alkoholischen Getränken fest. Ein Alkoholtest ergab 1,14 Promille. Blutentnahme und Sicherstellung des Führerscheines, sowie eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr sind die Folge. Der Pkw konnte vorerst nicht geborgen werden. Text: rowa/merzbach