"Ich verstehe nicht, wie man zwei so verschiedene Halbzeiten abliefern kann", war Waldbergs Trainer Mirko Kleinhenz nach dem Schlusspfiff fassungslos, angesichts des 3:2-Erfolgs aber auch erleichtert. "In der ersten Halbzeit haben wir stark gespielt mit einem überragenden Julian Raab", lobte Kleinhenz. Und im zweiten Durchgang? "Ich weiß nicht, was da los war", kritisierte er die viel zu eigensinnige Spielweise seiner Mannschaft, die mehrmals das 4:0 verpasste und die SG Gräfendorf auf 2:3 herankommen ließ. "Wer weiß, wenn das Spiel noch fünf Minuten länger dauert...", verstand der DJK-Coach ein so großes Leistungsgefälle nicht. Für eine überzeugende erste Halbzeit belohnte sich die DJK mit einer komfortablen 3:0-Führung nach 37 Minuten. Kleinhenz hob Julian Raab heraus, der "sehr agil und laufstark war und auf der linken Außenseite für Wirbel sorgte." Raab musste zur Pause ebenso verletzt raus wie Elias Seufert. Nach dem Seitenwechsel kochte Waldberg mit einem Schlag auf Sparflamme. Kleinhenz führte es auf Eigensinn und Überheblichkeit zurück.rus
TSV Oberthulba - SV Obererthal 5:0 (3:0). Tore: 1:0 Luca Biemüller (8., Eigentor), 2:0 Marius Schubert 12.), 3:0 Matthias Wolf (33.), 4:0 Sebastian Weidner (51.), 5:0 Niklas Lerpscher (84.).
Groß war das Erstaunen über die Dominanz des Aufsteigers, der nach zwei Spielen und zwei Siegen in der Liga angekommen ist. Die Oberthulbaer begannen forsch und gingen früh in Führung, weil Luca Biemüller bei einer unglücklichen Abwehraktionen seinem Keeper Matthias Helm keine Abwehrchance ließ. Und als Marius Schubert bei einem Freistoß einen "Flatterball" absetzte, war das 2:0 perfekt. Die Rot-Weißen gaben die zunächst abwartende Haltung auf und kassierten nach einer halben Stunde einen weiteren Gegentreffer durch den gerade eingewechselten Matthias Wolf, dessen Schrägschuss schien für Keeper Matthias Helm nicht unhaltbar. In der Kabine versuchte SV-Coach Lukas Heid seine Schützlinge zu einer Aufholjagd zu animieren, doch der Treffer des ebenfalls zunächst auf der Bank sitzenden Sebastian Weidner zerstörte vollends die Oberthulbaer Hoffnung auf eine Punkteteilung. Die TSVler, die sich zweikampfstark präsentierten, kontrollierten bis zum Abpfiff das Geschehen und bauten den Vorsprung durch ihren Verteidiger Niklas Lerpscher noch aus. "Wir wollen jetzt aber nicht abheben", so TSV-Sprecher Kevin Voll, der in der Schlussphase noch einen Lattenkracher von Schubert notierte.sbp
SC Diebach - SG Reiterswiesen/Arnshausen/FC 06 Bad Kissingen II 0:2 (0:1). Tore: 0:1 Jakob Fischer (14..), 0:2 Alexander Brakk (85.).
Die Frankonen stehen auch nach dem zweiten Spieltag noch ohne Torerfolg und Punktgewinn da. "Weil wir unsere wenigen Chancen nicht verwerten", so ihr Pressesprecher Bernd Resenberger. Der frühe Rückstand war Gift für das Nervenkostüm des jungen Teams. Nach weitem Schlag von Jonas Eschenbacher konnte Jakob Fischer die Kugel auf Höhe des Strafraumes ungestört annehmen und seine Farben mit einem platzierten Schuss in Führung bringen. Eine Viertelstunde später hätte Henrik Diener den Vorsprung ausbauen können, ließ sich aber im letzten Moment das Leder von Keeper Erik Jürgens vom Fuß wegspitzeln. "Die Pausenführung war verdient", erklärte der Informant, der nach dem Seitenwechsel ein Aufbäumen der Thurn-Schützlinge erlebte. Doch weder der Kopfball von Philipp Bold (49.) noch der Schuss des angeschlagenen Patrick Schmähling (53.) führte zum Ausgleich. "Danach haben wir es zu sehr mit der Taktik "Hoch und Weit" versucht, obwohl unser Coach eher eine spielerische Lösung forderte", so Resenberger. Nachdem der eingewechselte SGler Marlon Schwientek den Außenpfosten getroffen hatte (70.), machte Alexander Brakk den Sack mit einer feinen Einzelleistung zu. Von der Torauslinie zog er innen, tanzte zwei Gegenspieler aus und schlenzte das Spielgerät hoch in den Winkel des langen Ecks. "Unsere jungen Spieler bräuchten dringend ein Erfolgserlebnis", weiß der frühere SC-Spielmacher.sbp
SG Haard/Nüdlingen - VfB Burglauer 2:3 (1:0). Tore: 1:0 Fahed Harba (41.), 1:1, 1:2 Sven Bötsch (50., 67.), 1:3 Thorsten Bauer (90.), 2:3 Vincent Kiesel (90.+3). Gelb-Rot: Fabian Dietz (85., SG).
"Das war leider kein schönes Spiel", meinte SG-Abteilungsleiter Peter Haupt. Burglauer blieb in seinem ersten Saisonspiel zunächst passiv. Nach einem langen Ball auf Fahed Harba ging der Gastgeber daher verdient in Führung. Sven Bötsch drehte aber die Partie mit zwei Treffern nach der Pause. "Burglauer war deutlich cleverer und effektiver", sagte Haupt. Die schnellen Stürmer der Gäste setzten die SG-Defensive unter Druck. Die neue Spielgemeinschaft versuchte nach vorne zu spielen und lockerte die Defensive. Als Fabian Dietz vom Platz flog, nutzten die Gäste die Überzahlsituation: Thorsten Bauer entschied die Partie. Der 2:3-Anschlusstreffer von Vincent Kiesel kam zu spät. "Der Sieg für Burglauer war nicht unverdient", gab Peter Haupt unumwunden zu.
FC WMP Lautertal I - SG Unterweißenbrunn/Frankenheim 4:1 (2:0). Tore: 1:0 Stefan Denner (8.), 2:0 Andre Keßler (41.), 2:1 Mario Faulstich (62.), 3:1 Andre Keßler (74.), 4:1 Stefan Denner (82.).
Es läuft rund bei der neu gegründeten Spielgemeinschaft aus Weichtungen, Poppenlauer und Maßbach. Nach dem Auftaktsieg in Unsleben legte das Team von Martin Schendzielorz nach. "Wir sind gut ins Spiel gekommen", erzählte FC-Pressewart Sven Gessner. Daniel Schmitt leitete den Führungstreffer quasi aus Versehen ein, als er sich den Ball zu weit vorlegte - Stefan Denner staubte ab. Das 2:0 kommentierte Sven Gessner so: "Das war typisch Andre Keßler. Aus spitzem Winkel hämmerte er den Ball ins Tor." Unterweißenbrunn gab sich nicht auf. Mario Faulstich verkürzte per Kopfball. "Nach dem Anschlusstreffer waren die Gäste dem 2:2 näher als wir dem 3:1", sagt Gessner. Mitten in die Druckphase der Rhöner kam Andre Keßler vors Tor und schlenzte den Ball zum 3:1 ein. "Danach lief der Ball wieder", so der FC-Pressewart. Stefan Denner setzte nach einer schönen Kombination den 4:1- Schlusspunkt.