LKR Bad Kissingen
Fußball Kreisliga Rhön

Erster Punkt für die Lauertaler

Die Derbysiege gehen verdient an den SV Ramsthal und FC Reichenbach. Ein schwarzer Tag für den FC Westheim. Steinach siegt dank dem staugeplagten Wieschal.
Einen schweren Stand hatte Rannungens Offensiv-Ass Fabian Erhard (links) gegen Ramsthals Kettenhund Willi Voss. Foto: Hopf
Einen schweren Stand hatte Rannungens Offensiv-Ass Fabian Erhard (links) gegen Ramsthals Kettenhund Willi Voss. Foto: Hopf

SV Ramsthal - FV Rannungen 2:0 (1:0). Tore: 1:0 Fabian Meindl (8.), 2:0 Simon Kessler (67.).

"Bei uns ist nach dem etwas holprigen Saisonstart ein klarer Aufwärtstrend erkennbar. Wir haben aufgrund unserer Dominanz verdient gewonnen. Der Gegner war mit der Höhe der Niederlage sogar noch gut bedient", berichtete SV-Pressesprecher Jochen Hesselbach. Nach dem knapp verzogenen Schuss von Sascha Ott gingen die Ramsthaler in Führung, als sich Fabian Meindl einen Steilpass von Enrico Ott erlief und Gäste-Goalie Florian Erhard mit einem überlegten Schuss keine Abwehrchance ließ. Die Dreßel-Elf reagierte zwar auf den Rückstand, "doch ich kann mich nicht erinnern, dass unser von Christian Hänelt gehütetes Tor vor der Pause großartig in Gefahr geriet", so der Informant, der nur weitere Gelegenheiten der Herterich-Elf notierte. So traf Sascha Ott das Außennetz, kurz vor dem Pausentee nickte Meindl nach Flanke von Nico Morper die Kugel am kurzen Eck vorbei. Gleich nach der Pause stand Simon Kessler kurz vor dem 2:0, visierte nach Zuspiel von Sascha Ott aber nur die Latte an. In der 63. Minute hatte Michael Röder bei der einzigen klaren Möglichkeit des Gastes den Ausgleich auf dem Schlappen, setzte das Spielgerät nach einer von Peter Hahn hereingegebenen Ecke aber um Zentimeter übers Tor. Ihre nächste Gelegenheit nutzten die spielfreudigen Platzherren: Bei einem Konter legte Meindl den Ball in den Lauf von Kessler, der nur noch einschieben musste. Die einseitige Auseinandersetzung endete vor 200 Zuschauern mit einem Lattenschuss von Sascha Ott. sbp

FC Rottershausen - TSV Bad Königshofen 1:3 (0:2). Tore: 0:1 Florian Mangold (28.), 0:2 Nico Wilm (45., Eigentor), 1:2 Alexander Hirt (65.), 1:3 Timo Helmer (90.).

"Wir sitzen jetzt hier und rätseln immer noch, wie wir dieses Spiel haben verlieren können", sagte FC-Pressesprecher Jörg Wetterich. Und wusste doch auch die Antwort, "weil wir viele Chancen nicht genutzt und daher verdient verloren haben." Zum Beispiel in Halbzeit eins, in der die Rottershäuser zwar nicht so gut im Spiel, aber durch die Standards von Luca Wilm und Julian Göller dennoch gefährlich waren. Nachdem Göller einen Kopfball knapp neben das Tor gesetzt hatte, legten die Grabfelder vor durch Florian Mangold, und das mit Hilfe eines Platzfehlers. "Der Ball sprang derart unglücklich auf, da hat unser Keeper Johannes Hein schlecht ausgesehen. Typisch der Spielverlauf vor dem Seitenwechsel. Erst parierte TSV-Keeper Philipp Schleelein mit einem außergewöhnlichen Reflex einen weiteren Göller-Kopfball, dann schlug es ein zweites Mal unglücklich im FC-Kasten ein: Im Anschluss an einen Eckball hatte Rottershausens Luca Wilm den Ball ans Schienbein bekommen, von wo das Leder den Weg ins FC-Tor fand. Die Aufbau-Arbeit in der Halbzeit trug durchaus Früchte, denn gegen nun tief stehende Bad Königshofer baute die Heimelf viel Druck auf und verkürzte verdient durch den überlegten Schuss von Alexander Hirt. Es folgten diverse Halbchancen durch Julian Göller und Frank Seufert, ehe die Gäste den entscheidenden Konter setzten. Timo Helmer durfte ins leere Tor schießen, weil der FC-Keeper zu diesem Zeitpunkt in vorderster Front sein Glück versucht hatte.js

FC Untererthal - FC Reichenbach 1:4 (0:3). Tore: 0:1 Markus Erhard (11.), 0:2, 0:3 Johannes Katzenberger (25., 32.), 1:3 Mathias Tartler (50.), 1:4 David Dietz (63.).

Ja, es war ein Spiel eigentlich auf Augenhöhe in Halbzeit eins, weil beide Teams gute, bis sehr gute Chancen besaßen. Aber der FC Reichenbach führte zum Halbzeitpfiff deutlich mit 3:0, was auch nicht unverdient war, weil die Viktorianer schlichtweg schlecht verteidigt hatten. Die Treffer fielen jedenfalls stets nach dem gleichen Muster, eingeleitet von langen Bällen Richtung Strafraum, in dem die Untererthaler an diesem Tag viel zu fahrlässig agierten. Eigene Treffer verpassten die Gastgeber durch Lukas Tartler, dessen Schuss auf der Linie geklärt wurde, während der Kopfball von Sebastian Heinlein etwas zu hoch angesetzt war. Nach dem Wechsel schien die Wende möglich, weil Mathias Tartler zur Stelle war, als ein weiter Heinlein-Einwurf in den Strafraum zu kurz geklärt wurde. Aber in Sachen Effektivität waren die Reichenbacher an diesem Tag schlichtweg phänomenal. "Das hat der Schütze stark gemacht und den Ball sauber im langen Eck versenkt. Danach war das Spiel für uns gelaufen", sagte Viktoria-Pressesprecher Sven Röthlein zum Tor von David Dietz, der Untererthals Keeper Julius Heilmann keine Chance gelassen hatte. Spannend hätte es nur dann werden können, hätten Elias Bergander und Matze Tartler ihre erstklassigen Gelegenheiten in den Duellen mit dem starken Gäste-Schlussmann Eric Reß genutzt.js

FC WMP Lauertal - FC Strahlungen 3:3 (0:2). Tore: 0:1 Benedikt Bötsch (14., Foulelfmeter), 0:2 Felix Hochrein (45.), 1:2 Sebastian Händel (51.), 2:2 Lukas Hochrein (54.), 3:2 Sebastian Händel (56.), 3:3 Tim Krais (69.).

Von einer bis zum Abpfiff spannenden Auseinandersetzung berichtete der heimische Pressesprecher Sven Gessner, der sich mächtig freute, "dass uns gegen einen wirklich starken Gegner der erste Saisonpunkt gelungen ist." Der Halbzeitstand war aus Sicht der Schendzielorz-Mannen allerdings ernüchternd, denn da bestand kaum Hoffnung auf ein Erfolgserlebnis. Die Schönwiesner-Elf ging in Führung, als Benedikt Bötsch nach Foul von Marcel Stenzel den fälligen Strafstoß sicher verwandelte. Den Vorsprung baute Felix Hochrein kurz vor der Pause nach einem Eckball aus, "zum aus unserer Sicht schlechtest möglichen Zeitpunkt", so Gessner. Mit der Einwechslung von Andre Keßler, der nach langer Verletzungspause erstmals in dieser Saison auflief und gegen seine früheren Mannschaftskameraden hochmotiviert war, ging ein Ruck durch die Reihen der Platzherren. Diese drehten das Match binnen fünf Minuten ungemein clever mit Toren von Sebastian Händel (2) und Lukas Hochrein. Verblüffte Strahlunger wollten natürlich nicht verlieren, erhöhten auf dem Weichtunger Geläuf das Tempo und kamen durch Tim Krais zum verdienten Ausgleichstreffer. In den letzten zwanzig Minuten lieferten sich die Kontrahenten einen offenen Schlagabtausch, wobei sich Chancen zum Siegtreffer für beide Teams ergaben. "Mit dem Punkt können wir letztlich gut leben, er macht vor allem Mut für die nächsten Aufgaben", so Gessner. sbp

TSV-DJK Wülfershausen - FC Westheim 5:1 (1:0). Tore: 1:0 Nils Voigt (38.), 1:1 Konstantin Papadopoulos (50.), 2:1 Patrik Warmuth (55.), 3:1, 4:1, 5:1 Nils Voigt (72., 81., 85.). Rot: Yanik Pragmann (65.), Arkadiusz Grek (84., beide Westheim).

Mann des Spiels war Nils Voigt, der vier der fünf Treffer des Gastgebers erzielte. Die Westheimer werden noch in den nächsten Partien an ihrer Niederlage zu knabbern haben. Yanik Pragmann und Arkadiusz Grek sahen jeweils die rote Karte. Wülfershausens Pressesprecher Gerold Büttner verhehlte freilich nicht, dass die Gäste nach ihrem Ausgleich zum 1:1 selbst hätten in Führung gehen und dem Spiel einen anderen Verlauf geben können. In Führung und in Überzahl ließ die Mannschaft von Christoph Then dann aber nichts mehr anbrennen. Das 1:0 resultierte aus einem von Nils Voigt direkt verwandelten Freistoß und bedeutete den Halbzeitstand, weil Patrik Warmuth und Fabian Schön ihre Chancen der Kategorie hundertprozentig ausließen. Das hätte sich rächen können nach dem Wechsel: Konstantin Papadopoulos glich per Weitschuss aus und die Westheimer hatten einige Minuten Oberwasser. Patrik Warmuth stellte das Ergebnis auf 2:1 und weil Yanik Pragmann zehn Minuten darauf wegen Nachtretens vom Feld musste, hatte Wülfershausen bald wieder alles im Griff. Es folgten drei weitere Auftritte von Nils Voigt, der sein Torkonto auf neun aufstockte. dr

TSV Steinach - Spfr. Herbstadt 2:1 (1:0). Tore: 1:0 Michael Voll (42.), 1:1 Jannik Hofmann (86., Foulelfmeter), 2:1 Holger Wieschal (88.).

Die Steinacher entschieden die hart umkämpfte Auseinandersetzung für sich, "weil uns das Glück nach Unglück doch hold war", so ihr Abteilungsleiter Sebastian Wehner. Denn der Torschütze des entscheidenden Treffers, Holger Wieschal, war wegen eines Staus auf der Autobahn erst spät auf dem Sportgelände erschienen; der etatmäßige Verteidiger wurde dann von Coach Michael Voll nach der Einwechslung in der Schlussphase ins Sturmzentrum beordert. Das erwies sich als Glücksgriff, denn Wieschal nickte nach einer Ecke zum 2:1 ein. Vor der Pause bestimmte die Heimelf das Geschehen, musste aber die bittere Erfahrung machen, dass mit Thomas Kneuer ein Tausendsassa im Sportfreunde-Kasten stand. Dieser brachte gerade Aaron Friedel, der zweimal freistehend vor ihm auftauchte, zur Verzweiflung. Auch einen laut Wehner "unhaltbaren Freistoß" von Joshua Jung zog er aus dem Winkel. Geschlagen geben musste sich der Goalie vor dem Seitenwechsel nur nach einem Alleingang von Michael Voll, der sich nach einem Ballverlust das Leder zurückerkämpfte und präzise abschloss. Herbstadt reagierte danach mit vielen hohen Bällen Richtung Rosshirt-Tor; doch diese Taktik ging nicht auf, weil es nicht zum finalen Abschluss kam. "Unverdient war der Ausgleich aber nicht", so der Informant, "auch wenn der Strafstoß auf etwas dümmliche Art und Weise zustande kam". Die Gäste wären wohl mit der Punkteteilung zufrieden gewesen; doch hatten sie ihre Rechnung ohne den kopfballstarken Wieschal gemacht. In der langen Nachspielzeit gab es aufregende Szenen vorm TSV-Tor. "Aber wir haben mit Geschick die für uns wichtigen drei Punkte über die Zeit gerettet", so Wehner. sbp