• Bamberg: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf unter 35
  • Stadt Bamberg aktuell mit niedrigster Inzidenz in ganz Franken 
  • Aktuell 68 Corona-Infizierte im Stadtgebiet 
  • Weitreichende Lockerungen in Aussicht: Landratsamt äußert sich

Die Stadt Bamberg verzeichnet derzeit die niedrigste 7-Tage-Inzidenz in ganz Franken - und unterschreitet am Donnerstag den entscheidenden Wert von 35. Damit könnte es bald zu weitreichenden Lockerungen im Stadtgebiet kommen. So bräuchten Kunden und Kundinnen unter anderem in der Gastronomie  und Fitnessstudios keinen Nachweis über den Impfschutz oder einen tagesaktuellen Test mehr. inFranken.de hat mit dem Landratsamt über die Hintergründe zu den positiven Entwicklungen gesprochen. 

Bambergs Corona-Zahlen überraschen: Einziger grüner Punkt auf Franken-Karte

Die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts für Bamberg sind bei einem Blick auf die Corona-Karte überraschend. Die Stadt ist derzeit der einzige grüne Fleck inmitten mehrheitlich roter Gebiete. Am Donnerstag meldet das RKI für Bamberg eine Sieben-Tage-Inzidenz von 33,9 - das ist derzeit der niedrigste Wert in ganz Franken. 

Vor einer Woche, am 30. September 2021, kratzte die Inzidenz noch an der 50er-Marke - sie lag bei 47,1. Innerhalb weniger Tage sanken die Zahlen deutlich, nach dem Wochenende meldete das Landratsamt Bamberg für das Stadtgebiet eine Inzidenz von 39,1. 

Doch wider den üblichen Nachmeldungen kam es im Anschluss auch nicht zu einem erneuten Anstieg. Im Gegenteil: Während in anderen fränkischen Städten wie etwa in Nürnberg sogar Inzidenzen jenseits der 140 registriert werden, scheint die Verbreitung des Virus in Bamberg gut unter Kontrolle. 

Warum sind die Corona-Zahlen in Bamberg so niedrig? Sprecher äußert sich

Gleichzeitig ist man auch von einer Überlastung der Krankenhäuser in Bamberg weit entfernt. Derzeit, so die Zahlen des deutschen Intensivregisters, wird in der Stadt Bamberg nur eine Person wegen einer Covid-Infektion auf der Intensivstation behandelt. Insgesamt haben in Stadt und Landkreis Bamberg mittlerweile 132.772 Menschen eine Impfung erhalten. 

Dass die niedrigen Corona-Zahlen an vermehrten Impfungen liegen könnten, kann Landratsamtssprecher Frank Förtsch jedoch auch nicht bestätigen. "Die Zahlen sind nicht in kurzer Zeit stark gesunken, sondern kontinuierlich zurückgegangen", bewertet Förtsch gegenüber inFranken.de die aktuelle Situation. 

Woran das liege, dass sich gerade die Stadt Bamberg so gut entwickle, hinterlässt allerdings auch ihn etwas ratlos. "Es gibt keine bestimmten Gründe", sagt der Sprecher. Man habe auch nicht deutlich weniger Gruppeninfektionen registriert, Auffälligkeiten bei den Meldungen ans Gesundheitsamt: Fehlanzeige. 

Landkreis Bamberg: Ausbruch in Pflegeheim - 44 Menschen infiziert, einer verstorben

Auch der Landkreis Bamberg kann einen erfreulichen Trend bei den Corona-Zahlen vermelden. Derzeit liegt die dortige Inzidenz bei 42,7. Das ist zwar höher als im Stadtgebiet, doch auch hier sind die Zahlen im Verlauf der vergangenen sieben Tage deutlich zurückgegangen.

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Und der Wert wäre vermutlich schon niedriger, wenn nicht ein Ausbruch in einem Pflegeheim noch immer neue Fälle ans Tageslicht brächte. "Bei der dritten Reihentestung in einem Pflegeheim im Landkreis Bamberg wurden elf weitere Infektionen nachgewiesen. Damit steigt die Zahl der Infektionen in dieser Einrichtung auf 44.  Betroffen sind nun 28 Bewohner und 16 Mitarbeitende", teilt das Landratsamt am Donnerstag mit. 

Vor knapp zwei Wochen war hier das Virus ausgebrochen. Am Dienstag (05. Oktober 2021)  hatte das Landratsamt bereits informiert, dass sich zu diesem Zeitpunkt drei der Infizierten im Krankenhaus befanden. Eine Person war bereits am Wochenende verstorben

3G-Regel in Bamberg könnte bald fallen: Das sind die Voraussetzungen

Im Stadtgebiet könnten indes schon in wenigen Tagen weitreichende Lockerungen im Freizeitbereich anstehen. Liegt die Inzidenz nämlich an drei aufeinanderfolgenden Tagen unter der Marke von 35, dann fällt an vielen Orten die 3G-Vorschrift. 

So haben derzeit bei Veranstaltungen bis zu 1000 Menschen, in Fitnessstudios, Innenräumen von Bars und Restaurants, Museen und Bädern nur Personen mit doppeltem Impfschutz, Genesene oder einem tagesaktuellen Corona-Schnelltest Zugang. Diese Regelung fällt bei Unterschreiten der Marke weg. 

Weil diese Lockerungen immer ab dem übernächsten Tag eintreten, so der Sprecher des Landratsamts, "würde das ab Montag gelten". Für viele Impfskeptische wohl nicht zum schlechtesten Zeitpunkt: Denn ab Montag finanziert der Staat auch nicht mehr die bisher kostenlosen Corona-Tests. Und das könnte ganz schön teuer werden. 

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