• Stadt und Landkreis Bamberg: Schulbeginn ist am Dienstag (14. September 2021)
  • Corona-Einschränkungen: Masken- und Testpflicht für Kinder
  • Gibt es überfüllte Schulbusse? Unternehmen Basel gibt Einschätzung ab

Der Schulbeginn in Bayern naht, die Konzepte für Bamberg stehen. Für Eltern und Schüler*innen gelten einige Regeln. Das berichtet die Stadt Bamberg

In Bamberg beginnt Schule am Dienstag: Masken- und Testpflicht gelten weiterhin

"Oberstes Ziel für das Schuljahr 2021/2022 ist Präsenzunterricht in allen Schulen bei gleichzeitig hohem Sicherheitsstandard", erklärt die Stadt Bamberg. In der Sitzung der "Koordinierungsgruppe Corona", die speziell für Stadt und Landkreis Bamberg  eingerichtet wurde, war genau das Thema.

Für den Unterricht gelten laut Kultusministerium folgende Regeln:

  • Medizinische Maskenpflicht: Diese findet unabhängig von der Inzidenz bis mindestens 1. Oktober 2021 statt und soll vor allem zum Schuljahresbeginn das Risiko durch Reiserückkehrer*innen mindern. Bis zur Jahrgangsstufe 4 dürfen auch Stoffmasken (auch Community- oder Alltagsmasken) verwendet werden. Laut Kultusministerium gilt die Maskenpflicht auch am Sitzplatz, außer, der Abstand von 1,5 Metern kann zuverlässig eingehalten werden. 
  • Corona-Tests: Diese werden ausgeweitet. An Grundschulen und Förderschulen mit den Schwerpunkten geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung sowie Sehen wird zweimal pro Woche ein PCR-Pool-Test (auch Lollitest) durchgeführt. Bis zur Verfügbarkeit der Lollitests wird dreimal pro Woche ein Selbsttest angewandt. An weiterführenden Schulen bleiben drei Selbsttests pro Woche verpflichtend. Die Testkits werden von den Schulen gestellt, privat mitgebrachte sind dabei nicht erlaubt, erklärt das Kultusministerium. "Die Schülertests bleiben aber selbstverständlich kostenlos, das gilt für alle Schülerinnen und Schüler", erklärt Anna Lienhart, Pressesprecherin der Stadt Bamberg. Geimpfte und genesene Schüler*innen sind von der Testpflicht befreit, sofern keine Symptome bestehen. 
  • Empfehlung für Tests vor Schulbeginn: Der bayerische Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo bittet Eltern und Erziehungsberechtigte, ihre Kinder in der letzten Ferienwoche freiwillig testen zu lassen. 
  • Quarantäne: Nicht mehr alle Kinder einer Klasse müssen bei einem Infektionsfall zwangsläufig in Quarantäne. Das geht aus einem  neuen Beschluss der Gesundheitsminister aller Länder hervor. Die letztendliche Entscheidung obliegt aber dem Gesundheitsamt
  • Handynutzung und Corona-Warn-App: Handys dürfen laut Kultusministerium während des Unterrichts angeschaltet bleiben, um die Corona-Warn-App mitlaufen zu lassen. Allerdings müssen diese stumm geschaltet und in der Schultasche bleiben

Bus, Schulweg und Corona: Kann man überfüllte Schulbusse vermeiden?

Die Infektionslage auf dem Schulweg ist nicht ganz ungefährlich. Vor allem zu Stoßzeiten sind die Busse oft voll. Das Kultusministerium schreibt dazu: "Die Organisation des Schülerverkehrs erfolgt vor Ort unter Berücksichtigung der örtlichen Begebenheiten in enger Abstimmung der jeweiligen Aufgabenträger und der Schulen." 

Das Busunternehmen Basel organisiert seit Jahren Teile des Schulbusverkehrs im Raum Bamberg. Horst Weyrauther ist Disponent und koordiniert die Beförderung der Schüler*innen bei der Firma. "Momentaner Stand ist, dass die Schulbusse befüllt werden. Mit medizinischer Maskenpflicht natürlich", erklärt er inFranken.de. Es würden auch keine Plätze für den Infektionsschutz freigehalten. "Da wird das volle Kontingent aufgestockt", erklärt Weyrauther. Von den Schulen, der Stadt oder dem Landratsamt habe er noch nichts gehört: "Da kam keiner auf uns zu." 

Allerdings mangele es auch an den Kapazitäten. "Wir sind total ausgeschöpft. Wir hätten gar nicht genügend Fahrer, um die Kinder auf mehrere Busse zu verteilen. Woher sollen wir die auch nehmen?", fragt sich Weyrauther und erzählt über die Unterbezahlung in der Branche. Forderungen aus Politik und Gesellschaft, mehr ÖPNV für mehr Infektionsschutz einzusetzen, halte er für "schlicht unrealistisch". Trotzdem: "Wir freuen uns aufs kommende Schuljahr", versichert der Disponent.

Luftfilteranlagen in Klassenzimmern? Bayerischer Lehrerverband übt harsche Kritik

Ursprünglich gab es ein Versprechen: Alle Unterrichtsräume in Bayern sollten mit Raumluftfilteranlagen ausgestattet werden. Zum Schulbeginn schätzt der Lehrerverband die Lage als deutlich schlechter ein: "Wir schätzen [...], dass maximal 30 Prozent, aber wahrscheinlich weniger, der Unterrichtsräume in Bayern zu Schulbeginn mit Raumluftfilteranlagen versehen sein werden", erklärt der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger der dpa

Weniger streng gehandhabt werden beispielsweise die Quarantäneregeln in Nordrhein-Westfalen: Dort müssen nur noch infizierte Kinder in Isolation.