Eine kampfbetonte Partie, in der es wenig spielerische Höhepunkte gab, endete mit einer Nullnummer, die beide Trainer nur bedingt zufrieden stellte. Sowohl SV-Spielertrainer Thorsten Büttner wie auch FC-Coach Artur Trebacz erklärten nach dem Abpfiff unisono, dass mehr möglich gewesen wäre. Doch dann hätte es beiderseits im Spielaufbau besser aussehen müssen. Bei den Gastgebern machte sich das Fehlen des verletzten Angriffsduos Alexander Unsleber und Sascha Ott negativ bemerkbar, die Schläge nach vorne fanden nur selten einen Abnehmer. Die Kurstädter ihrerseits hatten einige Neuzugänge im Aufgebot, die durchaus zu überzeugen wussten, aber wohl noch einige Zeit brauchen, damit die Abstimmung besser funktioniert.

Es entwickelte sich ein Spiel, das zunächst von vielen Fehlern und harten Zweikämpfen geprägt war. Ein von Büttner über den Kasten gesetzter Schuss von der Strafraumgrenze aus sorgte erstmals für Torgefahr (20.). Drei Minuten später ließ der lauffreudige Florian Hahn FC-Innenverteidiger Philipp Jakobsche schlecht aussehen, der den Hahn-Schuss aber noch erfolgreich zur Ecke abblockte. Im Gegenzug setzte Konstantin Steigerwald den Ball nach Freistoß knapp über den Winkel. Zwei Minuten später schlenzte der SVler Björn Morper die Kugel bei einem seiner insgesamt seltenen Vorstöße am Pfosten vorbei, und kurz vor dem Kabinengang rettete Ramsthals Keeper Frank Popp im Nachfassen nach Kopfball von Lubomir Stieranka.

"Man merkt beiden Mannschaften an, dass die Vorbereitung nicht optimal war", zog FC-Abteilungsleiter Heribert Jakobsche zur Pause ein Zwischenfazit. Die Rot-Weißen ersetzten nach Wiederbeginn ihren Mannschaftskapitän Markus Klüpfel (Wadenverletzung) durch Daniel Gleißner und hielten die Begegnung weiter offen. Lediglich ein Freistoßschlenzer durch Thorsten Büttner, den FC-Goalie Dominik Hüfner aus dem Winkel fischte, war erwähnenswert. Die Aufregung beschränkte sich in der letzten halben Stunde vornehmlich auf Nickligkeiten, was zu vielen Pfiffen des Unparteiischen, garniert mit gelben Karten, führte. So richtig klare Einschussmöglichkeiten waren nicht mehr zu verzeichnen. Es verfestigte sich zunehmend der Eindruck, dass die Verhinderung eines Gegentreffers Priorität besaß. "Bei so einem Spiel musst du mit einem Punkt zufrieden sein", konstatierte der Ramsthaler Rainer Morper. Der Punkt hilft den Weindörflern da wohl mehr wie den weiter zitternden Sinnstädtern.

Ramsthal Popp - M. Schmitt, Herterich, B. Morper, Danz - Hallhuber, J. Morper, Büttner, Feichtinger - Ph. Schmitt, Hahn; eingewechselt: A. Büttner, Voss, Rottamer.

Bad Brückenau
Hüfner - Bradacz, Schumm, Ph. Jakobsche, Fl. Jakobsche - Herbert, Klüpfel (46. Gleißner), Stieranka, Gartung - Bengart, Steigerwald; eingewechselt: Krämer, Norek.

Zuschauer 130.

TSV Bad Königshofen - TSV Münnerstadt 1:0 (1:0) - Tor des Tages: Daniel Blau (Foulelfmeter/30.).

Die Gäste verpassten die Tabellenführung, wobei die Mürschter laut Königshofens Pressesprecher Gerhard Harth "ein Unentschieden verdient gehabt hätten". In einem interessanten Spiel auf hohem Niveau ließen beide Abwehrreihen wenig zu, so richtig klare Torchancen konnten nicht herausgespielt werden. Dem Tor des Tages durch den Strafstoß von Daniel Blau ging ein Foul an Ferdinand Heusinger voraus, der beim Kreuzen des Strafraumecks von den Beinen geholt wurde. Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Tobias Thiel das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber am reaktionsschnellen Keeper Johannes Wolf. Der sah nach Wiederanpfiff zunächst überlegene Vorderleute, die bei einigen Standards vor dem Ausgleich standen. Die beste Möglichkeit zum 1:1 auf dem Fuß hatte Simon Snaschel, dessen Schuss aber noch von der Torlinie gekratzt wurde (82.). Drei Minuten später musste sich Wolf bei einem der gefürchteten Freistöße von Marcus Lockner, von der Mittellinie getreten, gewaltig strecken, um einen weiteren Gegentreffer zu verhindern.
Münnerstadt: Wolf - Coprak, Kanz, Krell, D. Mangold - Markart, Schmitt (55. P. Müller), Geis, Kessler (80. Erhard) - Snaschel, Kiros.

TSV Gochsheim - FC Fuchsstadt 4:1 (1:1) - Torfolge: 1:0 Daniel Meusel (2.), 1:1 Andreas Ermisch (22.), 2:1 Daniel Meusel (65.), 3:1 Kevin Frazier (88.), 4:1 Daniel Greubel (90.).

"Das Ergebnis täuscht über den Spielverlauf", gestand TSV-Pressesprecher Achim Eisend nach Spielende ein. "Fuchsstadt war keine drei Tore schlechter und hat uns lange das Leben schwer gemacht." Die Gastgeber feierten einen Auftakt nach Maß, bereits den ersten Angriff schloss Torjäger Daniel Meusel erfolgreich ab. Dieser Rückstand beeindruckte die Kohlenbergler wenig, die ihrerseits sofort die Offensive suchten, was in ein insgesamt niveauvolles Match mündete.

Matchwinner Meusel

Fuchsstadt Bemühungen wurden zwanzig Minuten später belohnt, nach einer Freistoßflanke verlängerte Johannes Feser das Leder auf den Fuß des sträflich unbewachten Andy Ermisch. Nach der Pause erhöhten die Einheimischen das Tempo, die FC-Deckung geriet einige Male in Schwierigkeiten und konnte den neuerlichen Rückstand nicht verhindern. Erneut hatte Goalgetter Meusel getroffen. Die Partie war danach heiß umkämpft. Mit verstärkter Offensive versuchte FC-Coach Marius Kubo zumindest eine Punkteteilung zu erreichen, doch der TSV-Kasten war wie vernagelt. In den Schlussminuten setzten die Reichsdörfler noch zwei Konter in eine entblößte Abwehr. "Der Sieg ist für uns sehr wichtig", so Eisend angesichts der Tabellensituation, "aber auch für Fuchsstadt ist im Meisterschaftskampf noch nichts verloren".
Fuchsstadt: Rößler - Heinlein (70. M. Wahler), Baldauf, Thurn, Ermisch - Plehn, Wolf (75. Jopp,), Ch. Mützel, P. Stöth - Feser, Bolz.

TSV Röthlein - SV Riedenberg 3:0 (0:0) - Torfolge: 1:0 Thomas Schönlein (48.), 2:0 Sebastian Wehner (Foulelfmeter/60.), 3:0 Andreas Schubert (80.) - Rote Karte: Daniel Dorn (Riedenberg/79.) - Gelb-rote Karte: Thomas Vorndran (Riedenberg/48.).

Ein Spiel zum Vergessen aus Sicht der Rhöner, für die alles schief lief, was nur schief laufen konnte. Einen ersten Rückschlag erlitten die Grün-Weißen, als Max Schultheiß nach einem Tritt in die Kniekehle vom Rasen musste. Spielmacher Christoph Dorn folgte ihm zur Pause, nach einem Sturz auf den Hinterkopf. "Trotz dieser Schwächung hat unser Trainer an die Mannschaft appelliert, den Druck auf das gegnerische Tor zu erhöhen, denn in spielerischer Hinsicht war bis dahin kein Unterschied zu erkennen", berichtete SV-Pressesprecher Stefan Dorn. Doch drei Minuten nach Wiederanpfiff leistete sich Thomas Vorndran eine Disziplinlosigkeit, nach Foul, gelber Karte und Meckern verwies ihn Bayernliga-Schiri Bernd Brand (Schallfeld) des Feldes. Aus dem Freistoß heraus, der noch abgefälscht wurde, erzielte Thomas Schönlein den Führungstreffer für die Gastgeber. Danach soll der Unparteiische mit zweierlei Maß gemessen haben. "Bei vergleichbaren Fouls haben unsere Spieler sofort 'Gelb' gesehen, während Attacken der Röthleiner unbestraft blieben", kritisierte Stefan Dorn. Stinksauer war dieser wegen des Strafstoßes zum 2:0. "Da hat unser Verteidiger den Ball sauber weggegrätscht", so Dorn, dessen Leiden weitergingen. Philipp Dorn und André Römmelt hatten gerade den Anschlusstreffer verpasst, da flog der nächste SVler vom Rasen. Daniel Dorn wollte nach einem Laufduell den Ball im Aus gesehen haben, doch der Assistent hob die Fahne nicht. Dorn und seine Mitspieler blieben stehen und fingen sich den dritten Gegentreffer ein. Daniel Dorns Protest wurde mit Rot quittiert.
Riedenberg: Fl. Dorn - Seuring, Vorndran, Schuhmann, Schultheiß (10. Fe. Dorn) - D. Dorn, Ch. Dorn (46. Ph. Dorn), Carton, Fröhlich - Römmelt, Rüttiger.

FC 06 Bad Kissingen - FC Reichenbach 1:1 (0:1) - Torfolge: 0:1 Christoph Hillenbrand (33.), 1:1 Ervin Gergely (82.).

"So hatte ich mir weder das Spiel noch das Ergebnis vorgestellt", zeigte sich 06-Coach Rüdiger Klug enttäuscht. Die Punkteteilung ist ein Dämpfer im Aufstiegskampf. Sehr zufrieden war dagegen Reichenbachs Trainer Marc Hartmann, der von "einem klaren Punktgewinn im Kampf um den Klassenerhalt" sprach. Die Gastgeber, die auf Christian Laus (Grippe) verzichten mussten und dafür Stefan Heinisch auf diese Position stellten, ergriffen zunächst die Initiative und erarbeiteten sich zwei klare Möglichkeiten. Doch Maxi Pfülb aus fünf Metern (11.) wie auch Matthias Karch (18.) scheiterten an Keeper Mario Mölter. Der sah seine Vorderleute dann immer besser ins Spiel kommen, vor allem Michael Seith, bester Spieler auf dem C-Platz im Sportpark, sorgte für Wirbel. Den möglichen Führungstreffer hatte aber auf der Gegenseite Marcel Klug auf dem Fuß, sein 25-Meter-Schuss klatschte an die Latte. Dann jubelte die zahlreiche Reichenbacher Fan-Schar, nach einer Ballstafette über Benjamin Back und Michael Schön netzte Christoph Hillenbrand ein. Zur Pause musste Marc Hartmann wegen eines Pferdekusses die Liberoposition an Markus Bach übergeben. Die Kurstädter verfielen zunehmend in unproduktive Einzelaktionen, wofür auch der Schuss von Stefan Heinisch aus großer Distanz ans Lattenkreuz sprach. Drei Minuten später hatte ein Freistoßschlenzer von Markus Bach ebenfalls Alu-Kontakt. Danach musste der zweikampfstarke Teutone Julian Hergenröther wegen eines Muskelfaserrisses vom Feld. Nachdem Arek Porombka freistehend an Mario Mölter gescheitert war, schaffte Ervin Gergely immerhin den Ausgleich.