Burg Botenlauben, vielbesuchtes Ausflugsziel und der wohl schönste Aussichtspunkt der Stadt, soll auch abends wieder zum prägnanten Wahrzeichen der Kur- und Kulturstadt werden. Das jedenfalls ist das Ziel einer konzertierten Aktion, die der Freistaat Bayern, vertreten durch die "Immobilien Bayern", StadtwerkeBad Kissingen, Stadt, Staatsbad GmbH, Heimatverein Botenlauben und der Rotary Klub Bad Kissingen gemeinsam stemmen.

Die bisherige, vor Jahrzehnten installierte Beleuchtung ist altersschwach, einige Teile sind bereits ganz ausgefallen, sodass nur wenige Mauern erfasst werden. Die beachtliche Größe der staufischen Schauburg ist nicht zu erkennen, die Anlage ist ein "Stromfresser" und das nächtliche Erscheinungsbild wirkt ein wenig provinziell. Das störte nicht nur den Heimatverein Botenlauben, sondern auch Hubertus Wehner, den ehemaligen Chef der Kurgärtnerei, nicht nur von Berufs wegen langjähriger Freund der Festungsruine. Er lud den Vorsitzenden des Botenlaubenvereins und langjährigen Darsteller des Grafen Otto von Botenlauben, Werner Vogel, zu einem Vortrag über den Kreuzfahrer, Minnesänger und Klostergründer beim Bad Kissinger Rotary Klub ein und die Mitglieder gaben grünes Licht, im Rahmen ihres kulturellen Engagement das Projekt finanziell zu unterstützen.
Das diplomatische Geschick des Hubertus Wehner und der gute Wille aller Beteiligten war gefragt, um das komplizierte Innenverhältnis zu regeln, aber seit dieser Woche sind Stadtwerke und Heimatverein mit schwerem Gerät unterwegs, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Dazu müssen möglichst unsichtbar Leitungen verlegt werden, ohne in die Natur einzugreifen und die Mauern zu gefährden. Allerdings werden die bisherigen Masten für die Wegbeleuchtung ersetzt, um auch sie mit stromsparenden LED Leuchten ausstatten zu können. Zur Fertigstellung soll dann auf der Ruine und vielleicht auch in Kissingen eine kleine "Light on Party" gefeiert werden. Alle Beteiligten sind sich sicher, dass Bad Kissingen ein schönes Pendant zur nächtlichen KissSalis bekommt und das Stadtbild zum modernen Erscheinungsbild der Therme mit der geschichtlichen Ergänzung auf der anderen Seite des Tales einen weiteren "Hingucker" bekommt.