Am Montag (2. Februar 2026) kommt es in Bamberg zu einem ganztägigen Warnstreik im ÖPNV. Die Stadtwerke richten deshalb einen Notfahrplan ein.
Jetzt bekommen auch die Bamberger Busfahrgäste den Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder zu spüren: Für Montag (2. Februar 2026) hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ihre Mitglieder im Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Bamberg zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Die Busse müssen in den Depots bleiben, es finden keine regulären Fahrten statt. Die Stadtwerke richten jedoch zwischen 6 und 20 Uhr einen Notfahrplan ein, der auf dem Weg der Linien 935, 936, 937 und 938 basiert. Die Schulbusse der Fa. Basel fahren regulär.
Für den Notfahrplan haben die Stadtwerke ein privates Busunternehmen beauftragt. Damit wollen sie ihren Kunden zumindest ein kleines ÖPNV-Angebot machen. Am Montag werden zwischen 6 Uhr (erste Abfahrt ab ZOB) und 20 Uhr (letzte Abfahrt ab ZOB) Busse im Stundentakt auf den Strecken der Linien 935, 936, 937 und 938 fahren. Auf der Linie 936 können die Haltestellen "Gönnerstraße" und "Marienplatz" stadteinwärts jedoch nicht bedient werden. Die Fahrpläne sind auf der Webseite der Stadtwerke Bamberg unter www.stadtwerke-bamberg.de/bus abzurufen.
Aufgrund der Kurzfristigkeit sind die Notfahrten leider nicht in der digitalen Fahrplanauskunft zu finden.
Weil nur wenige Busse unterwegs sein werden, gehen die Stadtwerke von einer sehr hohen Auslastung der Fahrzeuge aus. Die Schulbusse der Firma Basel fahren am Montag in vollem Umfang und nach dem regulären Fahrplan.
Auch Strom, Gas, Wasser und Fernwärme fließen gewohnt sicher. Der Stadtwerke-Kundenservice ist regulär erreichbar. Auch das Bambados ist am Montag regulär zwischen 6.30 und 22 Uhr geöffnet, die Bambados-Sauna öffnet um 10 Uhr.
Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung.
Vorschaubild: © Ralf Welz/inFranken.de
Streiken ist ein Grundrecht und das ist natürlich o.k, der Zeitpunkt ist halt etwas unglücklich gewählt, der Bus ist ja letzte Woche schon einige Tage witterungsbedingt ausgefallen, von daher hätte ich mit einen anderen etwas späteren Tag gewünscht.
Und die Gewerkschaften haben vergessen wen sie eigentlich vertreten sollten, nämlich auch die die auf den OPNV angewiesen sind, wenn auch die Preise längst nicht mehr stimmen. Aber für die Verbindungen vom ANKER in die Innenstadt gibt es bestimmt einen kostenlosen Notdienst, denn die Leute müssen ja zur „Arbeit“, auch wenn dafür keine Steuern eingenommen werden sondern nur Kosten anfallen.
"Und die Gewerkschaften haben vergessen wen sie eigentlich vertreten sollten, nämlich auch die die auf den OPNV angewiesen sind ..."
Wenn diese organisiert sind, ja. Sonst nicht.
"Aber für die Verbindungen vom ANKER in die Innenstadt gibt es bestimmt einen kostenlosen Notdienst"
Das stimmt nicht. Sie fantasieren.
Bus funktioniert normalerweise schon; da hinkt der Vergleich mit der Bahn AG und deren Zügen.
Die Busfahrer wollen halt über Verdi bessere Bedingungen und die Oberkrux ist zusätzlich, dass es viele Zuwanderer braucht, damit die Busse der Stadtwerke überhaupt fahren. Busfahrer ist kein Job mehr für aufstrebende Menschen im Lande, zu wenig Lohn für zu viel Arbeitsstunden, die die Work-Life-Ballance durcheinander wirbeln könnten. Leider gibt es an den Universitäten keinen Bachelor für Berufskraftfahrer - denn das wär doch das perfekte Lockmittel: 5 oder max. 6 Semester (Silvester) büffeln und danach ab zu den Stadtwerken für schlappe 8000 EUR brutto.
Das ist schon richtig, dass Verdi für Verbesserungen ihrer Mitglieder den Hut in den Ring wirft. Die verdienen wenig und haben ne sehr große Verantwortung, dazu das fehlende Personal - bassd scho.
soo niedrig sind die Entgelte der Busfahrer bei den Stadtwerken seit ein paar Jahren nicht mehr 😉 Habe da ein paar im Bekanntenkreis.
Wenn man bedenkt, dass man weder was gelernt noch studiert haben muss.
Die größte Investition ist der teuere "Busschein"!