Die Familie Well - genauer die Nummern 12, 13 und 14 der 15 Kinder umfassenden Familie - füllten als "Well-Brüder aus'm Biermoos" das Kurtheater Bad Kissingen bis auf den letzten Platz. Im Gepäck hatte das Trio nicht nur ein chaotisch anmutendes Sammelsurium an Instrumenten, sondern auch messerscharfen Witz und intelligente Boshaftigkeiten.

Die Familie Well steht mit ihren unterschiedlichen Formationen nicht nur für musikalische Qualitäten, die sie mit alpenländischer Volksmusik und zahlreichen Querverbindungen zu Rap, schottischen Melodien oder südlichen Rhythmen beweisen. Sie ist auch bekannt für bissige, satirisch-politische und gesellschaftskritische Texte, die schon mal und zu recht als "Stachel im Fleisch der Obrigkeit" gelobt werden. Mit Karl, Michael und Christoph "Stofferl" Well wird nicht nur die Tradition der Biermösl-Blosn fortgesetzt, sondern auch die Zusammenarbeit mit Gerhard Polt. Dass die drei auch ohne den bayrischen Grandseigneur des Politkabaretts können, bewiesen sie mit einem zweistündigen Auftritt vor begeistertem Publikum in einem Ambiente, das die drei lobten und den Wunsch aussprachen, dass das Kurtheater möglichst bald renoviert und noch vor dem "Berliner Flughafen" fertig werde.