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Bamberg entwickelt frühere US-Kasernenflächen weiter


Autor: Redaktion

Bamberg, Donnerstag, 15. Oktober 2026

Die Entwicklung auf dem ehemaligen Gelände der US-Army in Bamberg ist noch nicht abgeschlossen.
n guter Atmosphäre tauschten sich (v.l.) Dorothee Martin (BImA-Vorständin), Thomas Wondra (BImA-Abteilungsleiter Zentrale), Jürgen Miketiuk (Leiter des Aus- und Fortbildungszentrums der Bundespolizei in Bamberg) und Sebastian M. Niedermaier (Oberbürgermeister) aus.


Bamberg lässt sich am besten vor Ort verstehen. Das erkannte auch Dorothee Martin, seit Mai 2026 Vorständin der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), bei ihrem Besuch in Bamberg. Auf Einladung von Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier informierte sie sich über die Entwicklung ehemaliger Flächen der US Army und besichtigte gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von BImA, Bundespolizei und Stadt mehrere für die weitere Stadtentwicklung wichtige Standorte.

"Bei Flächen dieser Größenordnung geht es nicht nur um Grundstücke, Gebäude und Eigentumsverhältnisse. Es geht um die Entwicklungschancen unserer Stadt", betonte Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier. "Deshalb war es mir wichtig gemeinsam mit Frau Martin dorthin zu gehen, wo die Herausforderungen und zugleich die großen Chancen sichtbar werden. Oberstes Ziel der Stadt Bamberg ist die Wohnraumschaffung: Das haben wir vor Ort deutlich gemacht."

Begleitet wurde Martin von Thomas Wondra, Abteilungsleiter in der Zentrale der BImA, und der für Bamberg zuständigen Projektleiterin Larissa Komnick. Auch Polizeidirektor Jürgen Miketiuk, Leiter des Aus- und Fortbildungszentrums der Bundespolizei in Bamberg, nahm an dem Termin teil.

Erste Station war das Gelände des Aus- und Fortbildungszentrums der Bundespolizei. Die Einrichtung ist das größte Aus- und Fortbildungszentrum dieser Art in Deutschland und befindet sich auf Flächen, die der BImA gehören. Vor Ort wurde deutlich, welche Flächenpotenziale auf dem weitläufigen Areal noch vorhanden sind.

Eine Konzentrierung der Bundespolizei könnte Vorteile für das Aus- und Fortbildungszentrum bringen. "Unsere Wege auf dem Gelände sind teilweise sehr weit. Wir haben deshalb einen eigenen internen Busverkehr mit 15 Haltestellen eingerichtet, damit unsere Auszubildenden ihren Stundenplan einhalten können", erläuterte Polizeidirektor Jürgen Miketiuk. Eine kompaktere Anordnung der Nutzungen könnte somit nicht nur zusätzliche Flächen schaffen, sondern auch die Abläufe auf dem Campus verbessern.

Anschließend führte der Rundgang zum Lagarde-Campus. Dort konnte Martin unmittelbar nachvollziehen, wie stark sich das ehemalige Kasernenareal in den vergangenen Jahren verändert hat. Auf dem früheren BImA-Gelände sind Wohnungen, Gewerbeflächen, das Digitale Gründerzentrum und der Sancura Park entstanden.

Gleichzeitig wurde auch eine noch offene Frage angesprochen: Teile der ehemaligen Kasernengebäude werden weiterhin von der Bundespolizei für die Unterbringung ihrer Auszubildenden genutzt. Die Flächen befinden sich im Eigentum der BImA. Die Stadt Bamberg betonte noch einmal den Grundsatzbeschluss aus dem Jahr 2012, mit dem der Stadtrat bekräftigt hatte, im Konversionsprozess alle Flächen kaufen zu wollen. "Der Lagarde-Campus hat sich eindrucksvoll entwickelt, aber die Gestaltung im Bamberger Osten ist noch lange nicht abgeschlossen. Hier liegen große städtebauliche Möglichkeiten, von denen die Anwohnerinnen und Anwohner direkt profitieren können", sagte Oberbürgermeister Niedermaier.

Zum Abschluss des Besuchs ging es in die Bamberger Altstadt. Ein Abstecher durch das Welterbe machte deutlich, in welchem besonderen städtebaulichen und historischen Umfeld sich die Flächenentwicklungen in Bamberg bewegen. Oberbürgermeister Niedermaier machte deutlich: "Bamberg ist nicht irgendein Standort. Die Stadt verbindet eine außergewöhnliche historische Substanz mit großen Entwicklungsaufgaben. Wer Entscheidungen über Flächen in Bamberg trifft, sollte beides kennen: die Herausforderungen vor Ort und das, was diese Stadt so besonders macht."

Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung.