Bamberger Volkspark: Aktuelles zu Sanierung und Bürgerbeteiligung

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Der Bamberger Volkspark wird umfassend saniert. Bürgerideen fließen in die Planung ein. Wie geht es weiter?

Ein Ort der Begegnung, ein Raum des Miteinanders – das ist der Volkspark im Bamberger Osten. Für viele Menschen in der Stadt ist er als Platz für Freizeit und Naherholung besonders wertvoll. In dieser Funktion wird er gerade zu seinem 100. Geburtstag gestärkt und weiter aufgewertet. Die Sanierung der Sportanlagen im Fuchs-Park-Stadion schreitet planmäßig voran.

Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für die umfassende Erneuerung des rund 20 Hektar großen Volksparks. Bis Ende 2026 sollen erste Gesamtentwürfe für die Generalsanierung vorliegen. Darin einbezogen werden auch die Anregungen aus der Stadtgesellschaft, die nach einem Aufruf im Sommer zahlreich eingetroffen sind und verdeutlichen, dass der Volkspark den Bambergerinnen und Bambergern am Herzen liegt.

"Der Volkspark ist 100 Jahre alt – und wir wollen gemeinsam dafür sorgen, dass er auch in Zukunft ein Ort für Sport, Bewegung, Begegnung und Erholung bleibt", sagt Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier. "Dass die Sanierung des Stadions sichtbar vorankommt und gleichzeitig die Planungen für den gesamten Volkspark Fahrt aufnehmen, ist ein wichtiges Signal. Besonders freue ich mich über die große Beteiligung der Bambergerinnen und Bamberger. Ihre Ideen und Wünsche sind ein wichtiger Baustein für das nächste Kapitel in der Geschichte des Volksparks."

Bürgerschaft gestaltet mit

Bei der Generalsanierung des gesamten Volksparks ist die Beteiligung der Stadtgesellschaft zentraler Bestandteil des Planungsprozesses. Im Jubiläumsjahr "100 Jahre Bamberger Volkspark" konnten sich Bürgerinnen und Bürger über Informationsstelen, eine Jubiläumsbroschüre und eine Stelen-Rallye mit der Geschichte des Volksparks auseinandersetzen und eigene Wünsche und Anregungen für seine Zukunft einbringen.

Ergänzt wurde das Angebot durch Informationsveranstaltungen und Führungen. Die Resonanz auf die Beteiligung war groß. Insgesamt gingen alleine über die Quiz-Fragebögen 80 Rückmeldungen ein. Darüber hinaus gab es etliche weitere schriftliche Anregungen.

Deutlich wurde dabei, dass der Volkspark vor allem für sportliche Aktivitäten genutzt wird und der Wunsch nach Modernisierung und Ergänzung der Sportanlagen im Vordergrund steht. Wichtig ist vielen aber auch die Sicherung des Volksparks als Natur- und Naherholungsraum.

"Die Antworten machen deutlich: Der Volkspark wird als Ort für Bewegung ebenso geschätzt wie für Ruhe und Erholung", bilanziert Baureferentin Annegret Michler. In den offenen Rückmeldungen stehen ein attraktiver Spielplatz, möglichst mit Wasserspielmöglichkeiten, der Erhalt und die Ergänzung schattenspendender Bäume sowie mehr gepflegte Sitzgelegenheiten besonders im Vordergrund.

Auch eine Skateanlage, ein Café oder Kiosk und zusätzliche Treffpunkte werden mehrfach genannt. Weitere Anregungen betreffen die Aufwertung der Wege, öffentliche Toiletten und die Neugestaltung des "Roten Platzes" als Teil des Parks. Für den Bereich am Turnerdenkmal ist die Begegnung ein wichtiges Zukunftsthema.

So geht es weiter

Die gesammelten Ergebnisse werden nun den beauftragten Landschaftsarchitekten als Grundlage für die vertiefende Planung übergeben. Dabei wird geprüft, wie sich die Wünsche räumlich, gestalterisch und finanziell umsetzen lassen. "Auch im weiteren Planungsprozess bleibt die Bürgerschaft einbezogen", erklärt Baureferentin Annegret Michler.

Für die Generalsanierung des Volksparks sollen bis Ende 2026 erste Gesamtentwürfe vorliegen. Eine Vorstellung im Stadtrat ist für Anfang 2027 vorgesehen. Dabei gilt es, unterschiedliche Anforderungen und Interessen zusammenzuführen: die Bedürfnisse der Sportvereine und weiterer Nutzerinnen und Nutzer, die Wünsche der Anwohnerinnen und Anwohner, die Vorgaben der Fördermittelgeber sowie die Belange von Denkmalschutz, Umwelt und Stadtplanung.

Ziel ist ein zukunftsfähiger Volkspark, der seine historische Bedeutung bewahrt und zugleich neue Qualitäten für Sport, Freizeit, Begegnung und Erholung gewinnt.

Stadion weit fortgeschritten

Indessen ist die Sanierung des Stadiongebäudes im Fuchs-Park-Stadion zu 95 Prozent abgeschlossen. Die Nutzungsfreigabe wurde bereits im Juli 2026 erteilt. Aktuell laufen noch einzelne Restarbeiten. Zudem wird das Geländer an der Haupttribüne erneuert.

Auch die Sanierung der Flutlichtanlage ist zu rund 95 Prozent abgeschlossen. Derzeit wird unter anderem die Beleuchtungssteuerung programmiert, der Kabelgraben verfüllt und die Montage der kleinen Mastleuchten am Marathontor abgeschlossen.

Nach der anschließenden Abnahme durch einen Sachverständigen soll die Flutlichtanlage noch im Oktober 2026 für den Spiel- und Trainingsbetrieb freigegeben werden.

Laufbahn und Rasenspielfeld: Baubeginn für 2027 vorgesehen

Auch bei der Sanierung der Laufbahn, der Sektoren und des Rasenspielfeldes liegen die Planungen im vorgesehenen Zeitrahmen. Bis zum Spätherbst 2026 soll ein mit Kosten hinterlegtes Planungskonzept fertiggestellt werden. Dabei erfolgt eine enge Abstimmung mit den Vereinen, die das Stadion nutzen.

Der Beginn der Bauarbeiten ist unmittelbar nach den Bundesjugendspielen und dem Abschluss der laufenden Bayernliga-Saison im Juli 2027 vorgesehen. Die Arbeiten sollen bis zum Frühjahr 2028 abgeschlossen werden.

Jugendstadion als Ausweichspielstätte

Während der Sanierung des Fuchs-Park-Stadions soll das Jugendstadion im Volkspark als Ausweichspielstätte genutzt werden. Dafür ist eine Instandsetzung der dortigen Tribüne erforderlich. Die Maßnahme ist Bestandteil des bereits beschlossenen Gesamtkonzepts zur Generalsanierung des Volksparks. Die Planungen laufen, die Fertigstellung der Tribüne ist bis Ende Juni 2027 vorgesehen.

Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung. 

Vorschaubild: © Stadt Bamberg, Ronald Rinklef