Zu einem nicht ganz alltäglichen Polizeieinsatz kam es am Dienstagabend (18. Mai) am Main-Donau-Kanal in Bamberg.

Der Dienststellenleiter der Wasserschutzpolizei Bamberg Elmar Mackert erzählt im Interview mit News5, dass der Einsatz für ihn persönlich "ein sehr schöner Einsatz" gewesen sei.

Bamberg: Wasserschutzpolizei rettet Rehbock aus Main-Donau-Kanal

Mackert berichtet, dass die Polizei einen Anruf von einem besorgten Bürger erhalten hat, dass ein Rehbock im Main-Donau-Kanal schwimmen würde und einem Schiff sehr nahe kommen soll. Der Anrufer mache sich Sorgen um das Tier. Daraufhin seien Feuerwehr, Polizei und Wasserschutzpolizei alarmiert worden.

Im Bereich des alten Hallenbades konnte der Rehbock ausfindig gemacht werden. Als sie ihn einfangen wollten, sei das Tier jedoch vom Ufer ins Wasser gesprungen. In der Flussmitte konnten sie das Tier schließlich ins Streifenboot ziehen. Das Tier habe "Todesangst" gehabt. Damit es jedoch sich und andere nicht verletzte, wurde es vorläufig gefesselt.

Nach Rücksprache mit einem Jagdpächter wurde das Reh in der Nähe des Mains in ein größeres Naturschutzgebiet gebracht. Mackert wird zum Ende des Interviews ein wenig emotional und meint, dass es für ihn ein sehr schöner Einsatz war, "weil du genau das tust, für was du als Polizist eingestellt wurdest. Du hilfst jemanden anderen. In diesem Fall einem Tier. Vielleicht ist es ein bisschen kitschig, aber als wir das Tier ausgesetzt haben und es so in den Sonnenuntergang gelaufen ist - das war einfach ein wunderschönes Bild für den Abschluss des Tages."