FC Bad Brückenau - VfL Spfr. Bad Neustadt: Man ist bescheiden beim Aufsteiger FC Bad Brückenau (8./24). "Wenn wir am Saisonende da stehen, wo wir jetzt stehen, bin ich sehr zufrieden", sagt Abteilungsleiter Heribert Jakobsche vor dem Start ins neue Fußballjahr. Zu diesem gastiert mit dem VfL Spfr. Bad Neustadt (3./31) direkt einer der "Großen" im Sinntal. Doch Angst hat man beim FC deswegen nicht. "Wir haben ja schon in der Hinrunde gezeigt, wie man Bad Neustadt knacken kann", erinnert Jakobsche sich an den 2:1-Erfolg im Hinspiel. Auch für die Neuauflage ist er selbstbewusst. "Wir haben eine gute Vorbereitung hinter uns und keine größeren Ausfälle. Wir können optimistisch in das Spiel gehen." Bad Neustadt ist vor Wochenfrist durchwachsen aus den Startlöchern gekommen.
Im Nachholspiel beim TSV Rannungen kam der Aufstiegsaspirant trotz einer zwischenzeitlichen 3:1-Führung nicht über ein 3:3-Remis hinaus.

TSV Reiterswiesen - FC Reichenbach: "Wir haben nichts zu verlieren und wollen von Spiel zu Spiel gucken", blickt Jochen Haberle, Trainer des TSV Reiterswiesen (13./15), gelassen auf die Restrunde. Entscheidend sei für ihn der Zusammenhalt seiner Mannschaft. "Alle Spieler haben signalisiert, auch nächstes Jahr hier spielen zu wollen. Unabhängig von der Spielklasse", so der Trainer des Neulings. Während der auch weiterhin auf der Torhüterposition zu kämpfen hat und vorerst Feldspieler Tobias Windberg den Kasten hüten wird, erhofft Haberle sich in Neuzugang Marco Schmitt eine Top-Verstärkung. "Er kommt aus der Landesliga und ist absoluter Führungsspieler bei uns", sagt Haberle über den 28-Jährigen, der in dieser Saison sieben Landesliga-Spiele für die FT Schweinfurt absolviert und bis Sommer beim TSV Rothhausen/Thundorf gespielt hatte. Gegen den FC Reichenbach (7./26) ist Reiterswiesen dennoch klarer Außenseiter. Obwohl man es den Teutonen beim 0:0 in der Hinrunde sehr schwer machte, woran sich auch FC-Trainer Marc Hartmann erinnert. "Reiterswiesen ist sehr zweikampfstark, da müssen wir erst einmal dagegenhalten und dann versuchen, unsere spielerischen Vorteile zu nutzen." Mit der Vorbereitung seiner Mannschaft war Hartmann, der in der kommenden Saison beim TSV Großbardorf als Nachwuchskoordinator einsteigen wird, den Umständen entsprechend zufrieden. "Es war, wie bei den meisten Vereinen, wegen Grippewelle und Uni-Prüfungen nicht ganz einfach."

TSV Rannungen - TSV Nordheim/Rhön: Der TSV Rannungen (11./19) hat zum Neustart direkt einmal Moral bewiesen. Mit 1:3 lag der TSV gegen Bad Neustadt zur Pause schon zurück, doch nach dem Seitenwechsel dauerte es nur acht Minuten, bis die Rannunger auf 3:3 stellten. Ein Punkt für das Selbstbewusstsein, ohne Frage. Und das will man nun gegen den nächsten Aufstiegsanwärter in den ersten Dreier der Restrunde ummünzen. Einfach wird das gegen den TSV Nordheim (2./32) freilich nicht werden. Besonders die treffsichere Offensive der Rhöner muss Rannungen in den Griff bekommen. Schon 47 Mal trafen die Nordheimer ins Schwarze, stellen damit den mit Abstand besten Angriff der Liga. Zum Vergleich: Die 20 Rannunger Tore sind der schwächste Wert in dieser Kategorie. Klar also, dass die Hausherren zunächst einmal hinten dicht halten müssen.

SV Ramsthal - SV Rödelmaier: Wenigen Mannschaften kam die Winterpause so ungelegen, wie dem SV Ramsthal (9./22). Nach katastrophalem Saisonstart hatten die Weindörfler eine Serie von acht Spielen ohne Niederlage hingelegt und sich Schritt für Schritt aus dem Tabellenkeller gearbeitet. Dennoch ist man keineswegs über den Berg, was auch Trainer Nico Schell weiß. Zum Auftakt kommt direkt der Gradmesser schlechthin. Tabellenführer SV Rödelmaier (1./40) ist nach wie vor ungeschlagen, brauchte aber schon im Hinspiel jede Menge Glück. "Wir waren auf Augenhöhe und haben in der Nachspielzeit durch einen höchst umstrittenen Foulelfmeter verloren", erinnert sich Schell, der auf Torjäger Sascha Ott (Handbruch), Timo Scheuring (gezogene Weisheitszähne) und Marcel Schmitt (berufliche Gründe) verzichten muss. ssi