Bamberg: Digitale Sensoren erleichtern Behindertenparkplatz-Suche
Autor: Redaktion
Bamberg, Mittwoch, 19. August 2026
Die Stadt Bamberg stattet Behindertenparkplätze mit Sensoren aus, die die Parkplatzsuche erleichtern sollen.
Wer auf einen Behindertenparkplatz angewiesen ist, kennt die Situation: Am Ziel angekommen ist der Stellplatz bereits belegt – die Suche beginnt von Neuem. Genau hier setzt das Förderprogramm Smart City Bamberg nun an.
Im Rahmen des Projekts "Parkplatzleitsystem" werden ausgewählte Schwerbehindertenstellplätze in der Innenstadt mit intelligenten Bodensensoren ausgestattet. Sie erkennen, ob ein Stellplatz frei oder belegt ist, und stellen diese Information künftig digital bereit.
Insgesamt wurden gemeinsam mit der Behindertenbeauftragten der Stadt Bamberg, Nicole Orf, 57 Schwerbehindertenstellplätze im Innenstadtbereich für einen Pilotbetrieb ausgewählt. Ein erster wichtiger Schritt ist bereits geschafft: 48 Sensoren konnten erfolgreich installiert und in Betrieb genommen werden. Weitere Standorte folgen im Laufe des Projekts.
Ziel ist es, Menschen mit Behinderung die Anfahrt in die Innenstadt spürbar zu erleichtern. Künftig soll bereits vor der Fahrt oder auch unterwegs ersichtlich sein, ob ein ausgewählter Behindertenparkplatz frei ist. Dadurch können unnötige Suchfahrten vermieden und Wege besser geplant werden.
Nicole Orf, Behindertenbeauftragte der Stadt Bamberg, begrüßt das Projekt: "Wer auf einen Behindertenparkplatz angewiesen ist, kann oft nicht einfach auf den nächsten freien Stellplatz ausweichen. Wenn künftig schon vor der Ankunft sichtbar ist, ob ein Parkplatz frei ist, spart das Zeit, Kraft und unnötige Wege. Für viele Betroffene bedeutet das ein Stück mehr Selbstständigkeit und Planungssicherheit im Alltag."
Die Anzeige der verfügbaren Stellplätze wird derzeit für die Bamberg-App vorbereitet und soll nach Abschluss der technischen Umsetzung voraussichtlich im Herbst zur Verfügung stehen. Die Bodensensoren erfassen dabei ausschließlich, ob ein Stellplatz belegt oder frei ist. Personenbezogene Daten werden nicht erhoben.
"Digitale Technologien sollen dort unterstützen, wo sie den Alltag der Menschen tatsächlich erleichtern. Gerade für Personen, die auf einen Behindertenparkplatz angewiesen sind, kann die Information über freie Stellplätze einen echten Unterschied machen", ergänzt Dr. Stefan Goller – Wirtschaftsreferent der Stadt Bamberg.