Um mit seinem Rad von Elfershausen nach Aura zu kommen, muss Daniel Fenn sich überhaupt nicht abstrampeln: Der Hügel auf der Ortsverbindungsstraße gibt ihm genug Schwung, um die mehr als zwei Kilometer zurückzulegen, ohne auch nur ein einziges Mal in die Pedale treten zu müssen. Denn Fenn hat ein Velomobil. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein Liegefahrrad mit Verkleidung.

"60 Stundenkilometer sind keine große Sache", erklärt Fenn. Von Bad Kissingen nach Hammelburg schaffe er es mit einem 70er Schnitt. Der Clou eines schnellen Velomobils ist die aerodynamische Form der Verschalung. Seine hat Fenn für ein Unternehmen selbst entwickelt und aus Glasfasern gebaut. Um den Vorsprung seiner Konstruktion zu beweisen, hat er andere Velomobilbesitzer zu einem Vergleich in seinen früheren Heimatort Elfershausen geladen.



Es geht rein um die Aerodynamik

Aus ganz Deutschland sind etwa ein Dutzend Fahrer gekommen. Vom Bahnübergang in Elfershausen lassen sie ihre Velomobile zunächst das sanfte Gefälle Richtung Trimberg rollen, um die Laufeigenschaften der Fahrzeuge aneinander anzugleichen. Denn bei dem anschließenden Test auf der Ortsverbindung von Elfershausen nach Aura geht es rein um die Aerodynamik. Und hier spielt Fenn seinen Vorteil aus. Er kommt allein mit der Beschleunigung durch das Gefälle am weitesten von allen.

Fenn ist nach einem Unfall zum Velomobil gekommen. Viele der anderen Fahrer sind vom Rad auf das Velomobil umgestiegen, weil sie bei Regen nicht nass werden wollten, wie im Teilnehmerlager zu hören ist. Für sie ist es eine Alternative zum Auto - nicht nur wegen des Preises von mehreren tausend Euro für ein Velomobil.