Druckartikel: Bambergs Bauprojekte schreiten voran - doch es gibt Herausforderungen

Bambergs Bauprojekte schreiten voran - doch es gibt Herausforderungen


Autor: Redaktion

Bamberg, Dienstag, 18. August 2026

Die Stadt Bamberg informiert über sechs zentrale Bauprojekte. Herausforderungen bestehen durch Lieferengpässe und Fachkräftemangel.


Ob am Maxplatz, im Stadion, im Sandgebiet oder im Stadtteil Gaustadt: Die Stadt Bamberg saniert, baut und entwickelt derzeit an mehreren zentralen Standorten gleichzeitig. In der jüngsten Sitzung des Finanzsenats informierte die Stadtverwaltung über den aktuellen Stand von sechs großen Bauprojekten. Dabei wurde deutlich: Die Vorhaben schreiten voran, zugleich steigen die Anforderungen an eine fristgerechte Umsetzung geförderter Projekte.

Finanz- und Immobilienreferent Bertram Felix erklärt, wie sich die Rahmenbedingungen für das Bauen in den vergangenen Jahren spürbar verschärft haben. Gestörte Lieferketten, etwa infolge des Ukrainekriegs und internationaler Krisen, der zunehmende Fachkräftemangel und knappe Kapazitäten bei Planungsbüros wirken sich unmittelbar auf Bauabläufe aus. Gleichzeitig wird es für Kommunen deutlich schwieriger, bei Förderprogrammen Fristverlängerungen zu bekommen. Das stellt die Stadt gerade bei komplexen Vorhaben vor erhebliche Herausforderungen.

Die Stadt setze alle Hebel in Bewegung, um ihre Projekte, die häufig mit Bundesmitteln gefördert werden, konsequent voranzutreiben. Die Stadtverwaltung steht deshalb in engem Austausch mit den Fördermittelgebern, um die Umsetzung der Maßnahmen weiterhin abzusichern. "Wir müssen dabei aber auch mit Rahmenbedingungen umgehen, die wir selbst nicht beeinflussen können. Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir bei Planung, Vergabe und Umsetzung eng dranbleiben und jede Möglichkeit nutzen, um Zeitverluste so gering wie möglich zu halten", betont Felix.

Kirche, Kulturhaus, Stadion und Rathäuser

Zu den größten laufenden Maßnahmen zählt die Sanierung des Quartiers am Maxplatz mit einem Investitionsvolumen von aktuell rund 53 Millionen Euro. Derzeit werden die Entwurfsplanung und die vorbereitenden Untersuchungen abgeschlossen, der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen. Bei der Neugestaltung der Freianlagen an der ehemaligen Propstei St. Getreu, deren Kosten aktuell auf rund 2,5 Millionen Euro (7,3 Prozent unter dem ursprünglichen Budget) prognostiziert werden, befinden sich die Bauarbeiten in der Schlussphase; die Fertigstellung wird für das 3. Quartal angestrebt. Parallel arbeitet die Stadt an den Planungen für die Sanierung der St.-Getreu-Kirche und des Alten Rathauses. Für beide Baudenkmäler von nationaler Bedeutung laufen derzeit die Planungs- und Vergabeverfahren, damit die Voraussetzungen für die Bundesförderung fristgerecht erfüllt werden.

Auch bei den weiteren Großprojekten geht es voran: Die Nutzungsaufnahme des sanierten Umkleidetraktes des Fuchs-Park-Stadions ist bereits erfolgt. Für das Kulturhaus in der Oberen Sandstraße liegt inzwischen die Entwurfs- und Genehmigungsplanung vor. Die Baugenehmigung für das rund 14,7 Millionen Euro umfassende Projekt wurde zwischenzeitlich erteilt. Im Sportpark Gaustadt haben die Bauarbeiten Anfang August begonnen. Die Fertigstellung wird nach aktuellem Stand im Frühjahr 2027 angestrebt.

Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung.