Der FC 06 Bad Kissingen muss aufpassen, nicht ins Niemandsland der Tabelle durchgereicht zu werden. Auch der FC Thulba braucht im Abstiegskampf dringend ein Erfolgserlebnis.
TSV Münnerstadt - DJK Altbessingen (Samstag, 14 Uhr)
Der 3:0-Sieg im Derby beim FC 06 Bad Kissingen war ein Husarenstreich. Erneut schaffte der TSV Münnerstadt (2./39) auswärts in Unterzahl einen Dreier, womit der Traum von Platz zwei mehr denn je lebt. Entsprechend stolz war Münnerstadts verletzter Co-Trainer Simon Snaschel: "Nach der roten Karte war mit so einem Ausgang natürlich nicht zu rechnen. Was die Jungs da in läuferischer und kämpferischer Hinsicht gezeigt haben, war einfach brettstark. Wenn du gegen einen starken Gegner so lange in Unterzahl spielst, kommt es in erster Linie nicht mehr auf das Fußballerische an, sondern auf die Einstellung und den unbedingten Willen, das Bestmögliche herauszuholen. Dafür nochmal ein riesiges Kompliment an die Jungs." Dies zählt nun auch gegen die DJK Altbessingen (4./32. Mit einem weiteren Dreier würde die Truppe von Trainer Goran Mikolaj den Gegner aus dem Kreis der Relegationsanwärter verabschieden. Doch Snaschel warnt: "Altbessingen hat eine körperlich starke, taktisch gute Mannschaft mit einem klaren Plan und einen sehr guten Trainer. Es werden wieder ähnliche Attribute wie in Bad Kissingen gefragt sein. Wenn wir da nicht zu hundert Prozent dagegenhalten, bekommen wir mit Sicherheit Schwierigkeiten." Beim 2:2 im Hinspiel agierte der TSV zwar spieltechnisch überlegen, hatte gegen disziplinierte DJKler aber immer wieder auch Probleme und musste zweimal einem Rückstand hinterherlaufen. Nach zwei Siegen hintereinander in Trappstadt (4:1) und Forst (2:1) unterlagen die Mannen von Trainer Christian Brauner zuletzt in Stadtlauringen mit 1:3. Bester Torschütze bei der DJK ist Sascha Brauner, der mit acht Treffern ein Tor mehr erzielt hat als Sturmhüne Kai Herold. Beim TSV fehlt neben Janik Markert (Rotsperre) auch Keeper Patrick Balling (privat verhindert). Zudem sind die Einsätze von Niklas Markart und Leo Pfennig fraglich.
SV Rödelmaier - FC Thulba (Samstag, 16 Uhr)
Nach den beiden 1:4-Niederlagen in Hirschfeld und gegen Ettleben ist im Lager des FC Thulba (13./15) etwas Ernüchterung eingekehrt, zumal mit dem TSV Trappstadt ein direkter Konkurrent am Donnerstagabend durch einen 3:0-Sieg über Forst im Nachholspiel auf sieben Zähler enteilte. "Verlieren verboten" heißt es deshalb für die Truppe von Trainer Gerald Betz beim SV Rödelmaier (10./26), wie auch Abteilungsleiter Christoph Adrio bestätigt: "Die letzten zwei Spiele waren hart, dennoch fahren wir jetzt nach Rödelmaier, um dort zu punkten." Im Spiel gegen Ettleben gaben die Frankonen ihre Führung nach dem Traumtor von Tobias Huppmann durch eigene Fehler leichtfertig aus der Hand, ehe mit der roten Karte und in Unterzahl die Partie gelaufen war. Das soll in Rödelmaier tunlichst vermieden werden. Die Truppe von Trainer Werner Feder kann mit einem Sieg den Klassenerhalt vorzeitig nahezu perfekt machen. Zuletzt war der SV im Gastspiel bei Spitzenreiter und Fast-Meister Dampfach allerdings auf verlorenem Posten. Mit nur einem Feldspieler als Ersatz angereist, unterlag man klar mit 0:4. An das Hinspiel hat man im Lager der Frankonen keine guten Erinnerungen. 6:2 hieß es da im Thulbatal-Stadion zu Gunsten der Gäste. Adrio: "Der SV ist eigentlich eine Mannschaft, die in der Vergangenheit auf einem ähnlichen Level wie wir unterwegs war. In dieser Saison haben wir sie zuhause zum Tore schießen eingeladen. Angesichts der bisher erzielten Rödelmaierer Treffer, war das schon enorm viel." Fehlen wird den Gelb-Schwarzen nach seiner roten Karte René Leurer, während hinter dem Einsatz von Florian Heim und Fabio Reuß ein Fragezeichen steht.
SV-DJK Oberschwarzach - FC 06 Bad Kissingen (Samstag, 17 Uhr)
TSV Bergrheinfeld - FC 06 Bad Kissingen (Montag, 15 Uhr)
Gleich zwei Auswärtspartien stehen an Ostern für den FC 06 Bad Kissingen (6./29) auf dem Programm. Auf dem Papier zwei völlig unterschiedliche Begegnungen für die 06er, denn während die "Bercher" (12./19) noch um den direkten Klassenerhalt kämpfen, orientiert sich Oberschwarzach (3./38) gewohnt nach oben. Die Kurstädter selbst haben sich spätestens mit der 1:2-Niederlage am vergangenen Mittwochabend beim TSV Ettleben/Werneck aus dem Kreis der Relegationsanwärter verabschiedet. Da führte man zur Pause durch den ersten Saisontreffer von Alexander Brakk mit 1:0, ehe Ettleben die Partie durch einen Faulhaber-Doppelpack noch drehte. Das Form-Barometer spricht also deutlich für Oberschwarzach/Wiebelsberg, denn die Truppe des Spielertrainer-Duos Simon Müller und Alexander Greß hat im neuen Jahr eine strahlend weiße Weste vorzuweisen mit vier Siegen aus vier Spielen bei einem Torverhältnis von 13:2. Ein Manko könnte sein, dass die Steigerwälder ihre letzte Partie am 27. März bestritten. Sogar vier Wochen Spielpause hatte Montagsgegner Bergrheinfeld, was die Sorgen der Truppe von Thomas Cäsar und Reinhard Seger im Kampf um den Klassenerhalt sicher nicht kleiner macht. Denn vor der langen Zwangspause standen zwei Niederlagen zu Buche. Eine gegen das bis dato sieglose Schlusslicht Unterspiesheim (0:1) und eine "Last-minute"-Pleite gegen Stadtlauringen (2:3). Vier Zähler Vorsprung haben die Bergrheinfelder auf den Relegationsplatz, den bekanntlich der FC Thulba innehat - und der Bad Kissinger Schützenhilfe sehr gerne in Anspruch nehmen würde.