Den Hallo-wach-Knaller brachte SV-Mann Koukalias für seine Nebenleute. Einen Schlenzer setzte er an den von sich aus rechten Fuschter Pfosten (67.). Und kurz darauf klatschte der Ball eines anderen Haibachers an den anderen Pfosten (69.). Ein Kopfball von Christian Breunig segelte noch übers Tor, der von Johannes Gerhart nach einer Ecke nicht mehr, sondern mittenrein. Und Marco Trapp setzte kurz darauf einen drauf.
Wie gesagt: Die Fuschter waren am Boden. Mehr als ein Schuss übers Tor von Dominik Halbig sprang nicht heraus. Dabei übersah der Stürmer noch den völlig freien Simon Bolz.
Doch dann die überraschende Wende: Neuzugang Steffen Schmidt lenkte fünf Minuten vor Schluss einen eigentlich lausig getretenen Freistoß per Hinterkopf über Abwehr und SV-Keeper Schuhmacher hinweg ins Netz. Torwartfehler, weil die Haibacher Nummer 1 an der Fünfmeterlinie und damit zu weit vorn stand.
Und es kam noch besser fürs Heimteam: Sebastian Bartel, ebenfalls Neuzugang, köpfte eine Minute später mit Wucht und Überzeugung eine Eckballflanke ins Haibacher Tor. Ein paar Halbchancen für beide Mannschaften noch; dann war das Spiel Geschichte.
Alemannen-Trainer Torsten Zeuch ärgerte sich über die beiden Standards kurz vor Schluss. Seine Mannschaft habe zwar in Hälfte eins mehr Ballbesitz gehabt, aber den abwartenden Fuchsstädtern einige Konter ermöglicht. "Beim Elfmeter haben wir uns einfach nicht clever genug angestellt." In der zweiten Halbzeit sei sein Team besser im Spiel gewesen und habe es auch verdient gedreht. "Nur wenn man sich am Schluss zwei Standardtore einfängt, ist das einfach schlecht verteidigt. So haben wir uns leider um den Lohn gebracht." Über viele Phasen sei es nicht gelungen, die Initiative zu ergreifen und vorne in die gefährliche Zone zu kommen. "Das war einfach zu wenig für die Qualität, die wir spielerisch haben."
FC-Trainer Martin Halbig war insgesamt zufrieden, auch, weil wichtige Spieler fehlten und andere noch keine Landesliga-Erfahrung besitzen. "Wir haben gut gekämpft, waren aggressiv, sind in die Zweikämpfe gekommen. Alle, inklusive Auswechselspieler haben alles gegeben. Dass wir keinen Fußball zelebrieren, war auch klar."
In der ersten Halbzeit habe sein Team keine wirkliche Torchance gehabt. Sein Sohn hätte kurz vor der Pause das 2:0 machen können. Nach der Aufholjagd der Haibacher so durch Schmidt und Bartel zurückzukommen, sei großartig gewesen. Bartel sieht der Coach als "absoluten Führungsspieler. Die drei Punkte heute hätte ich so nicht erwartet, nehmen wir aber gerne mit."
Und das Duell der Torjäger der vergangenen Saison? Ging eindeutig an den damaligen Vize Halbig. Nicht nur wegen seines Tores.
Fuchsstadt: Zwickl - Kolb, Bartel, Lieb (78. Hugo), L. Baldauf - Bolz, Pfeuffer, Schmidt, Döpfert (90. + 2 Jendraschewski) - Halbig, Graser (71. Ph. Baldauf)