In Birgitt Klaus' Wohnzimmer in Oberleichtersbach steht eine Gartenbank, darauf Geschenke, Glückwunschkarten und ein bunter Luftballon mit markanter Aufschrift: "50". Eine außergewöhnliche Zahl für eine im Ligabetrieb aktive Fußballerin. Doch die Stürmerin der DJK Schondra hat keine Lust, sich auf die sprichwörtliche "Ruhebank" zu setzen. Höchstens auf die Ersatzbank, um eingewechselt zu werden. Im Interview berichtet sie, warum sie so lange im Fußball aktiv geblieben ist, warum sie nie eine Profikarriere anstrebte und wie lange sie spielen will.

Frau Klaus, Sie haben in einem früheren Gespräch gesagt, Sie hören auf, wenn Sie 50 sind. Wie steht es jetzt damit?

Birgitt Klaus: Ich hatte mir immer vorgenommen, wenn ich fit und verletzungsfrei durchkomme, mit 50 aufzuhören. Das habe ich im Wesentlichen geschafft. Kürzlich habe ich mit meinem Vater gesprochen. Er hat mit 53 mit dem Fußball aufgehört und gesagt, das schaffe ich noch.

Also machen Sie weiter?

Das ist davon abhängig, wie es in der neuen Spielrunde bei mir und im Verein läuft. Im Moment verfügt die 1. Mannschaft über genügend Spielerinnen. Aber wenn Not ist, werde ich aushelfen und auch ab und zu beim Training sein. Das und die Kameradschaft würden mir fehlen, wenn ich es nicht mehr hätte.