Bamberg
Verrückte Wette

48 Stunden im Fässla: Bamberger feiert Corona-Lockerungen - und verbringt 2 Tage in Kneipe

Der Bamberger Herbert Hellmuth ist eine verrückte Wette eingegangen. Wenn die Corona-Regeln gelockert werden, habe er versprochen, zwei Tage am Stück im Fässla zu verbringen, erzählt er inFranken.de
Herbert Hellmuth aus Bamberg bleibt 48 Stunden im Fässla. Foto: Brauerei Fässla
+1 Bild
}
  • Bamberger verbringt 48 Stunden am Stück in seiner Stammkneipe
  • Hintergrund ist eine verrückte Wette während der Corona-Beschränkungen
  • Zwei Tage im Fässla: Hobby-Bergsteiger will dort auch "Home-Office" machen 
  • "Habe ich vermisst": Bamberger erklärt seine Motivation für besonderen Kneipen-"Marathon"

Eine Wunschvorstellung vieler Kneipenfans: 48 Stunden in der Stammkneipe verbringen. Diesen Traum wird Herbert Hellmuth von Donnerstag (7. April 2022), 12 Uhr, bis Samstag (9. April), 12 Uhr, im Bamberger Fässla leben. Das hat er am Mittwochmorgen (6. April 2022) über Facebook angekündigt.

"Fässla-Marathon" dauert 48 Stunden: Herbert Hellmuth übernachtet in Bamberger Kneipe

Der Hobby-Bergsteiger kehre nach seinen Touren immer wieder gerne in seine Heimatstadt Bamberg zurück, denn die Stadt, die Bier- und Brauereikultur lägen ihm sehr am HerzenWährend der Corona-Beschränkungen hätten sich viele seiner Kontakte auf Whatsapp und Facebook konzentriert: "Daraus ist der Spruch, den ich irgendwann mal im Fässla gesagt habe, entstanden: 'Wenn das alles mal vorbei ist, dann gehe ich zwei Tage nicht mehr heim!'", erklärt Hellmuth im Gespräch mit inFranken.de.

Wettschulden sind bekanntlich Ehrenschulden. Daher will Herbert Hellmuth nun seine Wette einlösen und macht daraus den "Fässla-Bamberg-Marathon". "Ich gehe zwei Tage lang ins Fässla und will dort einfach Freunde treffen." Viel ambitionierter seien die Pläne auch nicht. Er habe keine großen Erwartungen an die beiden Tage, sondern lasse sie einfach auf sich zukommen, um mit den Leuten zu reden oder "am Stammtisch auch mal was Dummes sagen zu dürfen, ohne gleich schief angeschaut zu werden". Das einzige, das Herbert Hellmuth gerade plane, sei die richtige Balance zwischen alkoholfreiem Radler und "vielleicht doch einmal einem Bier". 

Auch mit den Fässla-Wirten sei die ganze Aktion bereits arrangiert. Sie seien Freunde des Bergsteigers: "Ich stehe mit ihnen in Kontakt und die Übernachtung ist geklärt." Wenn der Wirt um 23 Uhr schließt, kann Herbert Hellmuth nach oben gehen und schlafen. "Das gehört jetzt einfach dazu, dass ich dort bleibe." Höchstens für seine morgendliche Sporteinheit oder "mal ein Eis" wolle er die Kneipe verlassen. "Wenn der Wirt um 9 Uhr aufsperrt, muss ich natürlich drin sein", scherzt Herbert Hellmuth im Interview mit inFranken.de. Auch seinen Laptop werde er wohl mitnehmen, um ein wenig Home-Office zu erledigen. 

"Herzhafter Bamberger" vermisst geselliges Beisammensein - Fässla-Aktion schlägt Riesenwellen

Die Sandkirchweih sei für den Bamberger normalerweise immer eines der Highlights des Jahres gewesen. Dort habe er sich stets mit Freunden und Bekannten getroffen, die er sonst über das Jahr nicht sehen konnte. "Das habe ich ein bisschen vermisst in den letzten Jahren." So kam ihm am Mittwochmorgen beim Joggen die Idee, spontan den Fässla-Marathon zu veranstalten.

"Das Wetter am Wochenende soll nicht so gut werden und ich hab ein bisschen Zeit." Mehr Begründung brauchte es für Herbert Hellmuth nicht, um sich auf das Datum festzulegen. Der selbsternannte "herzhafte Bamberger" hatte mit den vielen Reaktionen nicht wirklich gerechnet, nachdem er seinen Post veröffentlicht hat, sagt er. Unzählige Nachrichten hätten ihn erreicht, teils von Bekannten, die er länger nicht mehr gesprochen habe.

"Innerhalb von zwei Stunden hat das Ganze in Bamberg Wellen geschlagen", berichtet Herbert Hellmuth. "Das ist einfach die nächste verrückte Sache." Der Bamberger hat in der Vergangenheit bereits als erster Oberfranke unter anderem auf dem Mount Everest gestanden. Der Fässla-Marathon hingegen "ist keine große körperliche Leistung. Da geht's einfach darum, persönliche Kontakte wiederaufleben zu lassen."