Doch wieder alles gut, scheint bei der SpVgg Haard zu sein. Zwar blieb der Posten des Jugendleiters, nachdem schon bei der regulären Jahreshauptversammlung vor einigen Wochen kein Mitglied für den Posten des scheidenden Timo Losert gewonnen werden konnte, auch im zweiten Anlauf vakant. Noch einmal aber wollte die Vorstandschaft der SpVgg die Neuwahl nicht platzen lassen und so hatte man sich darauf verständigt, dass sich 1. Vorsitzender Christian Beck nun selbst um den Nachwuchs kümmern werde. Er selbst solle an anderer Stelle durch die restliche Vorstandschaft entlastet werden.

Appell an die Mitglieder

Beck appellierte eindringlich an die übrigen Mitglieder, sich dann noch stärker einzubringen. Die sagten sie ihm zu. Problemlos ging dann die Wahl der übrigen Vorstandsämter über die Bühne. 2. Vorsitzender bleibt Frank Krakofsky, 3. Vorsitzender ist neuerdings Sigrid Schlereth-Häse. Sie hat das Amt von Tino Nöth übernommen. Ebenfalls sein Amt zur Verfügung stellte auch Schriftführer Oliver Metz. Ihm folgt nun Anna Huyer nach. Mit Hugo Back konnte auch ein neuer Sportheimwirt gefunden werden. Er rückte für Andreas Welzel nach und wurde ebenso einstimmig gewählt wie Peter Haupt als Fußball- Abteilungsleiter sowie Sebastian Schneider als Kassier. Platzkassiere bleiben, wie schon seit Jahrzehnten, die beiden Ehrenmitglieder Herbert Hehn und Berthold Katzenberger, Kassenprüfer Franz Hillenbrand und der ehemalige Vorstand Horst Albert.

Beck bedankte sich besonders bei Schlereth-Häse und Huyer, denn er ist froh, dass nach einigen Jahren reiner Männerwirtschaft mit den beiden endlich auch wieder Frauen Bereitschaft signalisiert hatten, im Vorstand mitzuwirken.

Abschließend appellierte Beck noch einmal an die Mitglieder, aus der Versammlung und erst recht der nun ausgiebig diskutierten Situation um den Nachwuchs im Verein müsse nun ein Signal des Aufbruchs hervorgehen. Die Anwesenden mögen die Aufbruchsstimmung an die übrigen Mitglieder weitergeben. Nur mit Zusammenhalt und Gemeinsinn werde man den Verein so aufstellen können, dass er auch noch in Jahrzehnten bestehen und vor allem auch Fußball spielen könne. Und so machte er auch Werbung für den wöchentlichen Vereinsabend am Freitag nach dem Abschlusstraining der Herrenmannschaft. Es wäre für die Vorstandschaft wichtig, sich hier auch einmal ohne offiziellen Charakter mit den Mitgliedern auszutauschen. "Vielleicht ändert sich auch der allgemeine Zeitgeist und die allgemeinen gesellschaftlichen Umstände mal wieder zum Guten für die Vereine", wollte Beck die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht aufgeben.

Auch an die alte Tradition eines Vereinsausflugs wolle man wieder anknüpfen. Zunächst ist ein eintägiger Trip geplant, bei entsprechender Resonanz kann das mittelfristig auch mehrtägig werden. Erfreut zeigte sich Beck auch noch über die Entscheidung der Gemeinde, am Ortsausgang in Richtung des Sportgeländes zwei zusätzliche Straßenlaternen anzubringen. Das werde auch den Nach-Hause-Weg der hoffentlich dann wieder zahlreichen Kinder und Jugendlichen im Verein in den "dunklen" Monaten sicherer machen.

Bürgermeister Harald Hofmann warb in seinem Grußwort um die Unterstützung des Vereins bei der im nächsten Jahr anstehenden 1250-Jahr-Feier. Die sagte ihm 2. Vorsitzender Frank Krakofsky auch prompt zu und richtete seinen Appell dann auch gleich an die Mitglieder. Neben dem Nüdlinger Jubiläum stehen im nächsten Jahr nämlich vor allem auch die Erneuerung des Flutlichts an und am 2. Juli 2022 wolle man auch die Highland Games wieder ausrichten. kbc