Bamberg: Gärtner "staunten nicht schlecht" - "kleines Loch" entpuppt sich als langer Gang
Autor: Redaktion
Bamberg, Freitag, 03. Februar 2023
Für Erstaunen sorgte die Entdeckung eines aufmerksamen Spaziergängers in Bamberg. Ein "kleines Loch" entpuppte sich als etwas Größeres.
Ein Spaziergänger habe in der vergangenen Woche die Haingärtnerinnen und Haingärtner darauf aufmerksam gemacht, dass sich auf dem Uferweg entlang der Schillerwiese im Hain ein "kleines Loch im Wegebelag" befinde. Es sei zwar nur klein, dafür recht tief. Das berichtet die Stadt Bamberg in einer Pressemitteilung.
Die Gärtnerinnen und Gärtner von Bamberg Service hätten sich auf gemacht, um die Gefahrenstelle zu sichern.
Gang im Bamberger Hain: Dahinter steckt ein Biber
Sie hätten aufgrund der Beschreibung ein Schlagloch vermutet, das sich durch den Frost gebildet hatte, so die Stadt Bamberg. Als sie vor Ort ankamen, hätten sie "nicht schlecht gestaunt". Das "kleine Loch" habe sich als eingebrochener Bibergang entpuppt, der vom Linken Regnitzarm bis zur Schillerwiese gereicht habe. Der Zugang zum Regnitzarm habe gut fünf Meter gemessen.
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In einem gemeinsamen Termin mit dem städtischen Klima- und Umweltamt sei der Bibergang untersucht worden. Auch der Biberschutzbeauftragte für Bamberg Stadt und Bamberg Land sei kontaktiert und zurate gezogen worden. Der Biber habe sich "längst wieder davongemacht, vermutlich, weil seine Bemühungen, sich weiter einzugraben, durch den Einbruch der Decke gescheitert" seien.
Die Gärtnerinnen und Gärtner hätten daraufhin die abgebrochene Grabung mit großen Schrotten verfüllt, um den Untergrund des viel begangenen Weges wieder stabilisieren und befestigen zu können.
Mehrere Biberfamilien in Bamberg: "Streng geschützt" - Stadt informiert
Im Bamberger Stadtgebiet seien nennenswerte Biber"schäden" bisher nur an Bäumen aufgetreten. Meist seien es Bäume, die das vegetarische Nagetier ganz oder teilweise angenagt oder gefällt hat (was vorwiegend im Winter vorkomme). Die ufernahen Bäume entlang der Gewässer (Hain, Horngraben, Erba-Park) würden durch Gittermatten um die Stämme geschützt.
Angenagte oder gefällte Bäume würden als Nahrung für den "streng geschützten" Biber belassen, sofern es die Verkehrssicherheit zulasse. Da Biber Reviere bilden, müsse man nicht befürchten, dass die Zahl der Tiere beliebig wächst, so die Stadt.