Die langjährige Vorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen in Bamberg (SkF) ist verstorben. Der Erzbischof Ludwig Schick trauert um Luise Zenk (CSU), die nicht nur ehrenamtlich aktiv war, sondern neben der großen Ehrennadel auch bereits vom Papst als Dame des Silvesterordens ausgezeichnet wurde.

In unterschiedlichen Funktionen habe sie kraftvoll und überzeugend eine umfangreiche und professionelle Hilfe für Frauen, Kinder, Jugendliche, Familien und Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen geleistet, schreibt Schick in einem Kondolenzbrief an die Angehörigen. Auch in verschiedenen Gremien und Verbänden, im Diözesanrat, im Frauenbund, bei der Caritas und in ihrer Heimatpfarrei St. Martin Bamberg habe sie sich ehrenamtlich engagiert.

„Ihr Wohlwollen und ihre Bescheidenheit waren stets wohltuend. Ihr großer Einsatz für das Wohl der Menschen war inspiriert von ihrem christlichen Glauben und ihrer Zugehörigkeit zur Kirche“, so Schick weiter, der sich gerne an die vielen Begegnungen und Gespräche in den letzten 19 Jahren erinnere.

Luise Zenk wurde am 29. März 1933 geboren. Seit 1975 hat sie mit großem Engagement und professionellem Wissen, Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen die Geschicke des SkF mitgestaltet. Sie war nicht nur Vorsitzende des Bamberger SkF-Verbandes, sondern von 1985 bis 2000 auch Mitglied im Bundesvorstand. 1995 erhielt sie die große Ehrennadel, die höchste Ehrung des SkF.

2011 verlieh Papst Benedikt XVI. ihr die Auszeichnung Dame des Silvesterordens. Viele Jahre engagierte sie sich zudem kommunalpolitisch in ihrer Heimatstadt Bamberg: Von 1978 bis 2002 saß sie im Stadtrat und war von 1980 bis zu ihrem Ausscheiden stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CSU. Luise Zenk starb am 9. September 2021 im Alter von 88 Jahren.