Baden Volleys SSC Karlsruhe - Hammelburg Volleys 3:0 (25:22, 25:19, 25:15).

Die Niederlage im finalen Saisonspiel ändert nichts an der Tatsache, dass im Abschlusszeugnis der Hammelburger ausnahmslos gute Noten stehen werden. Da fällt die letzte verlorene Prüfung nicht ins Gewicht, zumal sich auf der anderen Seite des Netzes der Meisterschaftsanwärter aufgebaut hatte, der sich um den Titel im Fernduell mit dem TSV Grafing balgt.

Tabellenführer sind die Karlsruher jetzt mit einem Punkt Vorsprung auf die Oberbayern, die aber noch in zwei Spielen punkten können, die Badener nur in einem. Die Unterfranken haben diese komplizierte Corona-Runde tatsächlich pünktlich abschließen können: als grandioser Dritter. Eine Platzierung "summa cum laude", denn besser haben die Saale-Jungs noch keine Zweitliga-Saison abgeschlossen.

Hängen bleiben wird jedenfalls diese phänomenale Serie mit zehn Siegen in Serie, die erst in Karlsruhe endete. Und ein völlig geräuschloser Übergang auf der Trainerposition, als zum Jahreswechsel Philipp Fischer auf den zurückgetretenen Cornel Closca folgte und das junge Team wie von den Verantwortlichen erhofft weiter entwickeln konnte. Ein auch charakterlich starkes Team übrigens, was sich nicht zuletzt in einer feinen Geste nach Spielende zeigte, als Silber-MVP Hannes Krochmann seine Medaille an Nico Bitsch weitergab "als Dank für seine Hilfe und als Erinnerung an uns und diese tolle Rückrunde."

Das Hinspiel hatten die Hammelburger noch mit 3:0 gewonnen, diesmal glückte den Baden Volleys die Revanche gegen Saalestädter, die kurzfristig auf Nils Rehmeier sowie Lukas Baden zurückgreifen konnten, dessen Libero-Position aber Youngster Lukas Greinwald übernahm, während Moritz Zeitler auf die angestammte Angreifer-Position rückte. Gleich mit 19 Personen waren die Unterfranken angereist: 14 gemeldeten Spielern, zwei Trainern sowie den Nachwuchsspielern Leon Greinwald und Jonathan Baden samt dem verletzten Moritz Rauber als "akkreditiertem Publikum". So richtig spannend sollte die Partie nur im ersten Satz sein, den die Gastgeber erst auf den letzten Drücker entschieden. Im Lauf der Begegnung schmiss Trainer Philipp Fischer die Rotationsmaschine an, um allen Spielern Einsatzzeit zu geben.

In die wohlverdiente Sommerpause gehen die Protagonisten, während hinter den Kulissen Frank Jansen und Olly Wendt, die künftig das Teammanagement der Volleys bilden, eifrig am Kader für die kommende Saison arbeiten und bereits eine erste Personalie vermelden: Lorenz Karlitzek wird das Team nach einjährigem Gastspiel wieder in Richtung Erste Liga verlassen. "Lotze ist noch mal seinem Herzen gefolgt und wir wünschen ihm natürlich alles Gute auf seinem zukünftigen Weg", sagt Wendt. Und: "Frank und ich habe das klare Ziel, dass der Kader bis Ende Mai steht, aber jetzt wünschen wir unseren Jungs erst einmal gute Erholung nach dieser fantastischen Saison."