Da staunten die Fünftklässler der Mittelschule Oerlenbach nicht schlecht. "Kriz" Krzysztof Malicki hat ihnen was ganz Besonderes gezeigt und im Sportunterricht beigebracht: "Breakdance".

Zuvor hatten sich die Mädchen und Jungen mit einem Video bei der AOK unter dem Motto "Sport treiben - fit bleiben" um diese kostenlose Doppelstunde beworben, um einen Einblick in diese tollen Bewegungsformen zu gewinnen.

Klasslehrerin Sarah Edelhäuser übernahm zu Schuljahresbeginn die neu gebildete fünfte Klasse. "Für mich war es ganz wichtig, das Miteinander der 17 Kinder zu fördern, der Gemeinschaftsgeist ist Basis erfolgreicher Arbeit. Das Angebot der AOK griffen wir gerne auf, um unseren Unterricht zu bereichern", betonte die Lehrerin, die zusammen mit Sozialpädagogin Sophia Speth das Projekt unterstützte. Weiteres Interesse zum Breakdance weckten Videoclips auf "You Tube", so dass die Freude groß über den Workshop war, den 20 Klassen in der Region Main-Rhön gewinnen konnten. Die Oerlenbacher Kinder waren jedenfalls dabei.


Schon viele Erfolge gefeiert

"Kriz" ist seit vielen Jahren in der Breakdance-Gruppe in Schweinfurt aktiv, mit der er beeindruckende Erfolge bei nationalen und internationalen Wettbewerben mit ersten Plätzen in Deutschland, Europa und bei Weltmeisterschaften erzielte. Außerdem trat er schon in zahlreichen Shows auf. "Wir kommen alle aus dem Raum Schweinfurt und haben uns bereits als Jugendliche dieser Tanzsportart verschrieben. Unsere Auftritte verpacken wir in das jeweilige Programm. Ob klassisch oder volkstümlich, wie in Lederhosen bei Florian Silbereisen, wir passen uns mit Kostümen und Tanz an. Tourneen führen uns inzwischen in alle Teile der Welt. In Kürze wartet ein Auftritt in Paris. Im Fernsehen sind wir ebenfalls oft zu sehen. Unser einstiges Hobby ist längst unser Beruf mit täglichem Training und vielen professionellen Auftritten sowie der aktuellen Work-Shop-Tour", sagte der 23-Jährige.


So entstand der Breakdance

Breakdance selbst, so Kriz weiter, entstand um 1970 in New York, als sich aus handfesten Auseinandersetzungen einzelnen Gangs ein faires sportliches Kräftemessen mit einem festen Ritus und spezieller Musik ohne gegenseitige Körperkontakte entwickelte. In diese Grundidee führte das Projekt die Jugendlichen in Oerlenbach, ohne zu viele Umschweife nach Aufwärmen und Dehnübungen ein. Die einzelnen Übungselemente umfassten Bewegungsfolgen im Stehen, in der Hocke und am Boden und erforderten Kraft, Geschicklichkeit, Ausdauer, Rücksicht und Konzentration. Nach jeder Folge durfte jeder sich selbst bewerten: Daumen hoch für gut, waagrecht für einigermaßen gelungen und nach unter für noch fehlerhaft.


Es wurde immer besser

Nach und nach gelangen die Bewegungsfolgen aber immer besser und mündeten schließlich in eine einfache Choreografie ein. Alle waren begeistert, zumal es Kriz verstand, immer wieder zu noch besseren Tanzfolgen mit entsprechender Musik zu motivieren. Die Zeit verging schließlich wie im Flug, vor allem bei Zwischeneinlagen, in denen Kriz sein außerordentliches Können mit Akrobatik und Tempo zeigte. Für die Klasse war es ein gelungener Anstoß, sich körperlich herauszufordern, aufeinander Rücksicht zu nehmen und im Miteinander sich zu steigern.