HSG Nabburg/Schwarzenfeld - SG Garitz/Nüdlingen 24:26 (11:15) - Nicht einmal mehr ein Schritt. Ein Fußbreit fehlt der Spielgemeinschaft zur Meisterschaft samt Rückkehr in die Bayernliga. Weil die SG-Damen mit dem Sieg in Nabburg vier Spieltage vor Saisonende sieben Punkte Vorsprung haben. Weil das Team von Harun Tucovic am Samstag jetzt gegen das punktlose Schlusslicht HSG Pleichach spielt. Weil die Unterfranken in der Schlossberghalle alle Spiele gewonnen haben.

"Wir hatten das Spiel eigentlich immer kontrolliert. Dafür muss ich mein Team loben", sagt der Trainer. Kein einziges Mal lagen die SG-Damen zurück, die in der ersten Halbzeit eine überaus konzentrierte Vorstellung boten und sich nach dem Wechsel nur eine kleine Schwächephase erlaubten, als der Gegner auf 19:21 verkürzte.
"Dann haben wir mit drei Toren in Folge aber wieder alles kontrolliert", berichtet Tucovic, der mit einer 6:0-Abwehr begonnen hatte, später auf eine 5:1-Deckung umstellte, "um eine gefährliche Rückraumspielerin besser unter Kontrolle zu bekommen". Nicht der einzige Stolperstein, der drohte. "Wir mussten uns erst an die kleine Halle gewöhnen, zumal das Spielfeld zwei Meter kürzer als normal ist", erwähnt Tucovic, der seine Vorgaben ("Stärke zeigen. Kontrolliert spielen") umgesetzt sah, auch wenn das Niveau nicht immer Champions-Level hatte. Und der sich freute, dass einige Fans die 230 Kilometer lange Reise in die Oberpfalz auf sich genommen hatten, darunter das verletzungsbedingt fehlende Quartett.

Das Derby gegen Pleichach soll eine überzeugende Saison krönen. "Wir werden auch diesen Gegner nicht unterschätzen, der trotz der Niederlagen zuletzt gute Ansätze gezeigt hat", kündigt Tucovic an. Unterfranken-Duelle wird es auch in der Bayernliga geben. Gegen den TV Etwashausen oder HSV Bergtheim. Ein Knüller wäre auch der Vergleich mit dem 1. FC Nürnberg. Die Mittelfranken müssen allerdings um den Klassenerhalt fürchten. Wäre schon ein Ding, wenn der ruhmreiche "Club" Platz machen müsste für die Mädels aus der Provinz. js
Tore für die SG: Lisa Wenzke (8/3), Sabrina Kleinhenz (6), Franziska Thomas (4), Carolin Annon (2), Nina Barnickel (2), Julia Albert (2), Claudia Pfleger (1), Karin Wehner (1).