Windheim — Dabei wurde die Informationspolitik, die Klaus Schebler (Neue Wege) mit seinem "Windheimer Blatt" betreibt, sehr gelobt. Dieses Publikationsorgan wird in unregelmäßigen Abständen herausgebracht und an alle Windheimer Haushalte verteilt. "So sind alle Bürger auf dem gleichen Informationsstand und gut informiert", meinte Schebler.

Problem Schrebergarten

Willibald Beck kritisierte jedoch, dass er
sich im Bereich der "Schrebergärtenproblematik" nur unzureichend informiert fühle. Dabei geht es um den Schrebergarten von Albert Graf, der auch schon den Stadtrat beschäftigt hat. Schebler begründete diese Informationspolitik damit, dass die Ausweisung von Schrebergärten nicht auf Initiative der Stadt, sondern aufgrund einer Forderung des Landratsamtes Bad Kissingen in Angriff genommen wurde. Dieses meinte, dass die Grundeinzäunung und das Gartenhaus auch aufgrund ihres Alters Bestandsschutz genießen, rein rechtlich müsse die Anlage aber als Schrebergärten ausgewiesen werden. Die Stadt wollte dies aus Kostengründen nicht veranlassen, und so erklärte sich Albert Graf dazu bereit, in Eigeninitiative die Kosten zu übernehmen. "Die Infos dazu habe ich immer im Gemeindekasten ausgehängt, aber es nicht für nötig erachtet, diese im Windheimer Blatt zu erwähnen, da die Stadt mit der Ausweisung von Schrebergärten in diesem Fall nur bedingt zu tun hat", rechtfertigte sich Klaus Schebler.
Willibald Beck kritisierte, dass er durch das Feiern in der Anlage als Anwohner belästigt würde. Klaus Schebler meinte dazu, dass Albert Graf sich an die Regeln halten müsse und man gegebenenfalls Stimmungsdifferenzen in persönlichem Gespräch klären sollte.

Laterne nicht repariert

Beck fragte ebenso, warum die umgefahrene Laterne in der Straße "Am Rebhügel" noch nicht repariert sei. Schebler antwortete darauf, dass nicht die Stadt, sondern der Stromversorger Eon für Ersatz sorgen müsse. Glücklicherweise habe eine Anreinerin aber zugesagt, dass die neu zu errichtende Laterne auf ihrem Grundstück errichtet werden könne, was die Platzprobleme in diesem Bereich lindern würde.
Ebenso informierte Schebler darüber, dass im Bereich der Kreuzung zur Kreuzstraße kein Spiegel aufgestellt werden soll, der einen besseren Überblick ermöglicht hätte. "Die Polizei hat uns dringend von einem Spiegel abgeraten. Würde er aufgestellt, so müsste man mit mehr Unfällen rechnen, da die Autofahrer die Kreuzung mit weniger Umsicht passieren", so Schebler. Die Polizei hatte aber dazu geraten, an dieser Stelle zwei Mittelstreifen anzubringen, damit die Autofahrer die Kurve nicht mehr schneiden.
Die Bürgerbefragung in Windheim hatte ergeben, dass man die Bänke im Bereich der Linde erneuern soll. Bei einer Ortsbegehung war man aber zur Einsicht gekommen, dass durch die Nähe zur Straße die Verkehrssicherheit nicht gewährleistet sei. Die Stadt beschloss hierauf, die bestehenden Bänke in ihrer jetzigen Form zu erhalten und keine neuen errichten zu lassen. Als Alternative böte sich laut Schebler für neue Bänke der grasbestandene Platz um das ehemalige Ruf-Häusle an. "Hier wäre wohl ein besserer Platz um ein größeres Areal zu errichten, auf dem man sich aufhalten kann", meinte Schebler. Er könne sich gut vorstellen, dass man in diesem Bereich auch fünf bis sechs Tafeln anbringen könne, die sich mit der Windheimer Orts- und Kirchengeschichte beschäftigt.

Geschichte auf Tafeln

In der seinerzeit laufenden Ausstellung hatten er und Björn Hein, der mittlerweile als Museumsleiter in Münnerstadt tätig ist, hierzu recherchiert und die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert. In geraffter Form könnte man dies auf den Tafeln präsentieren und für die Ausgaben wohl auch auf Fördermittel zurückgreifen.
Schebler informierte weiter, dass in diesem Jahr der Windseller See wieder abgelassen werden soll. "Dies muss alle drei Jahre geschehen", meinte er. So könne das Laub, das sich im See ablagert, entfernt werden. Sonst bestehe die Gefahr, dass durch den Zersetzungsprozess der Blätter dem Wasser Sauerstoff entzogen werde und der See "umkippt".
Die Aktion soll im Herbst anlaufen, die im Wasser befindlichen Fische sollen jedoch nicht getötet werden, sondern in der Mitte des Sees würde Wasser stehen gelassen, in welchem sich die Tiere dann aufhalten können. Dennoch soll ein Teil der Fische an Fischbesitzer verschenkt werden, damit die geschützten Arten wie der Kammmolch nicht gefressen werden.

Viel investiert

Auf die Ereignisse der vergangenen Jahre ging Klaus Schebler mit einer Bilderpräsentation ein, und zeigte auch auf, wie viel in Windheim in den vergangenen Jahren investiert wurde. Aber auch die Vereine hatten in gemeinnütziger Arbeit dazu beigetragen, Windheim zu verschönern. "In Windheim ist in den vergangenen Jahren sehr viel gemacht worden" waren sich die Besucher am Ende der Veranstaltung einig. kbh