Bauanträge werden von Gemeinderäten immer gern gesehen und in den meisten Fällen zügig abgearbeitet, sofern sie den Vorgaben des jeweils geltenden Bebauungsplans entsprechen. Dies galt am vergangenen Dienstag auch für neun Anträge, die der Bad Bockleter Gemeinderat binnen 30 Minuten zur Genehmigung an das Landratsamt einstimmig verabschiedete. Dazu gehörte auch ein Antrag über Tekturänderungen im Gebäude des künftigen Rewe-Marktes in Aschach.

Die Würzburger Rosbo GmbH hatte als Bauherr des am Aschacher Kreisel im Bau befindlichen Rewe-Einkaufsmarktes einen Tekturantrag zur Genehmigung eingereicht, der im Vergleich zum ursprünglichen Bauantrag 15 Änderungen vorsieht. Dazu gehören Kleinigkeiten wie eine einfache statt einer doppelten Automatik-Schiebetür oder die Standortverschiebungen von Türen, aber größere Abweichungen wie das Verschieben von Zwischenwänden, die Hinzunahme eines Postlagers oder die Vergrößerung der Mülleinhausung.

Da aber trotz dieser Änderungen alle Festsetzungen des hier gültigen Bebauungsplanes "Herrnfeld" eingehalten wurden und sich das Raummaß des Gebäudes mit seiner 2340 Quadratmeter großen Nutzfläche dadurch nicht ändern wird, konnte der Gemeinderat ohne Bedenken zustimmen. Die Gesamtfläche des Grundstücks mit Raum für 90 Stellplätze beträgt etwas über 7400 Quadratmeter. Der Einkaufsmarkt soll im kommenden Sommer seinen Betrieb aufnehmen.

Auch die übrigen Anträge verlangten keine längere Beratung. Neben kleineren Vorgängen wie der Anbau eines Carports, der Neubau einer Terrassenüberdachung, die Vergrößerung eines Balkons oder die Errichtung eines Gartenhäuschens auf eigenem Grundstück sowie die nachträgliche Größenänderung der von der Caritas neu geschaffenen Café-Lounge im Bad Bockleter Fürstenbau, die bereits eröffnet ist, wurde über zwei Anträge zum Neubau von Einfamilienhäusern in den Ortschaften Roth und Steinach abgestimmt. Doch auch in diesen zwei Fällen gab es keinen Diskussionsbedarf, so dass letztlich auch hier im Gemeinderat volles Einverständnis herrschte.