TSV Karlburg - SV Garitz: Zum ersten Rückrundenspieltag besteht für alle Landesliga-Klubs die Möglichkeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Und diese fällt sowohl für den TSV Karlburg (14.20) als auch den SV Garitz (17./8) ernüchternd aus.
Dies gilt vor allem für die Gastgeber, die als einer der Meisterschaftskandidaten gehandelt wurden, aber nach dem 1:1 zum Auftakt beim Aufsteiger überhaupt nicht in Tritt kamen. "Wir sind oft nicht in der Lage, gerade gegen defensiv eingestellte Mannschaften, den notwendigen Druck aufzubauen, Torchancen zu erzwingen, und wir sind auch am gegnerischen Strafraum zu oft ideenlos", machte Coach Thomas Kaiser als Gründe, vor allem für die schwache Heimbilanz (neun Punkte aus sieben Spielen), aus.
Kaisers Kollege Andrzej Sadowski wirkt, was nach sieben Niederlagen verständlich ist, zunehmend frustrierter.
"Wir versuchen jedes Wochenende alles, in kämpferischer Hinsicht kann ich niemandem einen Vorwurf machen, aber unsere Fehler werden zum einen brutal bestraft, zum anderen ist unsere Quote beim Abschluss ungenügend." Das war beim letzten Aufeinandertreffen noch anders, zumindest in der Offensive schien man auf gutem Weg. Doch in der Folgezeit waren in der Defensive zum Teil katastrophale Schnitzer zu konstatieren. "Dass man verliert, kann passieren", so der Spielertrainer, "aber die Art und Weise belastet die Köpfe der Spieler". Zuletzt kassierte man in Frammersbach eine 0:2-Niederlage, "was bitter war, denn der Gegner war spielerisch nicht besser, hat aber zwei Mal aus dem Nichts zugeschlagen" (Sadowski). Der muss weiter Seelenmassage betreiben und erwartet hochmotivierte TSVler. "Karlburg ist wesentlich stärker, als es der Tabellenstand vermuten lässt, vor dem 1:1 gegen Augsfeld gewann man in Serie gegen Don Bosco Bamberg, Kitzingen und Sand, alles Gegner, gegen die wir nicht gepunktet haben", so Sadowski. Dass sein Team neuerlich wegen personeller Probleme umgestellt werden muss, berührt den in dieser Hinsicht leidgeprüften Routinier schon nicht mehr. Diesmal muss er auf den Urlauber Christoph Werner, die verletzten Simon Herold und David Böhm sowie wahrscheinlich auch auf Björn Schlereth verzichten.