Bamberg prämiert kreative Initiativen für Klimaschutz - die Projekte

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Zehn Projekte in Bamberg erhalten den Kleinprojektpreis für Klimaschutz.

Wie bereits 2024 haben auch für das Jahr 2025 zehn Initiativen in Bamberg einen Kleinprojektpreis in Höhe von 1.000 Euro erhalten. Ausgezeichnet werden Projekte, die in besonderer Weise zum Klimaschutz beitragen, Treibhausgasemissionen mindern und das nachhaltige Handeln im Alltag stärken.

Zweiter Bürgermeister und Umweltreferent Jonas Glüsenkamp betonte bei der Preisübergabe: "Die prämierten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und kreativ Klimaschutz in unserer Stadt gelebt wird. Dieses Engagement verdient Anerkennung und Sichtbarkeit."

Folgende Initiativen wurden prämiert:

  • Chapeau Claque – Theaterstück "Professor Kleinstein und der Rußdrache": Mit dem mobilen Theaterstück sensibilisiert der Verein Kinder im Elementarbereich spielerisch für Klimaschutz und nachhaltiges Handeln. Die fantasievolle Geschichte verbindet kulturelle Bildung mit Umweltbewusstsein und vermittelt alltagsnahe Lösungen wie Müllvermeidung und Energiesparen.
  • Dientzenhofer-Gymnasium Bamberg – Zukunftsfähiger Umgang mit Wasser: Schülerinnen und Schüler engagieren sich mit Sammelaktionen, Ausstellungen und Second-Hand-Basaren für Abfallvermeidung, Wasserschutz und nachhaltigen Konsum. Das Projekt zeigt praxisnah, wie Klimaschutz im Schulalltag konkret umgesetzt werden kann.
  • Diözesanmuseum Bamberg – Sonderausstellung "Krise. Kunst. Kirche. Kontinente – Visionen von Laudato si’": Die Ausstellung verband Kunst, globale Umweltverantwortung und spirituelle Nachhaltigkeit. Werke aus sechs Kontinenten machten ökologische Krisen künstlerisch erfahrbar und luden Besucherinnen und Besucher ein, sich aktiv mit Fragen der Schöpfungsverantwortung auseinanderzusetzen.
  • Lebenshilfe Bamberg – Natur-Schutz-Gruppe: Die inklusive Naturschutzgruppe ermöglicht Menschen mit Behinderung aktive Teilhabe am Umwelt- und Artenschutz. Durch Biotoppflege, Nisthilfenbau und Unterstützung lokaler Projekte verbindet sie Biodiversitätsschutz mit sozialer Inklusion.
  • Jugendamt der Erzdiözese Bamberg – WELTfairÄNDERN Bamberg: Mit einem mobilen Lernort bringt das Projekt Bildung für nachhaltige Entwicklung direkt an Schulen. Interaktive Workshops zu Klimawandel, Konsum und globaler Gerechtigkeit stärken Wissen, Selbstwirksamkeit und Verantwortungsbewusstsein junger Menschen.
  • Fahrradschuppen Südwest Bamberg: Die offene Mitmachwerkstatt im Babenberger Viertel unterstützt Bürgerinnen und Bürger dabei, ihre Fahrräder selbst zu reparieren. Durch gemeinsames Schrauben werden Ressourcen geschont, klimafreundliche Mobilität gefördert und nachbarschaftlicher Zusammenhalt gestärkt.
  • Diakonieverein Bamberg e. V. – Männerschuppen Bamberg: Unter dem Motto "Reparieren statt Wegwerfen" werden defekte Alltagsgegenstände gemeinschaftlich instandgesetzt. Das Projekt stärkt eine Kultur der Kreislaufwirtschaft, vermeidet Emissionen und fördert zugleich soziale Begegnung im Stadtteil.
  • Initiative "Bienen-leben-in-Bamberg.de" – Bienen-InfoWabe: Der außerschulische Lernort im Erba-Park verbindet Umweltbildung mit aktivem Artenschutz. Mit Workshops, Führungen und bienenfreundlicher Gestaltung leistet die Initiative seit Jahren einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität und Klimafolgenanpassung in der Stadt.
  • ADFC Bamberg – Kidical Mass: Die familienfreundliche Fahrraddemonstration setzt ein deutliches Zeichen für sichere und kindgerechte Radinfrastruktur. Sie stärkt die Radkultur in Bamberg und wirbt öffentlichkeitswirksam für eine klimafreundliche Verkehrswende.
  • SamenPunk Markt: Das Saatgutfestival fördert den Erhalt samenfester Sorten und stärkt regionale, ökologische Gartenkultur. Durch den Markt wird Biodiversität geschützt und nachhaltige Ernährung unterstützt.

Im Zuge der Preisverleihung wurden die Urkunden und Preischecks persönlich überreicht. Die ausgezeichneten Projekte machen deutlich: Klimaschutz beginnt vor Ort – mit Kreativität, Engagement und der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Zwar ist die Bundesförderung des Projekts "MitMachKlima" Ende 2025 ausgelaufen, doch die Idee lebt weiter: Die Stadt Bamberg möchte weiterhin auf die Stärkung zivilgesellschaftlicher Initiativen setzen, die Nachhaltigkeit konkret vor Ort angehen.

Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung. 

Vorschaubild: © Stadt Bamberg, Sonja Seufferth