Einige Langzeitverletzte
Vielleicht sagt er das mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass die Breite des Kaders in einer langen Bezirksliga-Saison mit ausgeglichenen Teams eine wesentliche Rolle spielen kann. Mit Ruslan Zhyvka (Leiste), Sven Kleinhenz (Bänderriss), Philipp Greubel (Bänderverletzung in den Schulter), Julian Hüfner (Schien- und Wadenbeinbruch) und Luis Hüfner (Leiste) fallen wichtige Spieler länger aus. Für Frank Halbig stand relativ früh fest, dass er den FC 06 übernehmen würde. Wobei sich sein damaliger Verein TSV Reiterswiesen stark für ihn einsetzte, berichtet er.
Wertvoller Austausch
Die frühe Klarheit bescherte dem Trainer zwei Vorteile: Zum einen konnte er seine künftige Mannschaft in mindestens acht Spielen der vergangenen Runde sehen und feststellen, wo die Stärken liegen und wo es klemmt. Zum anderen konnte sich Halbig mit Rüdiger Klug austauschen, dem er "definitiv gute Arbeit" bescheinigt.
Dabei stellte er fest, dass die Philosophie seines Trainerkollegen nahe bei seiner eigenen liegt. "Viel soll über die Außen laufen. Wir werden uns gegen starke Gegner defensiv aufstellen, aber auch oft Spiele selbst gestalten, uns nicht verstecken, sondern uns präsentieren, den Gegner bespielen." Warum hat sich der 50-Jährige nicht schon eher in die Bezirksliga gewagt? "Diese Liga nimmt mehr Zeit in Anspruch als die Spielklassen darunter. Da geht es um mehr." Er habe den Schritt dorthin erst gehen wollen, wenn seine Kinder aus dem Gröbsten heraus seien. Das wäre jetzt mit 16 und 18 Jahren der Fall. Und so hofft der neue 06-Coach, dass die Bezirksliga nicht nur für ihn, sondern auch seinen Sohn Nils zur Erfolgsgeschichte wird.
Stationen Ab der Saison 1999/2000 fungierte Frank Halbig vier Jahre als Spielertrainer in Greßthal (damals A-Klasse) und brachte den Verein in die Kreisklasse. Nächste Station war ab 2003 für drei Jahre der FC Fuchsstadt, ebenfalls als Spielertrainer. In der Saison 2006/07 trainierte Halbig die Spfr. Stettbach bei Werneck. Mit dem SV Euerbach (2007/08) und dem TSV Forst (2008-10) schaffte der Obbacher jeweils den Aufstieg in die Kreisliga, legte die Grundlagen für heutige Landes- beziehungsweise Bezirksliga-Erfolge. In Schwebheim scheiterte Halbig hingegen an diesem Ziel in der Relegation. Die drei Jahre bei der heutigen SG Sömmersdorf (2011/14) bescherten dem Obbacher den Aufstieg in die Kreisklasse. In der ersten von zwei Spielzeiten in Oberwerrn (2014-16) schaffte Halbig mit dem Team den Aufstieg in die Kreisliga; allerdings musste man in der zweiten Saison gleich wieder runter. Von 2016 bis zu diesem Jahr trainierte der heute 50-Jährige die SG Reiterswiesen in der Kreisklasse, diesmal ohne Aufstieg.
FC 06 Bad Kissingen
Zugänge: Lukas Halbig (FC 05 Schweinfurt/Jugend), Nils Halbig (FT Schweinfurt/Jugend), Felix Friedlein (BSC Lauter), Daniel May (SV Sömmersdorf), Jakob Fischer (TSV Großbardorf II), Cedric Bäßler, Jan Hofmann, Jonas Schaupp (alle SG Bad Kissingen/Jugend), Matthias Karch (TSV Nüdlingen), Tizian Fella, Sven Kleinhenz (beide TSV Reiterswiesen) - Abgänge: Florian Heimerl (Laufbahn beendet), Andrei Puscas (Rückkehr nach Rumänien), Lukas Müller (TSVgg Hausen), Nico Limpert (TSV Oerlenbach).
Tor: Felix Friedlein, Jan Hofmann, Florian Rottenberger - Abwehr: Jonas Schmitt, Lukas Halbig, Philip Greubel, Christian Heilmann, Daniel Götz, Darko Aleksoski, Frank Schmitt, Tizian Fella, Paul Füller - Mittelfeld: Daniel May, Christian Laus, Cedric Bäßler, Jonas Schaupp, Julian Hüfner, Jakob Fischer, Matthias Karch, Vlad Ruja, Lukas Rottenberger - Angriff: Fuaad Kheder, Nils Halbig, Max Hüfner, Luis Hüfner, Ervin Gergely, Ruslan Zhyvka, Sven Kleinhenz.
Trainerduo: Frank Halbig, Daniel May (beide neu) - Ziel: unter die ersten Sechs - Meistertipp: DJK Dampfach, TSV/DJK Wiesenthei