Am liebsten sind ihr die Bücher, die sie nicht entziffern kann. Schwungvolle arabische Schriftzeichen, japanische Schreibschrift... Hauptsache exotisch! Ästhetisch müssen sie sein, sagt Hilla Schütze. Nur wenn die Illustrationen ihren Geschmack treffen, werden die Kinderbilderbücher Teil ihrer Sammlung. Um die 2000 sind es wohl inzwischen, schätzt sie. Die Sammlerin sucht das Besondere. Nicht nur in gedruckter Form. Die Ausstellung, wo man ihre Schätze bestaunen kann, heißt "Spielzeugwelt" und liegt in schwarzen Kabinen unterm Dach.

Wer auf Entdeckungsreise gehen will, steigt die alten Treppenstufen im "Museum Obere Saline" bis ganz nach oben. Pechschwarze Wände: In den dunklen Räumen wirkt jedes Teil hinter den Glasscheiben in den Vitrinen noch einmal so bunt.

Spielen global

Mexiko, Moskau, Peru, Thailand, Kenia, Japan... Hilla Schütze ist viel rumgekommen und sie hat viel mitgebracht. Seit ihrer Jugend geht sie auf Beutezug: Spielzeuge aus aller Welt.

"Ein Spielzeug braucht eine Geschichte", sagt die 80-Jährige. Und diese weiß sie zu erzählen. Wer Hilla Schütze nicht persönlich im Museum trifft, hält sich einen Hörer ans Ohr und lauscht ihren Anekdoten, die sie extra für die Ausstellung eingesprochen hat.