SE Freising - Kissinger Wölfe 3:5 (0:3, 1:1, 2:1).
Ein Pflichtsieg für die Wölfe. Aber auch einer mit historischem Charakter. Erstmals nämlich durften die Freisinger nach elf Auswärtsspielen in Folge in ihrer neuen Halle ran - und wurden zunächst überrollt. Nicht zuletzt dank einem überragenden Powerplay führten die Unterfranken nach dem ersten Drittel bereits mit 3:0 durch die Treffer von Viktor Ledin (2) und Roman Nikitin. Angesichts der Überlegenheit des Gegners war der Rückstand für die Black Bears gar noch schmeichelhaft. Danach fuhren die "Schwarzbären" vor mehreren hundert Zuschauern doch noch die Pranken aus, wehrten sich und verdienten sich so den Anschlusstreffer von Patrick Holler.

Gut, dass Kissingens Spielertrainer Mikhail Nemirovsky mit seinem sehenswert abgefälschten Schuss ins Kreuzeck zum 4:1 traf - eine komfortable Ausgangsposition für das finale Drittel. In dem traten die Kurstädter, die nach abgelaufener Sperre wieder mit Verteidiger Alexander Engel antreten konnten, allerdings nicht wie ein Spitzenreiter auf. Und das, obwohl Viktor Ledin in Unterzahl der Gäste noch einmal nachlegte. Chancen um Chancen erspielten sich danach die Oberbayern, die mit dem Doppelschlag von Dennis Martindale und Alexander Völkel tatsächlich wieder im Spiel waren (56.). 40 Sekunden vor Spiel ende gelang sogar der vermeintliche Anschlusstreffer durch Pavel Hanke zum 4:5, der aber von den Schiedsrichtern aberkannt wurde. Unter dem Strich dennoch ein verdienter Sieg für die Wölfe, die auch Pech mit zwei Pfostentreffern hatten.

Besser hätte das Wochenende nicht laufen können für die Kissinger, die mit der idealen Punkteausbeute aus den Spielen gegen Haßfurt und Freising Tabellenführer der Landesliga Nordost bleiben. Diese Spitzenposition allerdings wohl einbüßen in der nun folgenden über zweiwöchigen Pause, in der die Konkurrenz punkten kann. Weiter geht es für die Wölfe am 16. Januar mit dem Heimspiel gegen den EV Pegnitz - in jedem Fall ein Topspiel.