In Bamberg werden die Fassaden der Abteikirche St. Michael saniert. Die Regierung Oberfranken stellt für das Projekt Fördermittel in Höhe von 6,7 Millionen Euro in Aussicht.
Noch im Dezember gab es gute Neuigkeiten aus Bayreuth: Die Regierung von Oberfranken hatte für die Sanierung der Fassaden der Abteikirche St. Michael Städtebaufördermittel in Höhe von 6,7 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Diese wurden nun in einer ersten Rate einen Betrag in Höhe von 2.317.500 Euro bewilligt, so die Stadt Bamberg in einer Pressemitteilung.
Die dadurch möglich gewordene Fassadensanierung trage "maßgeblich zum Fortbestand des weithin sichtbaren, stadtbildprägenden Ensembles der ehemaligen Benediktinerabtei mit der Kirche St. Michael bei". Es stelle eines der wichtigsten identitätsstiftenden Denkmäler im Bamberger UNESCO-Welterbe dar und befinde sich im Eigentum der Bürgerspitalstiftung Bamberg. Die gesamte Klosteranlage sei Teil des Sanierungsgebietes „St. Getreu-Straße“.
"Nach erfolgreich abgeschlossener statischer Instandsetzung der Kirche konnte bereits im vergangenen Jahr mit den Natursteinarbeiten an den Turmfassaden der ehemaligen Abteikirche St. Michael begonnen werden. Die Fertigstellung aller herausfordernden Handwerksarbeiten an den Fassaden ist bis Ende 2023 vorgesehen. Dazu gehören Arbeiten am Natursteinmauerwerk, dem Fassadenschmuck, Fenstern sowie an Putz und Fassung."
Aufgrund des großen Sanierungsstaus, vor allem im letzten Jahrhundert, würden seit 2009 Sanierungsmaßnahmen in einer Vielzahl von Bauabschnitten in der ehemaligen Benediktinerabtei St. Michael durchgeführt. Die Gesamtkosten für diese bereits abgeschlossenen und noch bis 2030 vorgesehenen Maßnahmen an der Klosteranlage beliefen sich auf ca. 80.000.000 Euro. Ermöglicht würden diese Instandsetzungen durch eine finanzielle Beteiligung des Bundes, gefolgt vom Entschädigungsfonds Bayern sowie der Oberfrankenstiftung.
Neben der Stadt Bamberg fördere auch die Stiftung Weltkulturerbe Bamberg diese Gesamtinstandsetzung. Mit der Sanierung der Raumschale sowie der gesamten Ausstattung beginne in den kommenden Wochen auch die "lang ersehnte Restaurierung des Kircheninnenraums".
Man würde sich mehr freuen, wenn sich unsere Stadtväter und Stadtmütter mal für Schulsanierungen und Schulneubauten so ins Zeug legen würden, anstatt den städtischen Luxustempel am Michelsberg zu „vergolden“. Davon hat fast keiner was, außer das städtische Immobilienmanagement, die dort residieren.
Hier handelt es sich ja wohl kaum um eine Entweder-Oder-Entscheidung. Es kann nicht sein, dass zum Erhalt der Schulen unser kulturelles Erbe dem Verfall preisgegeben wird. Hier muss selbstverständlich beides gewährleistet werden.