Der gebürtige Poppenrother und überzeugte Bad Kissinger wurde in Rosenheim in den damaligen Bundesgrenzschutz (BGS) eingestellt. Schon nach kurzer Zeit qualifizierte er sich zum Gruppenführer. Es schlossen sich Lehrgänge zum Sportausbilder und

Selbstverteidigungs-Trainer - wie damals hieß - an. Der dritte Platz bei den Deutschen Polizei- und den Deutschen Meisterschaften im Ju- Jutsu im Jahr 1990 unterstrichen seine sportliche Zielstrebigkeit.

Bernhard Schlereth verfolgte den Aufstieg in den gehobenen Polizeivollzugsdienst, als ihn urplötzlich ein Schicksalsschlag ereilte. Im Alter von 31 Jahren wurde er im November 1993 bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt und ist seitdem querschnittsgelähmt.

"Ich wusste nicht, wie es weitergehen sollte", sagt Schlereth. Die Fürsorge seines Dienstherrn, seines Hundertschaftsführers und seiner Kollegen hätten ihn motiviert, nicht aufzugeben und einen Neuanfang zu starten, betont Schlereth weiter. Das Angebot einer Umschulung zum Verwaltungsbeamten an der Schule des Bundesverwaltungsamtes in Köln nahm er sofort an. Den Laufbahnwechsel vollzog er problemlos und nach Oerlenbach zurück kam der heimatverbundene Schlereth auch. Er ist eingesetzt im Organisationsbüro und im Sachgebiet Polizeitechnik, wo er für das Waffenwesen verantwortlich zeichnet. Zusätzlich engagiert sich Bernhard Schlereth in der Kommunalpolitik des Staatsbades. Als Stadtrat ist er seit 1999 bis heute aktiv, kümmerte sich dabei insbesondere um die Belange der Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Auch sportlich ging es für ihn weiter. Er erwarb den Tauchschein, fuhr mit seinem Rolli den Berlin-Marathon und erwarb das Tanzsportabzeichen. Bernhard Schlereth ist es wichtig, Menschen, die wie er einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen mussten, Mut zuzusprechen und sie anzuspornen, nicht aufzugeben. red