Bamberg bekommt Wirtschaftsbeirat - das sind seine Aufgaben
Autor: Redaktion
Bamberg, Donnerstag, 25. Juni 2026
Der Bamberger Stadtrat hat die Einrichtung eines Wirtschaftsbeirats beschlossen. Das Gremium soll bei wirtschaftlichen Entscheidungen unterstützen.
Die Stadt Bamberg schenkt künftig Unternehmen, Verbänden und Institutionen deutlich mehr Gehör: Der Stadtrat hat in seiner Vollsitzung am Mittwoch die Einrichtung eines Wirtschaftsbeirats beschlossen. Das neue Gremium soll als Fachbeirat den bereits eingerichteten Wirtschaftssenat des Stadtrats unterstützen und die Interessen und Perspektiven der regionalen Wirtschaft noch stärker in Entscheidungsprozesse von Politik und Verwaltung einbringen.
"Ich habe vor der Wahl versprochen, die Wirtschaft in Bamberg zur Chefsache zu machen. Mit dem Wirtschaftssenat und jetzt dem Wirtschaftsbeirat schaffen wir die Strukturen, die es braucht, damit wirtschaftliche Themen frühzeitig, fundiert und gemeinsam mit den wichtigen Akteuren unserer Stadt beraten werden können", erklärt Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier (SPD).
Der Wirtschaftsbeirat bildet künftig eine zentrale Schnittstelle zwischen Stadt, Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Ziel ist es, wirtschaftliche Entwicklungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven frühzeitig aufzugreifen und in die Entscheidungsprozesse der Stadt einzuspeisen. Dabei geht es ausdrücklich um eine branchenübergreifende Perspektive und nicht um Einzelinteressen.
Dem Wirtschaftsbeirat sollen Vertreterinnen und Vertreter wichtiger Wirtschaftsorganisationen und Institutionen angehören. Vorgesehen sind unter anderem die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth, die Handwerkskammer für Oberfranken, der Handelsverband Bayern (Bezirk Oberfranken), DEHOGA Bayern (Kreisstelle Bamberg), der Bayerische Landesverband der Marktkaufleute und der Schausteller, der Bund der Selbständigen Bayern (Ortsverband Bamberg), der Wirtschaftsclub Bamberg, die Wirtschaftsjunioren Bamberg, Bamberger StartUp e.V., die Otto-Friedrich-Universität Bamberg, die Agentur für Arbeit Bamberg sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund Bayern - Bezirk Oberfranken.
Antragsrecht für den Wirtschaftsbeirat
"Bamberg steht vor großen wirtschaftlichen Veränderungen. Gerade deshalb brauchen wir den direkten Austausch mit den Menschen und Institutionen, die unsere Wirtschaftslandschaft tragen, gestalten und weiterentwickeln", so Niedermaier. Der Oberbürgermeister ist auch Vorsitzender des Wirtschaftsbeirats. Er soll mindestens zweimal pro Jahr tagen; bei Bedarf können weitere Sitzungen stattfinden. Zusätzlich können zu einzelnen Themen Sachverständige, Unternehmensvertreter oder weitere Institutionen beratend hinzugezogen werden.
"Ich freue mich, dass der Wirtschaftsbeirat auch die Möglichkeit erhält, Empfehlungen an den Stadtrat und seine Gremien zu geben sowie wirtschaftsrelevante Anträge an den Wirtschaftssenat zu richten. Dadurch kann der Stadtrat noch praxisbezogener und zügiger handeln", erklärt Wirtschaftsreferent Dr. Stefan Goller. Der Wirtschaftssenat ist gehalten, diese Anliegen zügig zu behandeln.
"Mit dem Wirtschaftsbeirat schaffen wir einen dauerhaften und strukturierten Austausch. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt, um Bamberg als attraktiven Wirtschaftsstandort zu stärken und gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln", betont Oberbürgermeister Niedermaier. Die konkrete Ausgestaltung des Wirtschaftsbeirats erfolgt auf Grundlage einer eigenen Satzung.