Mit Grußworten aus Indien, Namibia und Südtirol konnte der Vereinsvorsitzende Heinrich Hackenberg die Jahreshauptversammlung des Schweinfurter Vereins zur Hilfe für Kinder der Dritten Welt e.V. einleiten. In Kalkutta in Indien und in Namibia in Afrika leistet der Verein schon seit über 30 Jahren mit verschiedensten Projekten Hilfe für Menschen in Not. "Die Corona-Pandemie in Indien und in Namibia wurde zur großen Aufgabe des Vereins, um den Ärmsten der Armen dort zu helfen", beschreibt Hackenberg die Vereinsarbeit während der letzten zwei Jahre.

Großzügige Spender

Umgesetzt werden konnte dies alles durch die großartige Unterstützung der Vereinsmitglieder und der Schweinfurter und Bad Kissinger Bevölkerung über Spendenaufrufe in der örtlichen Presse. Über Informationen aus erster Hand von den Priestern vor Ort ist bekannt, dass ohne diese Hilfe mehr Menschen durch Hunger als durch Corona gestorben wären. Täglich verteilten sie 2000 Essensportionen an die Bedürftigen in den Slums und auf der Straße, insgesamt waren es etwa 600. 000 Portionen.

"Haus Schweinfurt"

In seinem Bericht teilte der Vereinsvorsitzende mit, dass im Moment knapp 1400 Patenkinder in Indien und in Namibia durch den Verein betreut werden. In Indien werden elf Projekte gefördert und in Namibia zwei: In Shambyu und in Bukalu konnte jeweils ein Kindergarten erstellt werden. In Bukalo trägt der neue Kindergarten den schönen Namen "Haus Schweinfurt". Über eine großzügige Spende konnte in Shambyu zusätzlich eine Bäckerei angebaut werden, so dass die Kinder nun jeden Tag frisches Brot bekommen. Dank vieler gutherziger Sponsoren war es dem Verein möglich, in Namibia zehn Brunnen zu bohren, damit die Menschen dort über sauberes Trinkwasser verfügen.

Durch die Initiative des Ehrenmitgliedes Petra Theiner aus Südtirol entsteht in Indien derzeit ein komplett neues Dorf, das den Namen "Hoffnung" erhalten soll. Die Menschen dort sollen sich selbst versorgen und bekommen die Möglichkeit, Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Durch handwerkliche Arbeiten können sie eigene Waren herstellen und dann verkaufen. Beim Bau der ersten 45 Häuser, die alle fest aus Ziegelsteinen erstellt werden, müssen die Bewohner selbst mit Hand anlegen. Bereits zwei neue Brunnen konnten dort über eine Schweinfurter Spende in Betrieb genommen werden.

Mitbegründer stirbt an Corona

Große Betroffenheit ausgelöst hat bei den Mitgliedern und dem Vorstand die traurige Nachricht vom Ableben von Father Joseph Aymanthil aus Kalkutta, dem Mitbegründer der gesamten Hilfsaktion in Indien. Er ist genau wie mehrere junge Priester und Ordensschwestern aus dem Kalkutta-Projekt an Corona gestorben.

Da der langjährige und bewährte Kassenwart Sven Zillmer nach 16 Jahren aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellte, standen auch Neuwahlen auf der Tagesordnung. Nach dem detaillierten Kassenbericht und der Entlastung des Vorstandes konnten zügig die Neuwahlen durchgeführt werden. Gefreut über eine besondere Ehrung hat sich die Familie Edith und Siegfried Wernau aus Schonungen, die für ihr großartiges finanzielles Engagement für die Ärmsten der Armen ausgezeichnet wurde.

Ergebnis der Neuwahlen

1. Vorsitzender: Heinrich Hackenberg (Ebenhausen), 2. Vorsitzender: Herbert Weichold (Schweinfurt), Kassenwart: Horst Liebenstein (Hofheim), Kassenprüfer: Johanna Wurster und Torsten Schlotter.

Spendenmöglichkeit

Wer den Verein in seinen vielfältigen Aufgaben durch eine Spende unterstützen möchte, kann dies gerne tun beim Verein zur Hilfe für Kinder der Dritten Welt e.V. Schweinfurt, Bankhaus Max Flessa, IBAN: DE48 7933 0111 0002 4242 41. Auskünfte erteilt gerne Heinrich Hackenberg, Tel.: 09725/ 9966.