Bamberg: Neues Landkreisbier verbindet Stadt und Land

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Jungbrauer aus Bamberg und Mönchsambach brauen erstmals gemeinsames Landkreisbier. Das Projekt verbindet Tradition und Moderne.

"Bassd zam" – Das gilt nach den Vorstellungen von Landrat Johannes Maciejonczyk und Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier für Landkreis und Stadt und hier für Kirche, Kultur, Wirtschaft, Gesellschaft – und nun auch für einen besonderen Gerstensaft: Erstmals in der Geschichte des Landkreisbieres, dessen Name auf die 36 Landkreisgemeinden zurückgeht, sind je eine Brauerei aus dem Landkreis und der Stadt angetreten, ein Bier zu brauen, das "36/1 Kreisla".

Dieser Premiere liegt der Umstand zugrunde, dass die freundschaftlich verbundenen Juniorbrauer der Brauereien Keesmann (Bamberg) und Zehendner (Mönchsambach) – Lukas und Nikolas - bei ihrer Meisterausbildung die Idee eines gemeinsamen Meistersudes entwickelten, "aus Freundschaft und der Liebe zum Bier".

Entstanden ist ein Lager, Pils, kaltgehopft. Das Bier verbindet das Beste aus beiden Welten: die feinherben Noten eines Pils, die unfiltrierte Süffigkeit eines fränkischen Lagers und eine fruchtige Aromatik. Davon machten sich am Mittwoch gut 100 Gäste beim traditionellen Bieranstich für das Landkreisbier zum Brauersilvester im Bauernmuseum Frensdorf ein Bild.

Landrat Johannes Maciejonczyk: "Die Bierkultur, die unsere Region zu bieten hat, ist einzigartig. Daher braucht es Formate, die Welt darüber zu informieren. Ein verbindendes Element zwischen Stadt und Landkreis ist natürlich die Braukultur unserer Brauereien. 65 Brauereien im Landkreis, 13 Brauereien in der Stadt Bamberg. Es ist auch für die Brauwirtschaft ein schönes Zeichen, Jungbrauer in das Zentrum der Wahrnehmung stellen können. Es zeigt: dieses Brauwesen hat Zukunft bei uns in der Region."

"Wir haben ganz viele Berührungspunkte in Stadt und Land. Wir sind die schönste Region der Welt und haben ganz viele gemeinsame Aufgaben, sei es der Zweckverband Gymnasien, sei es der ÖPNV, seien es die Berufsschulen, unsere Wirtschaft: Da müssen wir Hand in Hand zusammenarbeiten. – Wie leicht das geht – nun mit einem gemeinsamen Bier in der Hand -, das werden wir erfahren. das wollen wir beweisen", lobte Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier die Zusammenarbeit beim neuen Gerstensaft.

"Wir wollten ein Bier brauen, das nach beiden Brauereien schmeckt, aber trotzdem etwas Eigenes ist. Die fruchtige Kalthopfung gibt dem Bier einen modernen Twist ohne den ursprünglichen Charakter zu verlieren. So ist ein Bier entstanden das Tradition und moderne Braukunst verbindet", beschrieb Lukas Keesmann die Intention der jungen Brauer.

Sein Kollege Nikolas Zehendner: "Wir sind beide Teil der nächsten Generation unserer Familienbrauereien und wollten deshalb auch gemeinsam etwas Neues ausprobieren. Die Idee ist während der Meisterschule entstanden. Für uns ist das eine gute Gelegenheit, zu zeigen, wie junge Brauer Tradition weiterdenken können."

"Sie beweisen mit dieser Veranstaltung die gesellschaftliche Relevanz des Bieres. Sie geben dem Produkt ‚Bier‘ und den Brauereien in ihrer Region Wertschätzung. Das ist wichtig in Bayern, in Oberfranken und in Stadt und Landkreis Bamberg mit der weltweit unerreichten Brauereidichte, die wir hier haben", ordnete der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes, Dr. Lothar Ebbertz, das Projekt "36/1 Kreisla" ein.

"Dieser Zusammenhalt, diese Kultur der Brauer und der Kommunen ist beispielgebend", so der Präsident der privaten Brauereien in Bayern, Georg Rittmayer, "es ist sehr schön, dass sie zwei jungen Brauern die Chance geben, sich mit diesem Meistersud ins Rampenlicht zu stellen.".

Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung. 

Vorschaubild: © Ronald Rinklef