202 Veranstaltungen bietet der Verein Naturpark und Bio sphärenreservat in diesem Jahr im Haus der Schwarzen Berge in Oberbach, dem Haus der Langen Rhön in Oberelsbach, der Infostelle am Schwarzen Moor und der neu hinzugekommenen Umweltbildungsstätte Oberelsbach an.
Klaus Spitzl, der Geschäftsführer des Vereins Naturpark und Biosphärenreservat, spricht von einem "vielschichtigen" und "umfangreichen" Programm. Erstmals ist die Umweltbildungsstätte mit ihren Angeboten integriert, sodass die bisher 68-seitige Broschüre auf 84 Seiten angewachsen ist.

Aktuelle Themen

Wichtige und aktuelle Themen werden im Programm aufgegriffen. So wird am 22. Januar im Info-Zentrum Haus der langen Rhön der Film "Taste the Waste" gezeigt. Dabei geht es um die globale Lebensmittelverschwendung.
Deutsche Haushalte werfen jährlich Lebensmittel im Wert von rund 20 Milliarden Euro weg - so viel wie der Jahresumsatz von Aldi in Deutschland. Das Essen, das in Europa weggeworfen wird, würde zwei Mal reichen, um alle Hungernden der Welt zu ernähren. Dieses Thema greift auch die Umweltbildungsstätte Oberelsbach auf. Sie bietet Kochkurse an, in denen die Menschen lernen können, wie Reste verwertetet werden, damit eben nicht so viele Lebensmittel weggeworfen werden.
Das Jahresprogramm umfasst aber auch die klassischen Themen wie Naturfotografie mit Jürgen Holzhausen. Die neuen zertifizierten Natur- und Landschaftsführer, die von der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege in der Rhön im Sommer ausgebildet wurden, bieten Führungen an, wie beispielsweise die Rhön-imkerin Sonja Heinemann.
Das Thema Rhöniversum mit der Umweltbildungsstätte Oberelsbach ist in das Jahresprogramm aufgenommen worden. Deshalb ist auch eine kleine Veränderung im Layout der Programm-Broschüre vorgenommen worden. Auf der Rückseite ist die neue Umweltbildungsstätte mit dargestellt, auf der Innenseite wird das Managementzentrum vorgestellt. Im Innenteil finden sich Erklärungen zum Rhöniversum und die jeweiligen konkreten Termine der Umweltbildungsstätte kompakt auf einer Seite. Außerdem sind die Termine auch noch im Programm chronologisch verteilt. Es sind elf feste Termine. Zudem können aus den rund 70 Programmbausteinen individuelle Aufenthalte zusammen gestellt werden. Ein wichtiger Termin ist der Weltwassertag am 22. März, an dem mit Aktionen auf die Bedeutung des Trinkwasserschutzes hingewiesen wird.
Im Haus der Schwarzen Berge ist von Mai bis Ende Juli die Sonderausstellung: "Gefährdete Nutztierrassen im Biosphärenreservat" zu sehen. Am 8. Mai findet wieder die Aktion "BayernTourNatur" statt. Im Bereich des Schwarzen Moors wird eine geführte astronomische Nachtwanderung angeboten.
Zu den Dauerbrennern gehören die verschiedenen Aktionswochen, von denen insgesamt 19 angeboten werden. In Schulen und Kindergärten geht es um Themen wie "Apfelsaft aus eigener Kraft", den "Ökologischen Fußabdruck" und "Gesundes Frühstücken".

"Gutes Angebot"

Insgesamt wird es 21 Ausstellungen geben, 81 Kurse und 48 Wanderungen. Das Jahresprogramm ist chronologisch aufgebaut. Aus Gründen der besssern Erkennbarkeit und Zuordnung sind die Termine in Wildflecken-Oberbach und die Termine in Oberelsbach jeweils immer farbig hinterlegt.
Klaus Spitzl betonte, dass dieses Jahresprogramm ein Gemeinschaftswerk ist, so galt sein Dank vor allem den Referenten und Akteuren vor Ort sowie den Fachbetreuern Claus Schenk, Michael Dohrmann und Joachim Schneider.
Landrat Thomas Habermann dankte für die vielen guten Ideen und den hervorragenden Teamgeist. "Es ist ein qualitativ und quantitativ gutes Angebot."
Eine spezielle Zielgruppe werde mit dem Programm nicht angesprochen, es sei so breit gefächert, dass vom Kindergartenkind bis zu den Senioren alle Alters- und Interessengruppen berücksichtigt werden. Laut Claus Schenk und Michael Dohrmann werde das Thema demografischer Wandel verstärkt in den Blickpunkt genommen. So werden in diesem Jahr auch Aktionen auch im Seniorenheim stattfinden. Aus touristischer Sicht ergänzte Michael Pfaff, der Geschäftsführer des Vereins Naturpark und Biosphärenreservat, die Bedeutung eines Jahresprogramm im Bereich Umweltbildung.
Einerseits um die Einheimischen für die Thematik zu sensibilisieren, andererseits sei es auch ein touristisches Angebot, das dem Image der Rhön entspreche.