Die SG Oerlenbach bastelt am Aufstieg und profitiert von Wollbachs Unentschieden. Der BSC Lauter landet einen Kantersieg gegen Morlesau.
SV RW Obererthal - FC Untererthal 3:1 (1:1). Tore: 1:0 Michael Strasheim (42.), 1:1 Lukas Tartler (50.), 2:1 Marius Eberlein (75.), 3:1 Michael Strasheim (90.). Das Erthal-Derby war in der Hinrunde ein echter Langweiler. Das konnte man vom erneuten Aufeinandertreffen am Obererthaler Michaelsweg nicht behaupten, denn besonders für die Platzherren ging es um enorm wichtige Punkte gegen den Abstieg. "Wir sind diesmal wesentlich besser ins Spiel gekommen und haben versucht, spielerische Lösungen zu finden, während es der Gegner mit langen Bällen probiert hat, die aber bei unserer Abwehr meistens gut aufgehoben waren", resümierte SV-Coach Lukas Heid. "Insgesamt war es ein sehr faires Derby, auch wenn die Zweikämpfe manchmal etwas hart geführt wurden." Nach einem Befreiungsschlag gingen die Rot-Weißen durch Michael Strasheim in Führung, der das Leder ins kurze Eck bugsierte. "Die Untererthaler sind energisch aus der Halbzeit gekommen und haben uns eine Viertelstunde lang hinten reingedrückt. Als wir einen Ball im eigenen Strafraum nicht klären konnten, durfte Lukas Tartler freistehend zum 1:1 einschieben. Das war die logische Folge aus unserem schwachen Abwehrverhalten in dieser Szene", so Heid. "Wir haben dem Torschützen den Ball quasi gestoppt und selbst aufgelegt." Jetzt stellten die Obererthaler um und versuchten es mit schnellen Kontern. Ein Rezept, das eigentlich die Untererthaler seit Jahren haben. Als eine Notflanke durch die Abwehr der Viktorianer rutschte, war Marius Eberlein zur Stelle, der FC-Keeper Daniel Hammer keine Chance ließ. Nach einer grün-weißen Doppelchance durch Lukas Tartler, der allein auf Obererthals Keeper Leon Zwickl zulaufen konnte, und Marcus Schäfer, der einen Kopfball aus fünf Metern neben den Kasten setzte, war es vorbei mit der Untererthaler Hoffnung auf ein erneutes Remis. Denn Michael Strasheim sprintete einem langen Ball hinterher und nutzte die Konfusion in der grün-weißen Abwehr zur Entscheidung aus. Die Obererthaler Party mit 200 Gästen war eröffnet.bit TSV Reiterswiesen - SC Diebach 2:2 (2:1). Tore: 1:0 Florian Heller (27.), 1:1 Julian Lutz (35.), 2:1 Tizian Fell (37.), 2:2 Patrick Schmähling (52.). "Beide Teams spielten mit offenem Visier", berichtet Diebachs Trainer Michael Leiber. Die Kissinger Vorstädter gingen durch Florian Heller in Führung. Spielerisch überzeugten eher die Gäste. Julian Lutz egalisierte nach einer schönen Kombination. Allerdings nutzte Tizian Fell einen erneuten individuellen Fehler in der SC-Abwehr aus. Patrick Schmähling erzielte den verdienten Ausgleich. "Wir haben einen schönen Kombinationsfußball gezeigt. Das Ergebnis geht in Ordnung, da wir die Gegentore selbst verschuldet haben", sagt Leiber. SG Gräfendorf/Wartmannsroth - VfR Sulzthal 0:4 (0:2). Tore: 0:1 Paul Weber (28., Eigentor), 0:2 Lorenz Halbig (45.), 0:3 Alexander Unsleber (52.), 0:4 Luca Hartmann (88.). "Die Saison wird für beide noch spannend", berichtet Gräfendorfs Informant Jürgen Ditterich. Die Gastgeber waren ersatzgeschwächt angetreten. Dennoch hatte Linus Wilm die Chance zum 1:0. "Durch ein dummes Eigentor", so Ditterich, "sind wir leider in Rückstand geraten". Lorenz Halbig erhöhte zum angeblich "psychologisch wertvollsten Moment" unmittelbar vor der Pause. In der zweiten Hälfte entschied der Tabellenzweite durch Alexander Unsleber und Luca Hartmann die Partie. "Wir hatten gehofft, dass Lauter patzt, doch es bleibt eng. Hoffentlich müssen wir nicht in die Relegation, da uns gerade wichtige Spieler fehlen", sagt Jürgen Ditterich. SG Oberleichtersbach - TSV Wollbach 1:1 (1:0). Tore: 1:0 Florian Friebel (30.), 1:1 Jonas Kirchner (52.). Rot: Phillip Klug (25., Oberleichtersbach). Auf dem Papier empfing der Drittletzte den Dritten; doch die Elf von Stefan Brustmann zeigte eine starke Leistung und konnte dem Aufstiegsaspiranten Wollbach Punkte abnehmen. Dabei startete die Partie zugunsten der Gäste. Phillip Klug flog nach einer vermeintlichen Notbremse vom Platz. "Trotzdem waren wir die bessere Mannschaft", meint SGO-Pressewart Martin Schmitt. Joschka Eberlein spielte aus dem Mittelfeld auf Goalgetter Florian Friebel, der sich durchsetzte und eiskalt abschloss. Es roch nach der Sensation, bis Jonas Kirchner eine lange Flanke zum Ausgleichstreffer nutzte. "Wir standen hinten gut und wollten die Null halten. Am Ende hatte Florian Friebel sogar noch zweimal die Chance, das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden", erzählt Schmitt. Trotz des Punktgewinnes rutscht die Eintracht auf einen direkten Abstiegsplatz ab, da Lauter gegen Morlesau gewann. BSC Lauter - SV Morlesau 10:0 (4:0). Tore: 1:0 Maxi Wehner (13.), 2:0 Julian Kühnlein (14.), 3:0 Simon Kessler (22.), 4:0 Julian Kühnlein (24.), 5:0 Anu-In Bamrumnok (61.), 6:0 Marcel Metz (64.), 7:0 Andrey Rollmann (73.), 8:0 Stefan Edelmann (77.), 9:0 Simon Kessler (84.), 10:0 Anu-In Bamrumnok (86.). "Die Saison wird noch eine richtig enge Kiste", meint BSC-Pressewart André Lang. Mit dem Sieg gegen den Tabellenletzten schiebt man sich zwar an Oberleichtersbach vorbei, doch mit Bad Brückenau und Wollbach bleibt ein hartes Restprogramm für Lauter. Der Kantersieg gegen Morlesau war Pflicht. "Morlesau kam mit dem letzten Aufgebot von zehn Mann. Leider verletzten sich von ihnen noch zwei Leute, so dass sie zu acht das Spiel beendeten", sagt Lang. Julian Kühnlein war wohl der Matchwinner. Seine beiden Tore komplettierte er durch zwei Torvorlagen. Besonders schön war seine Vorlage auf Simon Kessler zum 3:0. Morlesau kam kaum aus der eigenen Hälfte und schoss nur einmal aufs Tor. "Ansonsten hatten wir noch massig Chancen. Der Schiedsrichter hatte wenig zu tun. Doch auch wenn Morlesau nur zu acht spielte, sie kämpften weiter, blieben fair und gaben sich nicht auf", lobt BSC-Pressewart André Lang. SG Oerlenbach/Ebenhausen - SV Aura 3:1 (1:0). Tore: 1:0, 2:0 Joachim Hofmann (36., 55.), 3:0 Daniel Franz (56.), 3:1 Philipp Kaiser (69.). Gelb-Rot: Mirko Hälbig (44., Aura). "Die Relegation ist uns so gut wie sicher", freut sich SG-Oerlenbach-Betreuer Alexander Schreiner. In den ersten zehn Minuten wirkte der Tabellenführer nervös. Aura presste und hatte zwei gefährliche Torschüsse. Doch dann kam Joachim Hofmann richtig ins Spiel. Zunächst vergab er eine Torchance, ehe er mit einem schönen Tor zur Führung traf. Nach einem Hackentrick verwandelte er den Ball sehenswert im Winkel. Der Auraer Mirko Hälbig flog nach wiederholtem Foulspiel vom Platz. Nun hatten die Hausherren das Spiel unter Kontrolle. Joachim Hofmann erhöhte nach einem weiten Pass von Michael Bieber. Kurz darauf sorgte Daniel Franz nach Vorlage von Dominik Röhner für die Entscheidung. Aura machte hinten auf und versuchte noch einmal, Druck aufzubauen. "Es hätte ein noch höherer Sieg werden können. Beim Gegentor haben wir hinten nicht richtig kommuniziert und von unseren vielen Konterchancen hätten wir noch einige nutzen können", sagt Schreiner. "Wir rechnen damit, drei Punkte gegen den Tabellenletzten Morlesau einzufahren und hoffen, dass uns dann die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen ist", so der SGler. DJK Weichtungen - FC Rottershausen 3:0 (1:0). Tore: 1:0 Gary Huntoon (38.), 2:0 Stefan Denner (58.), 3:0 Gary Huntoon (80.). Mit dieser Geheimwaffe hatten die Rottershäuser nicht gerechnet: Die abstiegsbedrohten Gastgeber reaktivierten ihren früheren Spielertrainer Gary Huntoon, der sich erst zur Rückrunde seinem alten Verein wieder angeschlossen hatte. Prompt wurde er mit zwei Toren zum Matchwinner. Das Spiel begann umkämpft, mit wenigen Chancen auf beiden Seiten. Beim 1:0 profitierte Huntoon laut Weichtungens Pressewart Carsten Dietz von einem Torwartfehler. Sein 16-Meter-Schuss flutschte Rottershausens Keeper Johannes Hein durch ins Netz. Die Führung nahmen die Gastgeber dank eines Chancen-Plus' und einer stabilen Abwehr verdient mit in die Pause, wobei der FC spielerisch besser war. Das 2:0 fiel nach einem schönen Doppelpass: Stefan Denner spielte den Ball zu Sebastian schüller auf den Elfmeterpunkt; der legte zurück und Denner schob ins lange Eck ein. Jetzt musste Rottershausen endlich kommen. Und sie kamen. Doch entweder strichen die Bälle knapp am Weichtungenr Tor vorbei oder Torwart Marcus Zimmermann fing den ball per Glanzparade noch ab. Ein Konter brachte dann die Entscheidung. Eine lange Flanke aus dem Halbfeld drückte wieder Huntoon mit dem Knie über die Linie. Laut Dietz versuchten die Rottershäuser es zwar weiter, weswegen die Partie intensiv blieb. Doch die DJK brachte das Ergebnis über die Bühne. "Jetzt sind wir wieder gut dabei. Wenn uns das einer in der Winterpause gesagt hätte, wir hätten es unterschrieben", sagte Dietz.st
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