In der Rhön an der Grenze zwischen Hessen und Bayern hat sich ein Wolfspaar niedergelassen. Es bestehe aus einem Rüden, der aus einem niedersächsischen Rudel stamme, und einem weiblichen Tier mit unbekannter Herkunft, teilte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Wiesbaden am Donnerstag mit.

Der Rüde sei erstmals im Mai vergangenen Jahres in der Region um Fulda genetisch nachgewiesen worden. Kurz darauf wurde der Behörde zufolge im Dezember mithilfe von DNA-Proben das weibliche Tier auf der bayerischen Seite identifiziert. Im Januar schließlich waren die beiden Wölfe demnach dann gemeinsam am Truppenübungsplatz Wildflecken unterwegs und setzten Markierungen. Das führe zu einer Einstufung als Paar, erklärte das Amt.

Viel Nachwuchs - mit immer mehr Wölfen zu rechnen

Laut Landesamt gibt es in Hessen mittlerweile wieder mehrere sesshafte einzelne Wölfe und auch ein weiteres Paar sowie ein Rudel mit Nachwuchs. Grundsätzlich sei in ganz Hessen mit durchziehenden Exemplaren zu rechnen.

2021 hatte sich die Zahl der sicheren Wolfsnachweise in Hessen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich erhöht. Registriert wurden 185 nach bundesweiten Vorgaben klassifizierte Nachweise, 2020 waren es 104. Im Februar dieses Jahres hatte ein junger Wolf für Aufsehen gesorgt, weil er mitten durch Homberg/Ohm im Vogelsbergkreis gelaufen und von einer Anwohnerin gefilmt worden war.

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