FC 05 Schweinfurt - SV Heimstetten 4:3 (2:1). Tore: 1:0 Kevin Fery (25.), 2:0 Joseph Mensah (30.), 2:1 Sammy Amari (44.), 3:1 Steffen Krautschneider (55.), 3:2 Danijel Majdancevic (64.), 4:2 Adrian Dußler (82.), 4:3 Sammy Amari (90.).
Einmal mehr sollte sich ein Spiel unter Flutlicht auszahlen für den FC 05, der der zahlenden Kundschaft durchaus einiges anzubieten hatte mit drei Punkten und sieben Toren. Besser in die Partie kamen die Grün-Weißen nach dem Flankenball von Simon Häcker, als Heimstettens Verteidiger Clemens Kubina mit dem Rücken zum Tor stehend um ein Haar ein Eigentor fabriziert hätte. Ein Mutmacher für die Unterfranken, die dann die Direktabnahme von Michael Kraus kreierten, bei der Heimstettens Keeper Marijan Krasnic die Fingerspitzen an den Ball brachte.

Hochverdient daher der Führungstreffer, volley erzielt von Kevin Fery nach dem Eckball von Steffen Krautschneider. Fast eine Doublette das 2:0, als Joseph Mensah nach einem Krautschneider-Eckball per Kopf sein erstes Saisontor erzielte. Kurz davor hätte auch Marino Müller einnetzen können. Heimstetten war bis dato sicher keine zwei Tore schlechter, besaß aber keine Knipser-Qualitäten. Sammy Ammari hatte erst FC-Innenverteidiger Manuel Müller angeschossen (19.), dann den Kürzen gezogen im Duell mit FC-Keeper Christopher Pfeiffer (34.), ehe Mensah clever klärte gegen Sebastiano Nappo. Den guten Eindruck verspielten die Schweinfurter kurz vor dem Halbzeitpfiff, als Amari zur Stelle war. Und es hätte gar 2:2 stehen können, was Pfeiffer mit der Parade gegen Kubina verhinderte.

Der 4:3-Sieg in der vergangenen Saison hat bereits Legenden-Status, als sich die Schweinfurter mit drei späten Toren noch in die Abstiegs-Relegation gerettet hatten. Auch diesmal gab es keine Langeweile für die knapp 1000 Fans. Gerd Klaus schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, denn mit Wiederanpfiff passte wieder die Einstellung beim FC 05, der sofort auf Betriebstemperatur war mit dem Hochkaräter von Tom Jäckel nach der Kraus-Flanke, als Krasnic gekonnt parierte. Um dann doch hinter sich greifen zu müssen, weil Steffen Krautschneider ganz genau gezielt hatte.

Irgendwie typisch FC, dass auch diese Zweitore-Führung keinerlei beruhigende Wirkung ausstrahlen konnte. Heimstetten erinnerte sich womöglich an den Umstand, dass die Gastgeber eine vollkommen neu gebildete Viererkette aufgeboten hatten, die gar nicht eingespielt sein konnte. Tatsächlich hatte Majdancevic leichtes Spiel, als der Freistoßball von Kubina locker-flockig durch die FC-Reihen flog. Dass Offensive die beste Verteidigung sei, davon wollte Gerd Klaus fortan nichts wissen, der mit Adrian Dußler und Philipp Mandelkow zwei eher defensive Akteure aufs Feld beorderte, um den wertvollen Vorsprung unter allen Umständen zu verteidigen. Und dann macht ausgerechnet Dußler das entscheidende 4:2 nach der Vorlage von Pablo Pigl. Nach seinem Sololauf hätte Simon Häcker gar auf 5:2 stellen können. Stattdessen traf Amari mit dem Schlusspfiff zum Endstand. Wieder hatte Heimstetten in Schweinfurt 3:4 verloren. Diesmal aber ohne Verschwörungs-Theorie.
FC 05: Pfeiffer - Man. Müller, Mensah, Pigl, Mache - Kraus (73. Dußler), Fery, Häcker, Krautschneider, Mar. Müller (86. Kleinhenz), Jäckel (73. Mandelkow).

TSV Pfändhausen - TSV Rothhausen/Thundorf 3:1 (2:0). Tore: 1:0 Paul Groß (13.), 2:0 Daniel Kraus (28.), 2:1 Lukas Göbel (52,), 3:1 Peter Hahn (63.).
Mit diesem Sieg setzte sich der TSV Pfändhausen an die Tabellenspitze und freut sich jetzt auf das Top-Match am Sonntag gegen den VfB Burglauer. "Unser Sieg war verdient, vielleicht um ein Tor zu hoch", sagte Pfändhausens Betreuer Roland Zimmermann, der auf Seiten der Gäste vor allem Manuel Schmitt und Julius Kohlhepp lobte, "die vorne für viel Wirbel gesorgt hatten". Vom Anstoß weg hatte Paul Groß eine hundertprozentige Torchance vergeben, um nach dem Pass von Daniel Kraus doch zu treffen. Beim 2:0 hatte der Vorlagengeber vom Zuspiel von Peter Hahn profitiert, der mit Hilfe des Innenpfosten zum Endstand getroffen hatte. Lukas Göbel hatte zuvor den Anschlusstreffer erzielt, während Manuel Elflein Pech mit seinem Schuss an die Oberkante der Latte hatte. Ein guter Leiter der Partie war Andreas Wörtmann (TSV Wülflingen).

SG Poppenroth/Lauter II - TSV Wollbach II 5:3 (3:2). Tore: 0:1 Silas Wehner (11.), 0:2 Philipp Kirchner (15.), 1:2 Nikolas Wehner (34.), 2:2 Julian Kühnlein (42.), 3:2 Maximilian Pfrang (45.), 3:3 Silas Wehner (55.), 4:3 Sascha Weidner (62.), 5:3 Julian Kühnlein (85.).
Für SG-Pressesprecher Herbert Pfrang ging der Sieg der Heimelf in Ordnung, "weil wir in einem intensiven Spiel mit vielen Zweikämpfen vor allem nach dem Wechsel durch Sascha Weidner und Julian Kühnlein richtig gute Chancen hatten". Turbulent war es freilich bereits in Halbzeit eins mit fünf Treffern. Gut hatte die Spielgemeinschaft begonnen und dennoch mit 0:2 zurückgelegen, weil erst SG-Keeper Fabian Bittermann chancenlos war beim Sonntagsschuss in den Winkel von Silas Wehner, ehe Philipp Kirchner für die Gäste erhöhte. "Das ist der Sohn vom Willi von der Band Koan Nome", betonte Pfrang. Und zwar deshalb, weil der Vorbereiter ebenfalls ein Philipp Kirchner war. Verwirren ließen sich die Gastgeber nicht, die bis zur Halbzeit die Partie tatsächlich gedreht hatten. Nach dem Anschlusstreffer von Nikolas Wehner jubelte auch Julian Kühnlein nach einem herrlichen Distanzschuss, ehe Maximilian Pfrang nach einer Kühnlein-Chance zum 3:2 abstaubte. Der Aufsteiger schlug nach der Pause zurück durch Silas Wehner nach der Flanke von Sebastian Endres und stand dann doch mit leeren Händen da, weil Sascha Weidner TSV-Keeper Sascha Grom mit einem unhaltbaren Freistoß überlistet hatte, ehe Kühnlein zum Endstand traf. "Anu-In Bamrumnok hätte auf 6:3 erhöhen und Silas Wehner auf 4:5 verkürzen können", berichtete Pfrang von den allerletzten Chancen.

SG Oberleichtersbach/Modlos - SG Hassenbach 2:0 (0:0). Tore: 1:0 Stefan Bohn (60.), 2:0 Tobias Romeis (82.).
Seine leichte Favoritenstellung untermauerte die SG Oberleichtersbach/Modlos mit dem verdienten Dreier. Verdient deshalb, weil die Gastgeber in einem kampfbetonten Spiel mehr Spielanteile und die besseren Chancen besaßen. Den Bann brach "Kopfball-Ungeheuer" Stefan Bohn nach der Freistoßflanke von Maximilian Knüttel, ehe SG-Kapitän Tobias Romeis seine starke Vorstellung mit dem 2:0 krönte. Die beste Chance der Gäste hatte Oliver Hofmann, dessen Freistoßball von Florian Müller pariert wurde (75.).