TSV Mimmenhausen - Hammelburg Volleys3:1 (25:21, 16:25, 25:23, 25:22).

Mit der Übergabe des Zuspiel-Zepters von Laurentiu Vinatoru auf Hannes Krochmann ging es für die Hammelburg Volleys ins zweite Spiel an diesem Wochenende, das den bedeutend schwereren Gegner bereit hielt mit dem Tabellendritten um Ex-Rekordnationalspieler Christian Pampel. Davon unbeeindruckt, kamen die Unterfranken gut in die Partie (3:0). Die Kräfteverhältnisse waren aber andere, denn Mimmenhausen stellte das druckvollere Team, übernahm schnell das Kommando (16:12), profitierte auch von einigen Aufschlagfehlern und Decken-Bällen der Gäste, die auf 18:20 und 21:23 herankamen, den Auftaktsatz aber dennoch abgeben mussten.

Über fünf Sätze, mit dem besseren Ende für die Baden-Württemberger, war das Hinspiel in der Saaletalhalle gegangen. Und auch ohne die verletzten Lorenz Karlitzek und Luca Dierks war wieder was drin gegen die zuletzt etwas schwächelnde Bodensee-Truppe. Im zweiten Satz führten die Saalestädter dank verbesserter Annahme und besserer Aufschläge über ein 5:1 sogar mit 16:9, mittlerweile mit Vinatoru als Zuspieler, der seine Erfahrung gekonnt ausspielte. Der Satzgewinn kam einer Machtdemonstration gleich.

Rotzfrech, wie Moritz Rauber Netz-Duelle mit Pampel clever für sich entschied. Was Mutmacher für die eigene Mannschaft waren, die zur zweiten technischen Auszeit mit 16:12 im dritten Satz führte. Auch, weil Vinatoru glänzend Regie führte und Mittelblocker Nils Rehmeier in Abwehr wie Angriff eine echte Größe war. Nicht minder überzeugend fiel freilich Mimmenhausens Comeback aus mit fünf Punkten in Serie. Es folgte ein Thriller erster Güte mit hochklassigem Volleyball - und dem besseren Ende der Hausherren mit einem finalen Punkt von Christian Pampel. Dennoch sicher ein Erlebnis für Lukas Greinwald bei seinem kurzem Bundesliga-Debut. Schade, dass dieses unterhaltsame Spiel Publikum lediglich im Livestream hatte. Das Match blieb ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in das nun auch Severin Hauke einbezogen wurde. Ein Zwischenspurt brachte die Gäste mit 13:8 in Führung, die auf 16:9 ausgebaut wurde. Aber der Gegner kann Aufholjagd, war mit einem 6:0-Lauf wieder dran, hatte so endgültig das Glück auf seine Seite gezogen.