Kellerduell in Kissingen - kein Selbstläufer für Frankonen

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Thulba will im Aufsteigerduell beim SV Sömmersdorf für Furore sorgen.

SV Sömmersdorf - FC Thulba (Samstag, 16 Uhr)
Mit dem 1:0-Erfolg über Spitzenreiter Geesdorf bleibt der FC Thulba (7./13) zu Hause weiter unbesiegt und möchte im Aufsteigerduell beim SV Sömmersdorf (15./5) nun auch auf fremden Platz wieder für Furore sorgen. Dort gingen die Frankonen zuletzt dreimal in Serie leer aus, was Spielertrainer Victor Kleinhenz natürlich ein Dorn im Auge ist: "Ich hoffe, dass wir auswärts wieder mal gewinnen, um den Abstand auf die hinteren Plätze zu vergrößern, denn in der Tabelle ist alles noch sehr eng beieinander." Für Sömmersdorf, dem Meister der Schweinfurter Kreisliga 1, läuft es derzeit alles andere als gut, denn die Mannschaft von Spielertrainer Daniel May verlor die vergangenen vier Partien allesamt und sitzt dadurch im Tabellenkeller fest. Einen Selbstläufer erwartet Kleinhenz dennoch nicht: "Das wird ein ganz anderes Spiel als das zu Hause gegen Geesdorf. Ich erwarte einen tief stehenden Gegner und das ist eine Situation, die wir auswärts in den letzten Begegnungen nicht so gut gelöst haben. Da haben wir uns zu wenig Tormöglichkeiten herausspielen können." Die hatten die Gelb-Schwarzen jüngst in einem guten Spiel gegen Geesdorf in Anzahl und Qualität mehr als der Kontrahent und siegten daher verdient. "Auch die Außenstehenden sagten, dass dieses Spiel fußballerisch sehr gut war. Wir konnten in einem, von den Spielanteilen her, ausgeglichenen Spiel drei, vier Hochkaräter herausarbeiten, Geesdorf war dagegen nur aus der Distanz gefährlich", lobte Kleinhenz sowohl das Spiel der Seinen gegen als auch mit dem Ball und freute sich über die Rückkehr von Spielführer Daniel Neder in den Kasten, der große Ruhe und Sicherheit ausstrahlte, die auch gegen Sömmersdorf gefragt sein wird. Fehlen werden dort Fabian Düsterwald, Maximilian Heinrich, Lorenz Heim und Lukas Graser.

SV Riedenberg - TSV Gochsheim (Samstag, 16 Uhr)
"In Forst kann man mal gewinnen", freute sich Marius Kubo, Trainer des SV Riedenberg (3./16), nach dem 4:1-Husarenstreich seines Teams bei einem der Titelfavoriten augenzwinkernd. Denn Kubo weiß, dass die Mission dort unglaublich schwer ist. Was sich in den ersten 20 Minuten auch bewahrheitete, als Keeper Florian Dorn einige Male sein ganzes Können aufzeigen musste, um einen Rückstand zu verhindern. Dann kamen die Grün-Weißen immer besser in die Partie, spielten flüssige Kombis, machten die Tore und siegten auswärts zum ersten Mal in dieser Saison. Und das verdient. "Endlich ist da der Knoten geplatzt und das war in Forst nicht unbedingt zu erwarten. Aber wir haben das Glück erzwungen, wie zum Beispiel bei Selly Gebhart zu sehen. Er hat gerackert und sich sein erstes Saisontor nach etlichen Aluminiumtreffern redlich verdient", freute sich Kubo über den Auftritt seines Angreifers, den er exemplarisch für die gesamte Mannschaft nennt. Jetzt kommt der TSV Gochsheim (8./12) in die Rhön und auf dem eigenen Rasenviereck läuft es sowieso. Die lupenreine weiße Weste soll auch im fünften Spiel unbefleckt bleiben, "denn es ist wichtig, seine Spiele zu Hause zu gewinnen", sagt Kubo und ist optimistisch, auch wenn sich Gegner Gochsheim derzeit im Aufwind befindet, bei elf Punkten aus den letzten fünf Spielen ohne Niederlage. "Die Automatismen greifen bei uns derzeit von der Kette über das Mittelfeld in die Offensive. Wir sind gut im Training und alle geben Gas. Ich bin voll des Lobes über die Truppe. Jeder macht durch die Bank einen prima Job. So schlecht wie es letzte Saison lief, so gut läuft es jetzt. Da zahlt sich die Breite des Kaders aus. Wir sind auf einem guten Weg."

FC 06 Bad Kissingen - TSV Knetzgau (Samstag, 16 Uhr)
Zum Kellerduell lädt der FC 06 Bad Kissingen (13./7), der im Dr.-Hans-Weiß-Sportpark Schlusslicht TSV Knetzgau (16./3) empfängt. Der Aufsteiger aus dem Landkreis Haßberge hat eine Etage höher einige Probleme und ist nach neun Spieltagen noch ohne einen Sieg. Dabei fällt vor allem auf, dass die Truppe von Spielertrainer Matthias Strätz ihr zweifelsfrei vorhandenes Offensivpotential aus der Meistersaison mit über 100 geschossenen Toren nicht wirklich ausschöpfen kann. Aber der TSV konnte zum Beispiel bei hoch gehandelten Oberschwarzachern durchaus überzeugen und holte dort nach einem 0:3-Rückstand immerhin ein 3:3-Unentschieden. Auch bei den Männern aus der Kurstadt ist bei weitem noch nicht alles im Lot. Nach dem 1:0-Derbysieg über Thulba zog die Truppe von Trainer Thomas Lutz jüngst in Krum mit 0:4 den Kürzeren. Dabei wurden den 06ern eigene Offensivschwächen wie auch ein starker Gegner letztlich zum Verhängnis. "In den ersten 20 Minuten haben wir einige Chancen liegenlassen, dann kam Krum mit seinen starken Einzelspielern über den Flügel immer besser ins Spiel. In der zweiten Hälfte haben wir zwar ganz gut nach vorne gespielt, waren aber für Zählbares zu harmlos", attestierte Lutz seiner Elf zwar Willen, jedoch zu wenig Durchsetzungsvermögen. Gegen Knetzgau verlangt der 06-Coach von seiner Elf wieder mehr Stabilität in der Defensive. "Die vier Gegentore schmerzen. Eine geordnete Defensive ist aber Voraussetzung, um gegen Knetzgau Erfolg zu haben. Das ist ein richtungsweisendes Spiel, das wir für uns entscheiden möchten", sagte Lutz. Erfreut war er über die Tatsache, dass Ervin Gergely endlich wieder schmerzfrei spielen und trainieren konnte und auch Christian Laus zeigte sich bei seinem Einsatz auf einem guten Weg. Zudem kehrt Philipp Greubel wieder in den Kader zurück, wodurch Lutz wieder mehr Möglichkeiten im System hat.