Seit 2014 gibt es die "Allianz Kissinger Bogen e.V.", durch die die vier (Markt-)Gemeinden Oberthulba, Burkardroth, Bad Bocklet und Nüdlingen miteinander vernetzt sind. Noch bis zum 30 September können Einwohnerinnen und Einwohner in einer Onlinebefragung ihrer Meinung zur Arbeit der Allianz kundtun und mitteilen, welche Erwartungen sie an diese haben. Bürgermeister Harald Hofmann (CSU) informierte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates über eine Auftaktveranstaltung zur Evaluierung der Arbeit der Allianz und über die "Nüdlinger Erklärung".

Sie lautet kurz und bündig "wir werden nach erfolgreichen sieben Jahren der Kooperation auch weiterhin zusammenarbeiten, um unsere Kommunen im Verbund zukunftsfähig und zielgerichtet weiterzuentwickeln. Die im Evaluierungsseminar erarbeiteten Themen und Handlungsfelder sollen die Grundlage für die Fortschreibung unseres integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes für die Allianz Kissinger Bogen und deren Bürgerinnen und Bürger sein". Die damit verbundene Fortschreibung des integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) soll dazu dienen, die Arbeit auf den Prüfstand zu stellen.

Organisation und Strukturen

Betrachtet werden die Organisation, die Arbeitsabläufe und die Strukturen. Das Amt für ländliche Entwicklung (ALE) beurteilt schließlich die Ergebnisse, die die Grundlage für die Gewährung weiterer Fördermittel sind. Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die bisher gewonnen wurden, lautet "Öffentlichkeitsarbeit soll übergeordnet über alle Handlungsfelder stehen!" Bei der Evaluierung wurde auch festgestellt "verbesserungswürdig ist die Einbeziehung der Gemeinderäte".

Im Rahmen einer Onlinebefragung soll ermittelt werden, wie die Bürgerinnen und Bürger die Allianz wahrnehmen und wie zufrieden sie mit der Arbeit sind. Der Gemeinderat nahm den Bericht des Bürgermeisters und die Nüdlinger Erklärung zur Kenntnis.

Auch Bauangelegenheiten standen auf der Tagesordnung. In der Mühlgasse soll eine Scheune mit einer angrenzenden Garage umgebaut werden. Der Gemeinderat stimmte einstimmig zu. Am Pfaffenpfad sollen bestehende Gebäude abgerissen und eine Lagerhalle gebaut werden. Auch dieses Vorhaben genehmigte der Gemeinderat einstimmig.

Keine Genehmigung für Abfüllanlage

In der Keltereistraße ging es um "Um- und Anbau sowie Nutzungsänderung von Teilen einer Lagerhalle zu einer Abfüllanlage". In der Begründung heißt es, das Vorhaben sei im dortigen Gewerbegebiet zulässig und weiter "der Bauherr möchte die formelle und materielle Legalität seiner baulichen Gewerbeanlage und deren Nutzung erreichen, nachdem überraschend festgestellt wurde, dass für die Abfüllanlage keine baurechtliche Genehmigung vorliegt".

Weiter sei festgestellt worden, "dass es bei früheren Baumaßnahmen zu verschiedenen Abweichungen von den genehmigten Bauplänen kam". So sei eine Stahlbetonzwischendecke über dem Heizraum der Lagerhalle mit einer Zugangstreppe zum Dachraum eingebaut worden, der dadurch genutzt werden könne. Der Gebäudeanbau aus dem Jahr 2009 sei etwa 2,50 Meter länger und 0,30 Meter schmäler sowie in anderer Höhe ausgeführt worden, um den Erfordernissen für den Einbau der Abfüllanlage gerecht zu werden. Der Gemeinderat stimmte dem Bauantrag einstimmig zu. Bürgermeister Harald Hofmann nahm wegen persönlicher Beteiligung an der Beratung und Abstimmung allerdings nicht teil.

Antonia Reith-Voll stellte den Jahresbericht der verlängerten Mittagsbetreuung in der Schlossbergschule vor. Im Schuljahr 2020/21 wurden die Schulkinder der dritten und vierten Klasse durch das Personal des Kolping-Bildungszentrum betreut. Aktuell nehmen 14 Schülerinnen und Schüler in einer Gruppe daran teil. Auf dem Programm stehen freies Spiel, gemeinsames Mittagessen, Bewegungszeit, Hausaufgabenbetreuung. Das Mittagessen wird von einem Gasthaus in Strahlungen geliefert. Die Corona-Pandemie bereitete allerdings Probleme und führte zu Einschränkungen. Die Ferienbetreuung über die Osterferien fand wegen der Pandemie nicht statt. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wird voraussichtlich nicht zur 1250-Jahr-Feier im kommenden Jahr kommen, das teilte der Bürgermeister zum Schluss der Sitzung mit.