TSV Grafing - Hammelburg Volleys (Samstag, 19 Uhr)

Auch ohne den Blick auf das Tabellenbild, versprachen die Duelle beider Teams in der Vergangenheit stets Spannung und hohe Spielkunst. Nimmt man das Klassement allerdings genauer ins Visier, trifft am Samstagabend der Tabellendritte auf den Vierten. Zwar haben die Saalestädter (28 Punkte) ein Spiel weniger, könnten aber bei einem Erfolg an den Oberbayern (29) vorbeiziehen und sogar zum "Vize" Karlsruhe aufschließen.

Neben allen Rechenkünsten, sind die Beteiligten froh, dass der Spielbetrieb überhaupt weitergehen kann. Testungen sind ohnehin mittlerweile obligatorisch und unterstreichen den Fokus der Liga auf die Gesundheit von Spielern und Betreuern. Dabei gilt weiterhin die Regelung, bei einer Inzidenz größer 200 im jeweiligen Landkreis, eine freiwillige Spielverlegung bei der Volleyball Bundesliga (VBL) zu beantragen. Daher starten die Grafinger auch erst am Samstag in die Rückrunde, da das Spiel gegen Gotha vor Wochenfrist aus genannten Gründen verlegt wurde.

Stets ambitioniert

Die Bärenstädter zählen seit Jahren zu den Topteams der Liga und waren in den vergangenen Spielzeiten stets ein etablierter Teilnehmer im Meisterschaftsrennen. Das Team aus dem Südosten von München wird seit dieser Saison von Headcoach Markus Zymmara geführt. "Prominentester" Akteur ist Julius Höfer, der vier Jahre bei Erstligist Herrsching spielte, bevor er 2017 zu den "Bären" wechselte.

Eine herausragende Saison spielt allerdings ein weiterer Routinier auf Grafinger Seite: Zuspieler Fabian Wagner. Der 32-jährige Strippenzieher führt mit sieben goldenen und einer silbernen Medaille die MVP-Rangliste souverän an. Für Hammelburgs Block- und Feldabwehr wird dies viel Laufarbeit bedeuten. Auf Seiten der Gastgeber wird auch wieder ein alt-bekanntes Gesicht zu sehen sein: Henning Schulte, der ehemalige Leistungsträger der Hammelburger, der über Jahre das Team der Saalestädter prägte. "Ich freue mich auf die Jungs und denke, dass es wie immer ein gutes Spiel werden wird, was zumindest der Tabellenstand vermuten lässt. Außerdem haben beide sozusagen noch eine Rechnung offen, nachdem jeweils das letzte Heimspiel gegen den anderen verloren wurde", sagt Schulte.

Das Hinspiel verloren die Saalestädter im Tie-Break, damals noch vor einem erlesenen Kreis von 150 Zuschauern. Obwohl bereits seit November alle Spiele der Liga ohne Zuschauer durchgeführt werden, dürfen sich die heimischen Volleys-Fans wieder über einen Livestream aus der Halle freuen.