"Es hätten schon 50 Meter sein sollen", sagte Nico Wilm nach seinem standesgemäßen Sieg im Speerwurf. Der 19-Jährige, der in Hösbach erstmals in der Aktivenklasse startete, hatte für seine Weite von 44,89 Metern allerdings eine plausible Begründung: "Am Vortag spielte ich noch mit dem Fußballteam des 1. FC Rottershausen um den Aufstieg in die Kreisklasse. Danach haben wir mit einer kleinen Feier die Saison ausklingen lassen." Mit seinen 44,89 Metern hielt Nico Wilm, der im letzten Jahr mit dem 800 Gramm schweren Speer bereits deutlich über 50 Meter geworfen hat, zumindest Thomas Teufel von der TG 48 Würzburg knapp auf Distanz. Dritter wurde Wilms Teamgefährte Marcel Müller, dessen Speer sich bei 42,45 Meter in den Boden bohrte.


Eine anstrengende Rückkehr

"Ich wollte unbedingt unter 2:30 Minuten laufen und hätte nicht gedacht, dass dies so anstrengend sein könnte", beschrieb Julia Wenzke vom TSV Münnerstadt ihre Rückkehr auf die 800 Meter, ihre frühere Parade strecke. In 2:28,48 Minuten gewann sie den Wettbewerb der Aktiven. Für die Physiotherapeutin, die als Jugendliche viele Jahre zu den allerbesten Mittelstrecklerinnen im Freistaat zählte, sollte dies nicht der einzige Erfolg sein. Zusammen mit Lena Pfeuffer, Laura Rössler und Leonie Warthemann verbuchte Julia Wenzke in der Staffel einen weiteren Sieg. Über 4 x 100 Meter lief das Münnerstädter Quartett gute 51,59 Sekunden und qualifizierte sich damit sicher für die Bayerischen Meisterschaften.

Iris Heid ist gut gerüstet

Iris Heid, die mehrfache Deutsche Seniorenmeisterin vom TSV Münnerstadt, übersprang im Hochsprung der Frauen sehr gute 1,54 Meter und wurde hinter der letztjährigen Bayerischen Jugendmeisterin Nadine Niemann (LAZ Obernburg Miltenberg) immerhin Zweite. Damit ist sie gut gerüstet für die Deutschen Seniorenmeisterschaften, die Mitte Juli in Erfurt stattfinden.

Für einen von lediglich nur zwei Titeln im Jugendbereich zeigte sich Jessica Schottorf vom TSV Bad Kissingen verantwortlich. Die Unterfränkische Rekordhalterin über 100 Meter Hürden der Jugend U-18 musste auf ihrer Paradestrecke auf den letzten Metern schon alles geben, um die zwischenzeitlich enteilte Lena Schröder vom LAZ Kreis Obernburg-Miltenberg einzuholen. "Das Finish passt, aber an den ersten Hürden muss ich unbedingt noch zulegen", zeigte sich die Nationalkaderathletin nur bedingt zufrieden mit ihren 14,55 Sekunden. "Da fehlt zu meiner Bestleistung vom letzten Jahr zwar noch rund eine halbe Sekunde. Aber zum gleichen Zeitpunkt war ich im vergangenen Jahr sogar geringfügig langsamer", beruhigt die Bad Kissingerin, die anschließend nur knapp den Sieg im Hochsprung verpasste. Ohne große Vorbereitung steigerte sie da ihren Hausrekord auf gute 1,60 Meter. Die 16-Jährige hatte lediglich einen Fehlversuch mehr als die höhengleiche Luisa Moser von der TG Kitzingen. Auch im Weitsprung beendete Jessica Schottorf den Wettbewerb als Zweite. Mit fünf Versuchen und guten Weiten zwischen 5,08 Metern und 5,20 Metern fehlte ihr da allerdings der "Ausrutscher" nach oben.

Doppel-Bronze für Laura Rösssler

Laura Rössler vom TSV Münnerstadt platzierte sich sowohl im Weitsprung wie auch im Speerwurf der U-20 auf dem Bronzeplatz. Über 200 Meter steigerte sich Felix Hockgeiger vom TV/DJK Hammelburg auf 24,62 Sekunden und wurde Dritter der Jugend U-20. Nick Przeliorz vom TSV Münnerstadt sprintete im Vorlauf über 100 Meter der Jugend U-20 starke 11,68 Sekunden und egalisierte damit seinen Hausrekord. Der Nüdlinger verzichtete aufgrund einer Oberschenkelverhärtung dann allerdings sicherheitshalber auf das Finale.